songfic: wie es geht

  • So, ich hab mal wieder Lust bekommen, die Susi ein bisschen mit Klink zu ärgern (grins)
    Susi: Ich hoffe, der Baseballschläger bleibt im Schrank. ;)
    Also, dann fang ich am besten gleich mal an (text: Ärzte – wie es geht)


    Es war mal wieder einer dieser Tage, den Susi hasste. Colonel Hogan hatte ihr befohlen, in Klink’s Büro saubermachen und dort gegebenenfalls auch ein wenig in den Unterlagen des Obersts herumzuschnüffeln. Mittlerweile stand Susi den Helden in Sachen Sabotage zwar in nichts mehr nach, aber dennoch gehörte es nicht gerade zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, sich in der Nähe von Klink aufzuhalten sprich sich in die Höhle des Tichers zu begeben. Aber dennoch machte sie gute Miene zum bösen Spiel und betrat mit Besen und Eimer bewaffnet das Vorzimmer von Klink’s Büro. „Oh, du Arme, bist du wieder zum Putzdienst verdonnert worden?“ wollte Fräulein Helga wissen. „Naja, irgendjemand muss es ja machen,“ meinte Susi, „Ist Klink da?“ Fräulein Helga machte eine Kopfbewegung in Richtung Tür „Ja, er hat vorher die neueste Ausgabe vom ‚Mädchen’ zugeschickt bekommen und ist gleich damit in sein Büro verschwunden.“ Susi verdrehte die Augen, ging jedoch trotzdem zur Tür, klopfte an und wartete darauf, dass Klink sie hereinbat. „Nu, solang’s nicht der Giftzwerg von der Gestapo ist, immer herein, nichahr“ hörte sie von drinnen, öffnete die Tür und wartete auf ein klink-typisches Kommentar wie „Nu, endlich kommt die Bayernschnulle mal freiwillig zum Bürschten nichahr haha“. Sie erblickte den Oberst, wie er an seinem Tisch saß und bei ihrem Anblick ein Funkeln in den Augen bekam. „Nu, das trifft sich. Gerade wollte ich Sie zum Bürschten holen nichahr haha“. Susi blickte ihn ohne ein Wort zu sagen abwertend an und machte sich dann an die Arbeit.


    Ich schau dich an und du bist unbegreiflich schön
    Ich könnte ewig hier sitzen und dich einfach nur ansehn
    Doch plötzlich stehst du auf und willst gehen


    Während Susi die Möbel abstaubte, spürte sie stets Klink’s gierigen Blick in ihrem Nacken. Wenn ihre Barackenkollegen in der Nähe waren, dann war es ihr eigentlich egal, wenn Klink mal wieder versuchte mit ihr zu flirten. Doch alleine mit dem Lagerkommandanten hatte sie schon ein etwas mulmiges Gefühl. Klink saß grinsend an seinem Schreibtisch, nippte ununterbrochen an einem großen Glas Cognac und begutachtete Susi’s Putzfähigkeiten. Er genoss es, wenn sie in seiner Nähe war. Er musste nicht mal etwas sagen, es war für ihn schon ein unbeschreibliches Gefühl wenn sie mit ihm in einem Raum war und er sie einfach nur still und schweigend anschauen konnte.
    Nach einiger Zeit war Susi fertig und packte ihre Sachen zusammen. Mit einem Blick nach dem Motto „Bloß weg von Klink“ wollte sie in Richtung Tür gehen.

    Bitte geh noch nicht, ich weiß, es ist schon spät
    Ich will dir noch was sagen, ich weiß nur nicht, wie es geht
    Bleib noch ein bisschen hier, schau mich nicht so an
    Weil ich sonst bestimmt überhaupt nichts sagen kann


    „Nu, nicht so hastig nichahr“. Das so ein Spruch jetzt kommen musste, war Susi eigentlich schon klar gewesen. Sie drehte sich um und schaute Klink an, der mittlerweile von seinem Stuhl aufgestanden war und dessen Gesicht schweißnass geworden war. „Äääh, ja, Herr Kommandant?“ Klink schaute sie an und wusste nicht was er sagen sollte. Normalerweise war es für ein Plappermaul wie ihn nicht sonderlich schwierig, mal nen doofen Spruch zum Besten zu geben, doch jetzt, da er mit Susi alleine war, hatte es ihm tatsächlich die Sprache verschlagen. „Kann ich noch was für Sie tun?“ fragte Susi höflich, obwohl sie sich denken konnte, wie Klink wahrscheinlich antworten würde.


