Asylbewerberheime

      Ich habe da vor ein paar Wochen schon was zu gelesen, angeblich ist das bereits Praxis.

      Ich finde es extrem geschmacklos und kann sowas, trotz des akuten Platzmangels, nicht gutheißen.
      Das Gewissen ist fähig, Unrecht für Recht zu halten. Inquisition für Gott wohlgefällig und Mord für politisch wertvoll. Das Gewissen ist um 180° drehbar." (Erich Kästner)

      "Eine Rose gebrochen, bevor der Sturm sie entblättert." (Lessing)

      "Demokratie ist nicht die Herrschaft der Vernunft. Auch falsche Entscheidungen können demokratisch sein. Das ist zu akzeptieren" (Mein Chef, zumindest so in etwa)
      dieses Thema ging die letzten tage auch bei uns im ösiland die runde.
      man ist natürlich geteilter Meinung was so etwas anbelangt.
      auch wenn es einige geschmacklos finden, vertrete ich jedoch die Meinung: wenn ich in einem land verfolgt werde und flüchte weil es mir dort ja angeblich so schlecht geht, würde ich auch lieber in einem ehemaligen kz schlafen/leben als auf der Strasse.
      Hirn ist keine Seife, man kann es benutzen ohne das es weniger wird.
      Die Möglichkeit, in geschichtsträchtigen Gebäuden Menschen unterzubringen sollte man erst nach reichlicher Überlegung und nach Prüfung anderer Möglichkeiten berücksichtigen. Allerdings sollte man auch bedenken, daß viele Gebäude von den damaligen Machthabern genutzt wurden. Beispielsweise wurden Gebäude eines ehemaligen KZ-Außenlagers in Schwerte als Kindergarten und für Pfadfinder genutzt. Ich kann mich nicht erinnern, daß dies jemals in der Presse erwähnt wurde.
      Wer morgens zerknittert aufsteht, hat am Tag die besten Entfaltungsmöglichkeiten.
      Aber da muss ich unserem Neuzugang (oder neuen Gefangenen) zustimmen. Besser als auf der Straße. Es gibt genug in Deutschland die es nicht Warm und trocken haben. Besonders jetzt im Winter
      Pommes Frites enthalten bis zu 23% weniger Schadstoffe, wenn man vor dem Frittieren die Verpackung entfernt.

      Alice - kleine Maus folgte ihrem Schatz Pfingsten 2017
      Nicklas - friedlich im Schlaf über die Regenbogenbrücke geflogen (12.03.2017)
      Viktor - knall gelb, nur ganz kurz bei mir gewesen (15.09.16)
      Finn - hat mich am 25.07.2016 schon wieder verlassen
      Jack - ein Jahr hat mein kleiner Süßer gekämpft: 24. oder 25.02.2016
      liebste Pauline: 13.03.2013
      Emil - am 29.11.2011 verstorben
      Ich kannDTH nur zustimmen. Es ist einfach nur makaber. Im Außenlager von Dachau, sollen die Flüchtlinge in Etage zwei und drunter ist eine Gedenkstätte. Mal ehrlich, unten kann man lesen, wie man Zwangsarbeiter ( zum teil ausländische) ausgebeutet, gefoltert und in Menschenunwürdigen Bedingen hausen ließ und oben drüber, werden 90 Flüchtlinge von unserer Gesellschaft ausgegrenzt. Das würde viel über Deutschland aussagen.
      Ich fand die Diskussionen in Leipzig schon abartig. Dort plante man die Asylbewerber zu dezentrieren. Heiß, sie werden über ganz Leipzig auf verschiedene Wohnungen in normalen Wohnhäusern aufgeteilt. Die dortigen Anwohner sind auf die Barikaden gegangen.
      Kleine Anmerkung am Rande, das Leipziger Asylbewerberheim erinnert erschreckenderweise an ein Ghetto. Um die Wohnanlage ist ein Zaun gezogen, das deutsche Personal rennt mit Schlagstöcken herum (natürlich nur um die Flüchtlinge zu schützen), die hygienischen Bedingungen sind eine Katastrophe, die Schlafräume schimmeln und sind von Ungeziefer verseucht.
      Persönlich war ich dort nicht, aber Komilitonen haben Bilder und Videos im Seminar gezeigt. Die Bilder sprachen für sich.
      "Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. " Jean-Paul Sartre

      "Papa! Lene behaupet sie hätte angefangen [mit ärgern], dabei habe ich doch angefangen!" Junior beim petzen.

