Was hast du nur getan?!?

  • Was hast du nur getan?!?


    An einem schönen Tag im Sommer wurdest du in unser Lager gebracht. Ich sah dich – du sahst mich und es war Liebe auf den ersten Blick.
    Deine Augen, dein Haar, dein ganzer Körper, alles an dir schien mich zu verzaubern.
    Nach einer Weile kamen wir uns näher, küssten uns und schworen uns die Liebe bis in alle Ewigkeiten.


    Doch nach einiger Zeit musstest du gehen, zurück in deine Heimat.
    Beide waren wir traurig und wollten uns nicht trennen. Du versprachst mir zu schreiben und gingst dann schließlich.


    Ich wartete und wartete auf Post von dir, doch es kam nichts. Wolltest du etwa nicht schreiben, hattest du mich vergessen?
    So machte ich mich dran und schrieb dir einen Brief, die Antwort kam auch schon ein paar Tage später:


    Lieber Peter,


    du kannst nicht bei mir sein. Du hast mir nicht geschrieben, du hast mich sehr enttäuscht.
    Ich habe jemanden gefunden, der zu jede Zeit bei mir ist und immer für mich da ist.


    Also tu mir bitte den letzten gefallen und vergiss mich einfach.


    Caroline
    Ich war gekränkt. So etwas hatte ich nicht von dir erwartet, gerade du! Ich konnte dich nicht vergessen, es ging einfach nicht. Ich hatte dich so sehr in mein herz geschlossen... Was hast du nur getan?!?


    Mein leben war zerstört. Ich konnte mir ein leben ohne dich einfach nicht vorstellen, ich wollte nicht mehr leben...


    Ich setzte an...
    Entsicherte...
    Wollte abdrücken...
    Doch einer meiner besten Freunde hier im Lager hinderte mich daran, es war Robert. Robert hatte mir mein leben gerettet.


    Wir redeten lange und er fragte mich: „Peter, bist du dir sicher, das du dein Leben einfach so aufgeben willst? Bist du dir sicher, das du dein Leben nur wegen Caroline wegwerfen willst? Versuch einfach sie zu vergessen, auch wenn es dir schwer fällt... Peter, das Leben geht weiter, ja es muss sogar weitergehen.“


    Ja, Robert hatte Recht, das Leben muss weitergehen...


    Der Krieg war zu Ende und ich kehrte in meine Heimat zurück. Nach ein paar Tagen begegnete ich Caroline wieder, doch ich ignorierte sie einfach, was schwer fiel, da ich sie erstens im Grunde mochte ich sie irgendwie immer noch und zweitens wohnten wir in der selben Gegend.


    Nach ein paar Wochen in denen wir uns gegenseitig ignorierten sprach sie mich an. Ich war als erstes mal baff. Warum sprach sie mich an? Sie hatte mich doch sitzen lassen, was wollte sie jetzt von mir?


    Als erstes hielten wir so eine Art „Smal-talk“ und später schilderte ich ihr die Auswirkungen ihres letzten Briefes und das ich versucht hatte Selbstmord zu begehen.


    Sie erschrak und entschuldigte sich auch sofort dafür: „Es tut mir leid. Ich wusste nicht das du mich so sehr geliebt hattest und über die Auswirkungen des Briefes war ich mir nicht im klaren... Ich hatte in dem Augenblick nur Augen für meinen neuen Freund. Es tut mir leid!“


    Danach erzählte sie, das ihr „toller Freund, der immer für sie da sein wollte“ sie schon seit längerer Zeit verlassen hatte.


    Eigentlich liebte ich sie ja immer noch, sie hatte mich zwar sitzengelassen, aber ganz, ganz tief im inneren meines Herzens war die Liebe immer noch so stark wie früher, ich hatte sie einfach nicht vergessen können...
    Sie liebte mich noch...
    Ich hatte ihr verziehen, ich konnte einfach nicht anders.


    Ab dem Tag an waren wir wieder zusammen und leben jetzt noch glücklich in einem kleinen bescheidenen Haus in England.
    Nichts auf der Welt wird uns je wieder trennen können!





    Die Idee zu dieser Story kam mir schon vor längerer Zeit und es sollte eigentlich ein Gedicht werden. Aber ich glaub Gedichte schreiben liegt mir nicht besonders...


    Ich hoffe die Story hat euch gefallen und ihr schreibt mir einen klitzekleinen Kommi ;)

  • Also ich find sie einzigartig gut , muss mal gesagt werden :D :D


    Aber irgendwie fehlt die Aussprache


    Es tut mir leid, dass ihr in Zukunft auf mich verzichten müsst. Ihr wart eine tolle Community und die Arbeit mit euch hat mir stets Freude bereitet, doch meine Interessen haben sich verändert. 17 Jahre war ich dabei, davon fast 15 Jahre als Moderator. Es wird an der Zeit diese Position an eine neue und junge Generation weiter zu geben.


    Liebe Grüße
    Lunar
    Moderatorin