Posts by DerGesichtseimer

    Kapitel 6


    Wir erstarrten fast zu Salzsäulen. Der Mann kam näher und ging um uns herum. Sein Gewehr hielt er mir fast ins Gesicht und er schaute drohend drein. Sie hatten uns. Nun war alles vorbei. Einige Sekunden, die mir aber wie Stunden vorkamen, vergingen ohne das sich einer von uns bewegt hatte. Der junge Soldat schien mit der Situation genauso überfordert zu sein wie wir und so taten wir erstmal nichts anderes, als einander anzuschauen. Sein Gesicht verriert mir, dass er noch nicht so lange bei der Armee sein konnte, da es einen jugendlichen Ausdruck und eine gewisse Unsicherheit wiederspiegelte. Immer noch standen wir einfach da, bis Carter, der schräg hinter mir stand, plötzlich ruckartig aufschaute. Ich traute mich nicht den Kopf zu wenden, aber aus dem Augenwinkel heraus bemerkte ich seine Bewegung und seinen suchenden Blick. Auch der Deutsche drehte sich blitzartig um. Nichts. Misstrauisch beäugeltete er Carter von der Seite. "Glaubst wohl, du kannst mich verarschen?", grunzte er ihm entgegen. Seine Stimme hatte er absichtlich tiefer gestellt, weil es unwahrscheinlich war, dass so ein schmächtiges, junges Bürschen so eine tiefe Tonart hervor bringen konnte. Doch es bewegte sich wirklich etwas hinter ihm... Ich konnte nicht erkennen, was es war, weil ich dazu meinen Kopf zu Seite hätte legen müssen und das hätte nur weiter die Aufmerksamkeit des Deutschen geweckt. Ich konnte nur hoffen, dass es gut für uns war.
    Dann passierte alles Schlag auf Schlag. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Kinch holte mit aller Kraft aus und traf den Jungen direkt auf den Hinterkopf. Dieser hatte nicht einmal mehr die Zeit zu schreien oder seine Waffe zu betätigen als er bewusstlos zu Boden ging. Ivan stand einfach nur mit einem Gewehr, von dessen Lauf nun Blut tropfte da, und schnaufte schnell. "Da-das war ga-ganz schön kna-knapp", meinte Newkirk. Ich konnte mich vor lauter Überraschung immer noch nicht bewegen, also war es LeBeau, der mich mitschleifte. Nur raus hier. Und keine Zeit dabei verlieren.
    Wir rannten durch die Gänge ohne darauf zu achten, ob uns nun jemand im Weg stand oder nicht. Einige Male krachten wir mit Deutschen zusammen, aber das war uns egal. Wir würden es schaffen. Wir würden wieder ins Stalag 13 kommen. "Interessiert dich gar nicht, was ich gefunden habe?", fragte mich Kinch unterm Laufen. Ich zuckte nur mit den Schultern. "Unsere Akten." Er grinste mir frech entgegen. Und ich tat es ihm gleich. Das waren gute Nachrichten. Nun konnten sich uns gar nichts mehr. Mittlerweile waren die ganzen SS-Soldaten, die hier stationiert waren, hinter uns her.Es herrschte helle Aufregung. Überall wurden deutsche Begriffe durch die Gegend gebrüllt. Doch wir hatten ein gutes Gefühl. Wir konnten die Tür in die Freiheit schon sehen und die frische Luft schon förmlich riechen. Dann würde es ein Ende haben, die ganze Quälerei. Ich war die Erste, die ankam und riss die Tür auf. Es war immer noch dunkel, aber man konnte schon ganz leicht die Morgenröte sehen. Es würde ein wunderschöner Tag werden.
    Ich hatte die das Gebäude schon knapp einen Meter weit hinter mir, da fiel ein Schuss. Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Rücken. "NEIN!!!" Ich hörte Newkirk hinter mir schreien. Ein zweiter Schuss wurde abgefeuert. Und wieder der Schmerz. Ich war taub. Ich konnte nichts mehr hören und ich fühlte wie langsam meine Knie nachließen. Ich sah Carter, Kinch, LeBeau und Newkirk, der von Hogan gezerrt wurde an mir vorbei rennen. Ja, lauft in die Freiheit! Ich wünsche euch alles Gute! Ich sah ihre vor Schreck geweiteten Augen als ich auf den Boden aufschlug. Dann wurde alles schwarz.