      Lexius schrieb:


      Ich fand die Diskussionen in Leipzig schon abartig. Dort plante man die Asylbewerber zu dezentrieren. Heiß, sie werden über ganz Leipzig auf verschiedene Wohnungen in normalen Wohnhäusern aufgeteilt.


      Ist bei uns nicht anders. Erst wurden sie in Hostels untergebracht, jetzt sollen sie in normale Wohungen. Geld gibt es von der Stadt dafür
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      Alice - kleine Maus folgte ihrem Schatz Pfingsten 2017
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      Finn - hat mich am 25.07.2016 schon wieder verlassen
      Jack - ein Jahr hat mein kleiner Süßer gekämpft: 24. oder 25.02.2016
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      Ich finde es sinnvoll, die Asylbewerber in normalen Wohungen unterzubringen, wie sollen sie sich den sonst integrieren? Und auf der anderen Seite würden die deutschen Anwohner vielleicht ihre Scheu vor Ausländern verlieren.
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      Lexius schrieb:

      Ich finde es sinnvoll, die Asylbewerber in normalen Wohungen unterzubringen, wie sollen sie sich den sonst integrieren? Und auf der anderen Seite würden die deutschen Anwohner vielleicht ihre Scheu vor Ausländern verlieren.


      Das Problem ist aber, dass viele Deutsche keine billige Mietwohnung mehr bekommen, weil die für Flüchtlinge reserviert sind und das finde ich genau so geschmacklos, wie die Unterbringung in einem ehemaligen KZ.
      Es kann doch nicht sein, wenn man als junger Mensch endlich auf eigenen Beinen stehen möchte und das Nest endlich verlässt, dass man keine bezahlbare Wohnung mehr findet, weil die für die Flüchtlinge sind. Jeder weiß wie schwer es ist auf eigenen Beinen zu stehen und wenn man keine reichen Eltern hat, ist doch auch klar, dass unser Budge als junger Mensch noch recht begrenzt ist. Es kann doch nicht sein, dass Harz4-Empfänger gebeten werden sich Wohnungen zu suchen, die nicht so viel an Miete kosten, die diese aber nicht bekommen, weil die für Flüchtlinge reserviert sind. In meinem Wohngebiet, bekommst du als Deutsche keinen Mietvertrag mehr, weil diese Wohnungen für Flüchtlinge ausgesucht wurden sind und das ist für mich genau so diskriminierent wie die Unterkunft in einem ehemaligen KZ. Du wirst hier in deinem eigenem Land klar benachteiligt, besser gesagt diskriminiert und zu allem Überfluss regen sich auch noch Flüchtlinge auf, wie schlecht es ihnen hier geht.
      Ich bin nicht doof, ihr versteht nur meine Logik nicht. ;)

      tunel schrieb:

      In meinem Wohngebiet, bekommst du als Deutsche keinen Mietvertrag mehr, weil diese Wohnungen für Flüchtlinge ausgesucht wurden sind


      Das ist aber auch nicht der Sinn einer Dezentraliesierung. In einem Wohnblock mit acht Wohnungen sollen zwei Asylbewerberfamilien einziehen. Dann sind sechs Wohnungen für die Deutschen über. Stehen diese sechs Wohnungen aber leer, finde ich es nachvollziehbar, wenn man die dann nutzt.
      Wie es nun in deiner Stadt ist, kann ich nicht sagen, aber nicht weit weg liegt ja Mittweida und da bekommt man durchaus als junger Mensch eine preiswerte Wohnung. In Chemnitz übrigens auch.
      Ich kenne es von Merseburg so, dass es in der Nähe ein Flüchtlingsheim gibt, mit schlimmen Zuständen. Andererseits können die Flüchtlinge aber auch in Wohnungen ziehen. Das ist zwar nicht gerade das beste Viertel, die Wohnungen sind aber sehr groß und billig. Dort wohnen auch viele Deutsche mit kleinem Einkommen. Und so sollte es doch sein. Ich finde es schlimm, dass die Flüchtlinge immer ghettoriesiert werden.
      Und tunel sei mir jetzt bitte nicht böse, aber dein letzte Beitrag klang stark nach, die Ausländer nehmen den Deutschen die Wohnung weg. Ist das die Ablösung von , die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg? Weil beides haut nicht so richtig hin.
      "Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. " Jean-Paul Sartre

