Der 2. Weltkrieg

  • Für mich war Schindler ein kapitalist der sich letztendlich für die richtige Seite entschieden hat dadurch unter größter Gefahr zum Held wurde.Ich glaube auf Stauffenberg trifft am besten das Wort Märtyrer zu

    Märtyrer? Er war nicht bereit für seine 'Überzeugung' zu leiden oder zu sterben, sonst wäre er bei der Tasche geblieben. Streng genommen war er schlicht ein Verräter, jemand der eine Tat gegen seine Oberen nur plante, um selbst davon zu profitieren.

  • Abgesehen davon war die Nachfolgerfrage ja auch mit Blick auf die Alliierten wichtig. Denn de facto mussten diese den auch akzeptieren, sprich bereit gewesen sein zu Verhandlungen. Damit wären aber Goebbels und Himmler schon mal weg gefallen...letzter hatte ja auch versucht Kontakt zu den Alliierten aufzunehmen, nur wollte keiner mit ihm verhandeln.

  • Es gab doch einen Nachfolger, Hitler benannte Rudolf Hess zum Nachfolger als letzte Amtshandlung.

  • Es gab doch einen Nachfolger, Hitler benannte Rudolf Hess zum Nachfolger als letzte Amtshandlung.

    Es ging um die Nachfolge im Falle eines Sturzes. ;) Allerdings ernannte Hitler nicht Hess zu seinem Nachfolger sondern Karl Dönitz.

  • Ja ich weiß das es Dönitz war, aber am Ende war es anders ...

    Bei einem Sturz wäre es eher Goebbels oder Speer, denn beide standen in seiner Gunst weitaus höher als Goering oder Himmler.

  • Das verstehe ich nicht mit 'in der Gunst weitaus höher'? Das wäre doch egal gewesen wenn man Hitler gestürzt hätte oder? Weder Goebbels noch Speer hätten die Führung übernehmen können, da niemand von der Armee ihnen gefolgt wäre. De facto war es aber 1944 eh zu spät, die Alliierten hatten längst die Oberhand, ergo gab es keinen Grund für sie etwas anderes als Kapitulation auszuhandeln.

  • Ich hab mich gerade falsch ausgedrückt. Ich dachte nicht an einen direkten Sturz, wie bei einer Revolution sondern eher daran, dass einer der beiden wohl eher den Führer hätten beeinflussen können mit den Alliierten zu kooperieren.

    1944 war es wirklich zu spät, denn Hitlers "Gedanke" ein vereintes Europa zu schaffen, war da so (gut) wie vorbei.

  • Ah ja, war etwas verwirrt. Jetzt ist klarer. :)


    Tja ein Europa ähnlich dem heuten hätte er schaffen können...nur halt nicht so und mit diesen Leuten.

  • Ich habe ja auch nicht Hitler damit gemeint, die Idee eines gemeinsamen Europas (natürlich anders als heute, war ja auch eine andere Zeit) gab es aber auch in seinem Umfeld. Und wirklich 'frei' ist das Europa von heute auch nicht, eben so wird den Mitgliedern vieles aufgezwungen. Ich bin allerdings der Ansicht das Hitler durchaus einen anderen Weg hätte gehen können, wären andere Leute um ihn herum gewesen und er nicht so beeinflussbar gewesen. Soll heißen, ich halte ihn nicht für grundlegend für einen kriegstreibenden und alles verfolgenden Menschen. Da sehe ich Himmler als führend an, was den Rassenwahn anging. Es gab genug Punkte wo Hitler sein eigenes Schicksal beeinflusst hat. Den Krieg hätte es so oder so gegeben, aber die nicht zwingend mit diesen 'Folgen'. Als die Wehrmacht in der Sowjetunion einmarschierte sah man sie bekanntlich auch nicht gleich als Feind an, sondern ehr als Hoffnung darauf weg zu kommen von Stalin...wenn man sich dann aber eben aufführt wie ein Herrenmensch, geht das nach hinten los.


    Und hätte er sich 1934 gegen Himmler statt Röhm entschieden, hätte Deutschland sicher auch davon profitiert. Und viele Millionen Menschen eben so.

  • Und hätte er sich 1934 gegen Himmler statt Röhm entschieden, hätte Deutschland sicher auch davon profitiert. Und viele Millionen Menschen ebenso

    Das halt ich für bischen weit hergeholt.Himmler, Goebbels und Göring waren zwar wichtige Faktoren für Hitlers Aufstieg,aber ich denke er war ich jemand der sich manipulieren bzw von jemand beeinflussen lässt.Gutes bsp dafür sind die letzten Tage im Bunker.Die Generalität hat mit engelszungen auf ihm eingeredet,aber er hat Armeen und Divisionen auf der Karte verschoben die in Wahrheit garnicht mehr existierten.Da gab's keine Entscheidung "Himmler oder Röhm".Röhm musste "gehen" weil er Kontrolle über die Streitkräfte wollte.