    Zwei Wochen später....


    Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten die Bretter von Baracke 2. Es war wieder Ruhe im Stalag 13 eingekehrt. Sie SS-Männer wurden schnell abkommandiert und Klink hatte wieder seinen Posten als Lagerkommandant inne. Fünf Männer wurden wenig später von seinen Wachen geschnappt und zurück ins Lager gebracht.
    "Aufstehn! Gehn mer, gehn mer! Morgenappell is und der Oide wartet scho!" Wie zu erwarten, bekam Schultz nichts weiter als ein müdes Murren der Gefangenen zu hören. Langsam bewegten sich sich. Fast schon in Zeitlupe.
    Zehn Minuten später standen sie in zwei Reihen auf dem Appellplatz. Alle sahen sie müde und verschlafen aus, doch einer war kaum wiederzuerkennen. Newkirk. Er hatte seit ihrer Ankunft kaum etwas gegessen und so ziemlich mitgenommen aus. Sonst immer als lebenslustig bekannt, sagte er kaum noch etwas. An lachen war schon gar nicht zu denken. Für seine Freunde war das kaum erträglich ihn so leiden zu sehen. Vor allem für Carter, für den Newkirk einen großen Bruder darstellte. Er hatte noch etwas, was er ihm unbedingt geben musste und von dem er sich sicher war, dass es seine Laune bessern konnte. Doch er wollte ihn allein sehen, damit es nicht alle mitbekamen. Bloß stellte sich das im Moment als sehr schwierig heraus. Ständig stand Peter unter Beobachtung, da jeder hier das Gefühl hatte, er würde irgendwann eine Dummheit begehen. Also schnappte ihn sich Carter als Newkirk nach dem Mittagessen, bei dem er wieder keinen Bissen runter bekommen hatte, zum Fuhrpark schlenderte. "Newkirk, warte doch mal." Doch Peter machte keinen Anstalten stehen zu bleiben oder sich auch nur umzudrehen. Er ignorierte Carter einfach. Aber der ließ nicht so einfach locker wie es sich der Engländer vielleicht gewünscht hätte. "Ich hab was für dich", verkündete er und und lief etwas schneller, damit er seinen Kumpel einholen konnte. Als er neben ihm lief, packte er ihn am Arm und riss ihn herum. Er blickte in ein trauriges Gesicht und Newkirk wirkte auf einmal wirklich alt. Carter holte ein kleines Büchchen aus seiner Hosentasche und drückte es Peter in die Hand. Noch ein auffordernder Blick und dann verschwand er wieder in Richtung Baracke.
    Newkirk blickte auf das Buch in seinen Händen. Zwar wusste er nicht, was es damit auf sich hatte, aber seine Neugierde war geweckt. Er öffnete den Deckel und erkannte sofort die Schrift. Maxim....
    Er begann zu lesen. "Dear diary..."


    So, Ende aus und feddich! :D

    Ja, das manche so kleinlich sind, nervt schon ganz schön. Wenn ich dort mitkochen würde und jemand würde sich über meine Deko aufregen und mir deshalb Punkte abziehen, würd ich mich auch ärgern.
    Aber die Sendung an sich find ich klasse und die Kommentare sind sowieso das beste.


    Liebe Grüße,
    Susanne

    :D


    So, jetzt bin ich dran. Aaaalso.
    Ich bin weiblich und eine Schauspielerin. In meinen neuesten Filmen jage ich gerne Ungeheuer, wobei ich das selbe Wesen in einem Film jage, was ich im anderen Film bin. Mein Vater war auch Schauspieler und als Kind litt ich an Magersucht. Wer bin ich?

    Na ja, mein Englisch ist eigentlich schon gut, denn ich habe vor im Sommer eine Ausbildung als Auslandskorrespontentin zu beginnen und da dürfte ein Buch, wie ihr es beschreibt, eigentlich nciht so schwierig sein.
    @Every: Ich werde deine Ratschläge *räusper* (Hast wohl einen Werbevertrag bei amazon.de unterschrieben?) *g* selbstverständlich annehmen. :D

    Ich würd ja gern seine Bio lesen, aber ob ich mich da durch kämpfen soll? Ich weiß nicht.... :) Die Hoffnung, dass sie irgendwann mal auf Deutsch erscheint, hab ich auf aufgegeben.