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      Lexius schrieb:

      tunel schrieb:

      In meinem Wohngebiet, bekommst du als Deutsche keinen Mietvertrag mehr, weil diese Wohnungen für Flüchtlinge ausgesucht wurden sind


      Das ist aber auch nicht der Sinn einer Dezentraliesierung. In einem Wohnblock mit acht Wohnungen sollen zwei Asylbewerberfamilien einziehen. Dann sind sechs Wohnungen für die Deutschen über. Stehen diese sechs Wohnungen aber leer, finde ich es nachvollziehbar, wenn man die dann nutzt.
      Wie es nun in deiner Stadt ist, kann ich nicht sagen, aber nicht weit weg liegt ja Mittweida und da bekommt man durchaus als junger Mensch eine preiswerte Wohnung. In Chemnitz übrigens auch.
      Ich kenne es von Merseburg so, dass es in der Nähe ein Flüchtlingsheim gibt, mit schlimmen Zuständen. Andererseits können die Flüchtlinge aber auch in Wohnungen ziehen. Das ist zwar nicht gerade das beste Viertel, die Wohnungen sind aber sehr groß und billig. Dort wohnen auch viele Deutsche mit kleinem Einkommen. Und so sollte es doch sein. Ich finde es schlimm, dass die Flüchtlinge immer ghettoriesiert werden.
      Und tunel sei mir jetzt bitte nicht böse, aber dein letzte Beitrag klang stark nach, die Ausländer nehmen den Deutschen die Wohnung weg. Ist das die Ablösung von , die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg? Weil beides haut nicht so richtig hin.


      Also ich habe das hier schon öffters geschrieben, ich habe nichts gegen Flüchtlinge und ich bin alles andere als feindseelig gegen Ausländer und ich finde nicht, dass sie uns die Arbeit wegnehemen, aber ich sage ganz klar, ja sie nehmen uns die Wohnungen weg. Und das eine Wohnung sechs Wochen leer steht, ist bei uns auch oft dem Vermieter zu verdanken, der einfach nicht zulässt, dass die Wohnung von deutschen bezogen wird. In meinem Haus wohnen fast nur ältere Menschen, letztes Jahr ist da eine älteres Ehepaar in ein Seniorenheim gezogen, noch als die bei uns gewohnt haben, wollte mein Nachbar in die Wohnung ziehen, der Vermieter hat ihm aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich wohne ganz oben (kein Fahrstuhl) und mein Nachbar ist auch nicht mehr der jüngste, weshalb es klar ist, warum er von ganz oben nach fast ganz unten ziehen wollte. Der wohnt seit 30 Jahren in der Wohnung, 30 Jahre zahlt er pünktlich seine Miete und jetzt darf er nicht einmal wegen seines Aters in eine für ihn bessere Wohnung ziehen. Ein Arbeitskollege von mir wollte für seine Tochter eine günstige Wohnung, also habe ich ihn zu meinem Vermieter (Großvermieter) geschickt, die haben gesagt, es gibt zurzeit keine freien Wohnungen, was glatt gelogen ist. Also das Interesse an diesen Wohnungen hier ist groß, nur werden die nicht an deutsche mehr vermietet. Wenn du als Deutscher dir das gefallen lässte, bitte, aber es kann doch nicht sein, dass man im eigenen Land so diskriminiert wird. Und in Chemnitz weiß ich, dass es dieses Problem auch gibt, immerhin arbeite ich mit einigen aus Chemnitz zusammen.
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      Ich kann dir aber auch genug Beispiele aus dem letzten Jahr sagen, die in Chemnitz schnell eine günstige Wohnung gefunden haben. Und ich rede hier nicht nur von den billigen elf Geschossern.
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      Für meine Gegend kann ich nur sagen, dass ich hier noch nie vernommen habe, dass jemand wegen Flüchtlingen keine Wohnung bekommen hat. Wohnungen werden höchstens freigehalten, wenn der Vermieter auf städtische Mietzahlungen spekuliert, das betraf in allen mir persönlich oder aus der Presse bekannten Fällen aber nur Deutsche.
      Die in hiesigen Städten begründete Wohnungsnot hat übrigens nichts mit Flüchtlingen zu tun, sondern allein mit Studenten. Und wenn man bereit ist, auch auf Vororte auszuweichen, dann hat sich das Thema Wohnungsnot schnell erledigt.