  • Das halt ich für bischen weit hergeholt.Himmler, Goebbels und Göring waren zwar wichtige Faktoren für Hitlers Aufstieg,aber ich denke er war ich jemand der sich manipulieren bzw von jemand beeinflussen lässt.Gutes bsp dafür sind die letzten Tage im Bunker.Die Generalität hat mit engelszungen auf ihm eingeredet,aber er hat Armeen und Divisionen auf der Karte verschoben die in Wahrheit garnicht mehr existierten.Da gab's keine Entscheidung "Himmler oder Röhm".Röhm musste "gehen" weil er Kontrolle über die Streitkräfte wollte.

    Röhm wurde untergeschoben einen Putsch gegen Hitler zu planen, und die 'Beweise' dafür stammten alle samt von Himmler, Goebbels und co. Hitler hat es am ende geglaubt und Jahre später mal selbst geäussert das er es bedauerte. Am Ende haben ja auch andere den größten Nutzen daraus gezogen das Röhm weg war. Es geht nicht darum das andere Hitler sagten was er tun sollte (das er dies dann nicht mal eben tat ist klar), aber wenn du Leute in deinem Umfeld hast die dich in noch in deinen Ideen (selbst die schlechtesten) bestärken (weil sie selbst auch Nutzen daraus ziehen) dann ist das schon eine gewisse Beeinflussung (sei es nur durch falsche Informationen etc.). Röhm hatte damals öffentlich die NS Vorstellungen in Punkto Ideologie (zb. auch Thema Frau) kritisiert. Wer hatte es sonst getan? Keiner. Denn sie lebten alle gut von dem was dann kam. Himmler wollte die umfassende Macht für 'seine' SS plus seine Rassenideologie ausbauen und ausleben. Dazu die Konkurrenz zur Wehrmacht mit der Waffen-SS (was heute auch völlig falsch dargestellt wird von 'gewissen' Leuten). Unter Röhm hätte es genau diese drastische Ideologie nicht gegeben...die beiden waren in ihren Vorstellungen völlig verschieden. Wobei man Röhm ohne Frage auch einiges an Naivität vorwerfen kann, denn letztendlich wurde er ja 1934 sogar noch von befreundeten Juden gewarnt. Aber er war sich halt sicher das Hitler weiter hinter ihm stehen würde....


    Die letzten Monate im Bunker sind was völlig anderes, da war er eh schon fernab jeder Realität.... und Martin Bormann schottete ihn hier ja auch ab.


    Aber eigentlich wollte ich damit nur sagen das es nicht so einfach ist, wie manche tun, wenn es darum geht diese zeit zu beurteilen. Es gab viele Faktoren und nicht nur schwarz und weiß...es mag makaber sein, aber de facto basierte ein Teil der 'Leistung' in den KZs auch darauf das die Häftlinge selbst mithalfen. Ohne diese 'Mithilfe' hätte man viel mehr Personal aufbringen müssen bzw. man wollte so auch vermeiden die eigenen Leute zu sehr zu 'belasten'. Es war ein brutales und negatives Ereignis, aber gesellschaftlich und sozialtechnisch auch sehr kontrovers. Ich finde diese 'deutsche' Art alles auszublenden genau so unverständlich wie dieses 'wir tragen die Schuld'.

  • Hab letztens eine interessante Doku geschaut. Dort wurde erwähnt das die Deutschen vergessen haben am Rhein eine größere Brücke zu sprengen. Ohne diesen Fehler wäre der Krieg an der Westfront wohl in ganz andere Bahnen gelaufen. Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen das eine einzige Brücke soviel Unterschied am Ausgang des Krieges an der Westfront gemacht hätte

  • Die Geschichte der Brücke von Remagen dürfte allgemein bekannt sein.

    Wenn die Amis die Brücke nicht übernehmen hätten können, hätte es sicherlich lange gedauert bis sie selbst etwas auf die Beine gestellt hätten um den Rhein zu überqueren.

    Da Adolf das mit allen Mitteln verhindern wollte, hätte er sicher die letzten Reserven zur Verhinderung dahin geschickt.

  • Hab letztens eine interessante Doku geschaut. Dort wurde erwähnt das die Deutschen vergessen haben am Rhein eine größere Brücke zu sprengen. Ohne diesen Fehler wäre der Krieg an der Westfront wohl in ganz andere Bahnen gelaufen. Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen das eine einzige Brücke soviel Unterschied am Ausgang des Krieges an der Westfront gemacht hätte

    Der Ausgang des Krieges ansich nicht, verloren hätte man dennoch. Nur es hätte sich wesentlich verzögert und den Alliierten auch mehr Kräfte gekostet. Am Ende war es sicher gut das die Brücke noch stand, da man letztendlich damit Leben rettete welche es noch gekostet hätte, wenn der krieg sich verlängert hätte.