    Hey!


    Ich hab es im Buchenwald-Thread scho mal angesprochen. Als ich mich über das KZ Buchenwald informiert habe (bei Wikepedia), entdeckte ich, dass Robert Clary angeblich inhaftiert gewesen sei. Ich weiß, dass er als Jugendlicher Häftling war, aber ich weiß nicht wo. Hat jemand von euch vielleicht seine Bio gelesen und kann mir da weiter helfen? Mich würds einfach interessieren, denn er gehört zu meinen Lieblingscharakteren bei EKvH.


    Liebe Grüße,


    Susanne

    Kapitel 5


    Es war unmöglich zu sagen, welche Tageszeit wir gerade hatten, aber ich verließ mich auf meine weibliche Intuition, die mir verriet, dass es mítten in der Nacht war. Aber jetzt mal ehrlich. Ich hatte durch den Tunneleingang gespitzt und war mir deshalb so sicher.
    Wir zogen abermals schwarze Klamotten an und legten unsere Waffen, die sich dabei auf kleinere Schusswaffen und ein Messer begrenzten, an. Eine dritte Ausrüstung hatten wir in einem Rucksack verstaut, der für Kinch gedacht war. Ohne ihn wäre diese Aktion noch sinnloser gewesen, als sie sonst schon war.
    Wir eilten durch den Tunnel, der zu den Arrestzellen führte. Dabei ging ich im Geist noch einmal alles durch. Wir hatten zwar eine Karte bei uns, doch vor lauter Nervosität hatte ich sie fast auswendig gelernt. Wenn mein Plan nicht klappen würde, dann waren wir geliefert. Und das wusste ich. Am Ausgang angekommen, zerrte ich Carter, der schon fast drausen war, zurück. Er zog eine beleidigte Schnute, aber darauf konnten wir jetzt keine Rücksicht nehmen. Wurden Kinch und ich schon da oben erwischt, hatte er eine geringe Chance sich noch aus dem Staub zu machen. Ich kletterte nach oben und lugte in Klinks Zelle. Er schlief tief und fest. Wenigstens er würde uns keine Probleme machen. Leise schlich ich zu der Tür, hinter der Kinch schon bereit stand. Ich machte mir nicht die Mühe ihn zu begrüßen, sondern reichte ihm einen Dietrich durch die Gitter des Guckloches. Er war eindeutig geschickter in solchen Dingen, als ich es war. Es dauerte auch nicht lange, da öffnete sich die Tür langsam. Die erste Hürde war geschafft.
    Ich gab ihm ein Zeichen mir zu folgen. Gemeinsam stiegen wir in den Tunnel. Ich konnte Carters Gesichtszüge in der Dunkelheit nicht erkennen, doch ich meinte ein Lächeln zu sehen. Er klopfte Kinch auf die Schulter und überreichte ihm seine Ausrüstung. "Weiter", befehlte ich und war schon wieder voll in meinem Element. Der arme Kinch war nun gezwungen sich im Laufen anzuziehen, was mir allerdings völlig schnuppe war. Es dauerte einige Zeit bis wir an unserem Ziel, dem Tunneleingang unter der Hundehütte angekommen waren. Es hat schon einiges für sich, wenn das ganze Lager verwanzt ist. Der Laster des Lagers stand wie bestellt nur einige Meter weit entfernt und Schultz, der peinlich genau darauf achtete unter den Augen der SS nichts verkehrt zu machen, stand neben dem Fahrerhäuschen. Vorsichtig kletterten wir auf die Ladefläche und deckten uns mit einer Plane zu. Teil eins meines Planes war nun voll abgeschlossen. Wenn wir uns nicht verhört hatten, fuhr dieser Laster genau ins Stadtinnere von Hammelburg. Von da aus, war es nur noch ein Fünf-Minuten-Marsch zu SS-Hauptquatier in Hammelburg, in dem wir Hogan und die anderen vermuteten. Die Fahrt dauert für meine Wahrnehmung der Zeit ewig. Die holprige Landstraße ließ mich nicht vergessen, wo ich mich gerade befand, aber meine Gedanken gingen immer wieder zu Hogan und warum er