      Aber (um mal wieder auf Pegida zurückzukommen) hier sieht man sehr schön, dass die Forderungen vermutlich nur eine Farce sind. Da wird dezentrale Unterbringung gefordert, wenn man versucht das umzusetzen, heißt es, den Deutschen werden die Wohnungen weggenommen. Also am besten doch alle draußen lassen.

      Um wieder zur Unterbringung in ehemaligen KZs zurückzukommen: Ich denke nicht mal, dass die Flüchtlinge das so geschmacklos finden. Es ist vermutlich nicht die Traumunterkunft, aber die historische Bedeutung wird sie weniger stören.
      Wir Deutschen sollten uns aber vielleicht doch daran stören, weil man damit einfach auch ein negatives Zeichen setzt. Und selbst, wenn das Zeichen beim Empfänger weniger gravierend ankommt, so bleibt es negativ.
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      Die Flüchtlinge wird es auch nicht stören. Die kennen von ihrer Flucht noch ganz andere Lager und werden froh sein, wenn sie ein Dach über den Kopf und fließend Wasser haben. Aber dennoch muss es nicht sein. Ich bin aber eh gegen jede Art der "Lagerhaltung" von Flüchtlingen.
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      "Papa! Lene behaupet sie hätte angefangen [mit ärgern], dabei habe ich doch angefangen!" Junior beim petzen.
      Aber selbst das ist bei uns ein Problem, was ich immer öffter vernehme. Bei uns gibt es viele Stundenten in Zwickau, viele von außerhalb, aber viele werden bei der Wohnungssuche abgewiesen. Es gibt zwar Studentenheime, aber die platzen aus allen Nähten.

      Das Problem ist aber auch, bei uns werden viele Wohnblöcke abgerissen, obwohl die Nachfrage da ist und das verstehe ich nicht, so hätte man doch Unterkünfte für Flüchtlinge, Studenten und andere Menschen. Auf der einen Seite werden die Blöcke abgerissen, auf der anderen Seite stehen viele Wohnungen frei, weil sie für Flüchtlinge freigehalten werden (bei Blöcken die nicht abgerissen werden), obwohl die Nachfrage enorm ist, wo rentiert sich das noch?