    Ich weiß selber nicht, was los ist, meine Knie werden weich
    Im Film sieht es so einfach aus, jetzt bin ich kreidebleich
    Ich weiß nicht was ich sagen soll, mein Gott jetzt gehst du gleich


    „Nu, äääh, w-w-as haben S-s-sie gesagt?“ stotterte Klink. Schon oft war er in der Nähe von Susi gestanden, doch nie waren die beiden so richtig alleine gewesen. Für Susi mochte es vielleicht so aussehen, als ob er nur daran interessiert war, dass sie bei ihm im Schlafzimmer „saubermachte“ doch in Wahrheit hatte er sich, seit sie ins Lager gekommen war, über beide Ohren in sie verknallt. „Ich habe gefragt, ob ich noch was für Sie tun kann oder ob ich zu den anderen in die Baracke gehen kann?“


    Bitte geh noch nicht, bleib noch ein bisschen hier
    Ich muss dir noch was sagen, nur die Worte fehlen mir
    Bitte geh noch nicht, ich weiß, es ist schon spät
    Ich will dir noch was sagen, ich weiß nur nicht, wie es geht...


    „Nu, tun Sie mir nen Gefallen und bleiben Sie noch ein bisschen hier“ Es hatte einiges an Überwindung gekostet, doch schließlich hatte Klink sich getraut, Susi zu fragen, ob Sie noch ein bisschen dableiben möchte. „Na schön“ sagte Susi, zog einen Stuhl heran und setzte sich. Sie konnte in Klink’s Gesicht ein zufriedenes Lächeln erkennen, kein fieses „nu die schnapp ich mir heut noch nichahr“ – Lächeln, sondern eher ein total süßes, schüchternes. Susi schaute ihm in die Augen und musste erkennen, dass dies nicht der selbe Klink war, den sie aus 168 TV-Folgen kannte und der sie immer dumm anmachte. Der Klink, der jetzt vor ihr saß, war ein total sympathischer Mensch, dem jetzt irgendwie die Worte fehlten


    Ich dachte immer, dass es leicht wär, ich dachte immer, das ist doch kein Problem
    Jetzt sitz ich hier wie ein Kaninchen vor der Schlange und ich fühl mich wie gelähmt
    Ich muss es sagen, ich weiß nur noch nicht, wie, ich muss es dir sagen, jetzt oder nie


    Klink war mehr als glücklich, als Susi noch ein Weilchen bei ihm im Büro blieb. Normalerweise bot er seinen Gästen einen kleinen Cognac oder eine seiner geliebten Zigarren an, doch er wusste auch, dass Susi Nichtraucherin war und auch eine gewisse Abneigung gegenüber Alkohol hatte. „Nu, Fräulein Bayernschnulle, ich muss Ihnen etwas gestehen“ sagte er zögerlich. Susi konnte ahnen, was jetzt kommen sollte. Dem Gesichtsausdruck zufolge konnte jetzt einfach kein Spruch mit ‚bürschten’ oder ähnlichem kommen.


    Bitte geh noch nicht, am besten gehst du nie
    Ich hab’s dir schon sooft gesagt in meiner Phantasie
    Bleib noch ein bisschen hier, bitte geh noch nicht
    Was ich versuche, dir zu sagen ist, ich liebe dich


    „Ja, was ist denn?“ wollte Susi wissen. Klink wanderte um seinem Tisch herum, nahm Susi’s Hand und bat sie, aufzustehen. „Nu, es ist so, ich äääh“ Susi sah ihm ganz tief in die Augen und er ihr. „Seit Sie in meinem Lager sind, muss ich ständig an Sie denken nichahr“ Susi setzte ihr süßestes Lächeln auf, als Sie das hörte. „Sie waren auch immer meine Lieblingsfigur bei EKVH“ Jetzt musste auch Klink lächeln. Während dieses Gespräches, sofern man es so nennen kann, bewegten beide ihre Köpfe aufeinander zu. „Nu, was ich Ihnen damit sagen will, ist: Ich liebe Sie“ Er hatte mittlerweile Tränen in den Augen und auch Susi war ganz anders zumute. „Oh Wilhelm.....“ konnte sie noch herausbringen, bevor sich beide küssten.....................






    Ohohoh, jetzt kommt sie dann doch mit dem Baseballschläger... :rolleyes: :P