mich hierher geholt hatte. Unterstützung im Kampf gegen die Schwarzröcke. Wir hatten das Quatier der SS zerschlagen wollen. Untergraben, sozusagen. Kleinere Aufträge waren dazu nötig gewesen und wir hatten auch schon Spione einschleusen wollen. Es hätte nicht mehr lange gedauert und jetzt so etwas. Sie mussten etwas gemerkt haben. Wir Idioten. Immerhin hatten wir es hier mit der SS zu tun und nicht mit einer Kindergartengruppe. Irgendwann wurde der Wagen langsamer und ich riss mich selbst aus meinen Überlegungen. Was nützten sie mir jetzt schon noch?
    "Wir sind da", stellte Carter unnötig fest und seine Stimme klang dabei trocken und so gar nicht nach Andrew.
    "Jetzt geht es um die Wurst. Aber das packen wir schon!" Ich glaubte selbst nich an meine Worte. Ich gab Kinch ein Zeichen und er deckte die Plane auf. Frische Luft strömte herein. Mein Puls raste. Ich hatte das Gefühl, dass man ihn auf zwei Kilometern noch hören könnte und er uns verraten würde. So ein Blödsinn. Wir sprangen von der Ladefläche. Erst Kinch, dann ich und als letztes Carter. Schnell flitzten wir um eine Häuserecke, um nicht doch noch entdeckt zu werden. Es war eine klare Nacht. Wir hätten nicht einmal Taschenlampen gebraucht, weil uns der Mond genug Licht spendete. Die Pflastersteine der Straße waren staubtrocken. Eigentlich beste Voraussetzungen. "Wohin jetzt, Max?", fragte mich Andrew. Ich fischte den Plan aus meiner Tasche und hielt ihn in die Helligkeit.
    Fünf Minuten später konnten wir das Gebäude sehen in dem die SS untergebracht war. Es war gut bewacht. Ein in zivil eingekleideter Mann stand an der Wand gelehnt neben der Tür und rauchte eine Zigarette. Uns war klar, dass es sich dabei um einen Schwarzrock handeln musste. Sicherlich waren Scharfschützen auf dem Flachdach postiert und auch um das Gebäude herum, entdeckten wir einige Personen, die sich für das geübte Auge recht auffällig benahmen. Passanten waren ja um diese Zeit sowieso nicht mehr unterwegs.
    "Jungs, ihr wisst was zu tun ist." So auffällig wie nur möglich gingen wir die Straße entlang. Wir liefen ihnen direkt vor der Nase auf und ab. Wenn sie uns nicht gefangen nehmen würden, waren sie selbst schuld. Aber mein Plan ging auf. Der Typ, der vor wenigen Sekunden noch so relax an der Wand gelehnt hatte, trat nun seine Zigarette aus und ging auf uns zu. Ich betete zu Gott, dass die Scharfschützen auf den Dach unter seinem Befehl standen und nicht einfach wild durcheinander schossen. Und wir hatten Glück.
    "Was macht ihr denn hier?", fuhr uns der Deutsche scharf an. Er hatte ein kantiges Gesicht und machte einen grimmigen Eindruck. Wir zuckten mit den Schultern. "Spazieren gehn", meinte Carter. Er schaute uns genau an. Erst Carter, der ihm am nähsten stand, dann mich und schließlich Kinch. Beim ihm blieb ihm fast die Luft weg. "Das ist ja ein Neger", stellte er trocken fest. "Mitkommen!" Wir fingen an heftig zu protestieren, um es natürlich rüberkommen zu lassen. "Hey, man wird doch wohl noch ein bisschen frische Luft schnappen dürfen?!" "Wir haben doch gar nichts Falsches getan." Er brachte uns mit einem Blick zum Schweigen. Der Typ war wirklich nicht zum Spaßen aufgelegt.
    Aber er führte uns direkt zu unserem Ziel. Wie nett von ihm.