      Selbst große Parkplätze, wo Studenten seit Jahren gratis parken, werden plötzlich kostenpflichtig gemacht, was aber nichts mit Ausländern zu tun hat. Mich regt das halt alles bloß auf, weil du hier im eigenem Land immer mehr benachteiligt wirst.
      Ich bin nicht doof, ihr versteht nur meine Logik nicht. ;)
      Die Benachteiligungen haben aber nichts mit den Ausländern zu tun. Die können nichts dafür, dass Häuser abgerissen werden.
      Die Benachteiligungen entstehen durch die Politik. Nehmen wir einen eine alleinerziehende Harzt IV - Mutter und eine alleinerziehende Studentin, welche BaföG bezieht. Die Harzt IV- Mutter hat einen Anspruch auf ca. 1100 Euro (Wohnung, Kindergeld ect. alles drin), nebenbei bekommt sie die ganzen Harzt IV- Ermäßigungen ( in Halle zum Beispiel den Hallepass), das Bildungspaket für das Kind ect.
      Die Studentin bekommt knapp 1000 Euro Bafög (wir gehen vom Bafög- Höchstsatz aus; Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss und Kindergeld schon drin). Sie bekommt nicht das Bildungspaket, die Hartz IV- Ermäßigungen ect. Achja und sie sollte schon sparen, vom Bafög darf sie die Hälfte zurück zahlen.
      Ist das gerecht? Ich denke nicht!
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      Ich habe auch nie behauptet das es die Schuld des Ausländers ist. Aber ob Flüchtling oder nicht, an erster Stelle sollte das Wohl des eigenen Volkes stehen und das wird bei der Zuwanderung in Deutschland oft missachtet. Es regen sich alle wegen Pegida, Legida, oder wie die Gruppen alle heißen auf, aber unsere Politiker sollten sich mal ernsthaft fragen, warum solche Gruppen enstehen, es ist bestimmt nicht der Hass auf Ausländer, die meisten schließen sich solchen Gruppierungen an wegen der ungleichen Behandlung und dafür habe ich absolutes Verständniss. Das solche Gruppen dann auch gern von Nazis unterwandert werden, dass ist eine andere Sache, die ich natürlich nicht gut heiße. Viele Politiker fordern leichtere Gesetzte bei Zuwanderung, bei so etwas könnte ich kotzen, ich fordere sichere und stärkere Gesetzte. Ich habe das hier schon erwähnt, in Schneeberg, paar Kilometer entfernt, sind nur 2% der dort angesiedelten Flüchtlinge wirklich Flüchtlinge, der Rest hat sich sein Asylrecht ergaunert und die Politik macht nichts dagegen. Wenn ihr der Meinung seit, dass ist gerecht, dann sage ich guten Nacht Deutschland. Wegen solch einer Ungerechtigkeit wie in Schneeberg gehen solche Leute wie Pegida auf die Straße und trotzdem werden die als die Bösen dargestellt. Glückwunsch, Medienhetzte hat wunderbar funktioniert.
      Ich bin nicht doof, ihr versteht nur meine Logik nicht. ;)
      Die einen schiebens auf die Medienhetze, die anderen fordern ein Bildungspaket für Dresden, alles eine Frage der Perspektive. Vielleicht sollte man mal aufhören, Menschen mit einer anderen Meinung immer Unwissenheit, Naivität oder gar Manipulierbarkeit vorzuwerfen, die Diskussion würde dann sachlicher werden. Wobei ich es durchaus verstehen kann, ich frage mich häufig auch, warum man das und das nicht verstehen kann. Aber die Frage stellen sich wohl auch beide Seiten.

      Ich hätte gerne mal eine seriöse Quelle für diese 2 %, die du immer wieder anführst.
      Davon abgesehen: Wie viele Flüchtlinge kennst du und mit wie vielen hast du dich unterhalten? Es ist jetzt nicht so, dass ich eine repräsentative Zahl kennen würde (und ich weiß, dass Beispiele aus dem persönlichen Bereich immer schlechte Beispiele sind, aber mit anderem kann ich gerade nicht aufwarten), aber ich kenne politische Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge. Ich frage mich manchmal, was ihr euch unter Wirtschaftsflüchtlingen so vorstellt. Das sind ja nicht irgendwelche Afrikaner, die da in ihrem Land hocken, ähnlich deutschen Sozialleistungsbeziehern und sich denken: Och in Deutschland bekäme ich fürs Nichtstun ja schon mehr. Diese Leute leben in rechtsstaatswidrigen Systemen mit zumeist hoher Kriminalität. Armut hat dort ein ganz anderes Ausmaß als hier. Und wenn diese Menschen ihren Familien zurück lassen, die Gefahr der Flucht auf sich nehmen, um hier eine Lebensgrundlage zu erwirtschaften, dann steht am Anfang meist der Gedanke: Kann ich mein Leben weiter ertragen oder riskiere ich den möglichen Tod auf dem Mittelmeer (je nach Weg). Und diese Leute sehen während der Flucht, wie viele Menschen den Weg nicht schaffen.