    Das Gebäude sah von außen völlig normal aus. Eben ein Bürogebäude, dass mit zwei Stockwerken nicht sonderlich hoch war und überhaupt unauffällig in der Innenstadt lag. Doch als uns der Unbekannte dann durch sämtliche Gänge und schließlich in den Keller führte, war mir klar, dass die oberen beiden Stockwerke kaum genutzt wurden. Vermutlich auch eine Tarnmaßnahme der SS. Irgendwann stieß er uns in einem Raum, in dem ein großer Schreibtisch stand. Ein Mann in SS-Uniform saß dahinter und war gerade in einige Unterlagen vertieft, als der Deutsche, der uns "gefangen" genommen hatte, vortrat und salutierte. "Major Meier, diese Personen habe ich vor unserem Quatier aufgegriffen. Sie verhielten sich äußerst auffällig und es ist ein Neger unter ihnen." Den letzten Teil des Satzes fügte er noch eine abwertende Note bei, indem er die Nase rümpfte. Der Mann hinter dem Schreibtisch blickte auf. Auch seine Augen blieben an Kinch haften. "Was habt ihr hier zu suchen?", fragte er scharf. Ich ergriff das Wort bevor es jemand anderes tun konnte. "Wir wollten nur etwas frische Luft schnappen gehen. Dann kam der Neger hinzu." Ich nickte in Richtung Kinch. Der Major blickte mich argwöhnisch an. "Ihr kennt den gar nicht?" "Keine Stück, Herr Major." Carter setzte eine Unschuldsmiene auf und ich nickte eifrig. Sie sollten glauben, dass sie es mit ein paar Idioten zu tun hatten. Kinch hingegen blickte fast beleidigt drein. "Was soll das heißen, ihr kennt mich nicht? Ich bin ein jahrelanger Freund von euch." "Halts Maul", zischten Carter und ich wie aus einem Mund. Wir spielten unsere Rolle perfekt. Der Major lächelte. Er glaubte tatsächlich, dass wir uns gerade selbst verraten hatten. "So, so", sagte er mit einem genüßlichen Grinsen auf den Lippen. "Sie werden die Drei in Gewarsam nehmen!", befehlte er seinen Soldaten. "Jawohl, Herr Major! Mitkommen!"Wir schauten noch einmal verwundert drein, folgten aber ohne großen Widerstand.
    Wieder führte er uns durch einige Gänge, bis wir schließlich vor einigen Zellen halt machten. Der wachhabende Soldat kam auf uns zu und schloss mit einem Nicken an seinen Kollegen eine Tür auf. Wir wurden hinein gestoßen. Phase zwei war damit abgeschlossen.
    Wir warten einige Minuten damit der wachhabende Soldat keinen Verdacht schöpfte. Dann sagte ich leise zu Kinch: "Seh zu, dass du das Schloss aufbekommst. Wir machen das dann wie besprochen. Du siehst zu, dass du ein paar Uniformen auftreibst und wir suchen Hogan und die anderen." Er nickte kurz und trat dann hinter die Tür. Durch ein Guckloch schielte er hinaus und sobald der Soldat sich herum drehte, machte er sich daran das Türschloss mit einem Dietrich zu bearbeiten. Es lief wie am Schnürchen, aber die Anspannung war uns allen ins Gesicht geschrieben. Wenn wir aus dieser Zelle nicht herauskamen, saßen wir gewaltig in der Patsche.
    Doch das Schloss knackte und damit waren wir frei. Ich holte ein Taschentuch aus meiner Hosentasche und beträufelte es mit einer Flüssigkeit aus einer kleinen Flasche, die mir Carter reichte. Dann gab ich es an Kinch, der der Kräftigste von uns war, weiter. Dieser öffnete leise die Tür und schlich hinaus. Carter und ich blieben in der Zelle, um unnötige Geräusche zu vermeiden. Zwei Minuten später kam Kinch grinsend zurück. Er hatte es geschafft den Wachmann zu betäuben und nun war der Weg frei. "Hat dich jemand gesehen?", fragte ich sicherheitshalber. "Nein, die Luft ist rein. Wir nehmen jetzt seine Schlüssel und dann sperren wir ihn ein."
    Er schleifte den bewusstlosen Körper des SS-Mannes in die Zelle und wir schlossen ab. Danach machte er sich wie besprochen auf die Suche nach passenden Uniformen.