      Ich weiß, dass es keine Lösung ist, diese Menschen hier alle aufzunehmen, aber sie als Sozialschmarotzer zu bezeichnen oder ihnen ein Ergaunern von Asylrecht zu unterstellen, empfinde ich als Unverschämtheit.
      Und wenn ich überlege, wie wir hier leben, dann spricht es schon sehr für sich, wenn man Angst hat, diese Menschen könnten einem unverdienter Weise etwas wegnehmen.

      Davon abgesehen, sollten wir mal anfangen zwischen Asylberechtigten, Flüchtlingen und Menschen mit subsidiären Schutzanspruch zu unterscheiden. Im Jahr 2014 sind von 128911 Asylanträgen nur 1,8 % (2285) als berechtigt beschieden worden.
      Über 30 % der Anträge werden hier übrigens gar nicht entschieden, sondern sofort nach dem Dublin III- Abkommen zurückgeschickt. Ca. 33 % werden abgelehnt, diese Fälle haben sich bis zur Entscheidung unrechtmäßig hier aufgehalten, aber dass das Verfahren beschleunigt werden muss, habe ich nie bestritten. Für die fehlenden Werte empfehle ich bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/…df?__blob=publicationFile , sofern ihr einem Link von einem Bundesministerium vertraut.

      Ich glaube übrigens, dass sich das Pegida und Legida-Problem bald von alleine löst. Pegida zersetzt sich ja derzeit selbst, und ab einer gewissen Masse ist einfach Schluss, weil es eben doch viele gibt, die es anders sehen.
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      "Demokratie ist nicht die Herrschaft der Vernunft. Auch falsche Entscheidungen können demokratisch sein. Das ist zu akzeptieren" (Mein Chef, zumindest so in etwa)
      Ich gehe jetzt mal ein bisschen von eigentlichen Thema ab.

      Ich finde es immer wieder erschreckend, wie zwischen Ausländern in Deutschland unterschieden wird. Mal ehrlich, die Asylbewerber aus dem Iran, Irak, Afrika und Co, sind hier doch garnicht willkommen. Aber wenn ein Kanadier mit 4 Mio. auf dem Konto sich in Deutschland niederlassen will, dann wird er mit Kusshand und offenen Armen empfangen. Selbes gilt für top Wissenschaftler, Ärzte und co.
      Aber auch unter den "normalen" Flüchtligen befinden sich eine Menge gut ausgebildete Menschen, die zudem willig sind zu arbeiten. Warum also lässt man sie nicht einfach? Wir haben in Deutschland nunmal einen Fachkräftemangel und da müssten wir uns doch über die Zuwanderer feuen.
      Und man darf nicht vergessen, die Leute die unter den schlimmen Fluchtstapazen zu uns kommen, waren in ihrem Land nicht die Ärmsten Menschen. Für eine Flucht per Schmugglerbande zahlt man schon mal 3000-6000 Euro pro Person. Zumindest ist es das, was mir Flüchtlinge erzählt haben. Sie kommen als nicht in nach Deutschland um das Harzt IV abzugreifen.

      Hin und wieder sollte man sich solche Dinge auch mal vor Augen halten.

      @ tunel woher weiß du, dass sich soviele Ausländer das Asylrecht "ergaunert" haben?
      "Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. " Jean-Paul Sartre

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      Folgendes erzählte uns unser Sohn gestern. Ein Kollege hat vor einigen Tagen eine Bekannte in seinem Haus aufgenommen, die von ihrem Mann geschlagen und gedemütigt wurde. Die Frau hat zwei kleine Kinder und das Dritte ist unterwegs.
      Nachdem sich die Frau etwas beruhigt hatte ging sie mit dem Kollegen zum Amt, um nach einer Wohnung zu fragen. Auf dem Amt erfuhren sie dann, daß Wohnungen vorhanden wären aber diese für Asylbewerber offen gehalten werden müssen. Man hätte für sie nur eine kurze Möglichkeit sie in einem Obdachlosenwohnheim unterzubringen. Die Frau wäre froh wenn es nur irgendeine Möglichkeit geben würde. Die Frau kenne ich nicht, aber ich kenne den Kollegen unseres Sohnes und glaube ihm das.
      Ohne eine Partei zu ergreifen macht das Verhalten der Stadt schon ein wenig nachdenklich.
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