    Nur Carter und mir lief die Zeit davon. Wenn der Mann erst wieder aufwachen würde, dann würde er zu schreien beginnen und unsere schöne Tarnung war dahin. Also liefen wir die Zellen ab und versuchten dabei möglichst viele in einer möglichst kurzen Zeit zu überprüfen. Fehlanzeige. Kein Colonel Hogan. Kein LeBeau. Kein Newkirk. "Wo sind die?", fragte Carter verzweifelt. Ich zuckte nur mit den Schultern. Das war wirklich zum Mäusemelken. Wenn wir sie nicht fanden, dann würde uns der Hintern ordentlich auf Grundeis gehen. "Schaun wir mal in dem Gang nach." Wir bewegten uns fast lautlos um die Kurve. Das selbe Bild. Alles Zellen. Und alle waren sie verschlossen. "Boa, da finden wir sie ja nie!" "Carter, verdammt halt die Klappe. Die entdecken uns noch", zischte ich und schüttelte dabei den Kopf. Doch plötzlich vernahmen wir Stimmen. Sie hatten uns also doch gefunden. "Carter?" Ich blickte erstaunt zu Andrew, der meinen Blick nicht minder erstaunt erwiderte. Wir kannten diese Stimme. Colonel Hogan. "Robert, wo seid ihr?", fragte ich nun etwas lauter, damit er mich auch verstehen konnte. "Hier hinten", kam prompt die Antwort. Andrew und ich stürmten los. Und tatsächlich. In der vorletzten Zelle saßen Colonel Hogan, LeBeau und zum Glück auch Newkirk. Sie schienen nicht verletzt zu sein, waren aber etwas verdutzt uns hier anzutreffen. "Erklärn wir euch später." Ich sah hinüber zu Peter. Auch er sah mich an. Ich war glücklich, dass ihm nichts passiert war, aber sein Blick gefiel mir ganz und gar nicht. Er hatte so etwas unheilvolles in sich. Aber Carter ließ mir keine Zeit zum Überlegen.
    "Newkirk, hier." Er hielt ihm auffordernd den Dietrich hin. "Sieh zu, dass du das Schloss aufkriegst." Dankbar nahm er das Hilfsmittel an und begann damit die Tür zu öffnen. "Hoffentlich kommt Kinch klar", meinte ich zu Carter. "Kinch ist auch hier?", japste Hogan plötzlich. Ich sah ihn verständnislos an. Warum sollte ich ihn denn nicht mit hier her nehmen? Er war einer unserer Besten. "Ja, natürlich ist er hier. Aber keine Panik, bis jetzt ist alles nach Plan gelaufen", versuchte ich ihn zu beschwichtigen. Doch er schien sich nur noch weiter aufzuregen. Allerdings musste sich Robert seine Antwort verkneifen, denn Peter hatte den Kampf mit dem Türschloss erfolgreich beendet. Keine zwei Sekunden später stand er in Lebensgröße vor mir. LeBeau folgte ihm auf den Fuß (sichtlich erleichtert), nur Hogan blieb in der Zelle zurück. "Willst du hier festwachsen?", fragte ich etwas gereizt. Immerhin war mein Plan aufgegangen und er hatte keine Ahnung, welche Gefahr wir auf uns genommen hatten, um hier her zu kommen und schon kritisierte er mich. "Was hast du jetzt vor? Kinch ist noch nicht hier." Ich musste zugeben, dass ich wohl etwas zu viel Zeit eingeplant hatte und wir jetzt hier warten mussten. Ich gab Robert auch Recht, dass das glatter Selbstmord war, denn es war nur eine Frage der Zeit bis ein SS-Mann hier auftauchen würde. Aber was tun? Wir konnten Kinch hier unmöglich alleine lassen. "Einer sucht ihn und die anderen verschwinden", meinte Carter nach einiger Zeit. "Quatsch nicht. Wie s-sollen wir denn hier raus-ausspazieren? S-Sollen wir die SS-Männer viellei-eicht a-auch noch g-grüßen?", fragte ihn Newkirk mit einem zynischen Unterton in der Stimme. Carter ließ entmutigt die Schultern hängen.
    "Streiten bringt jetzt überhaupt nichts", versuchte Robert die Situation etwas zu entschärfen. "Ich schlage vor, wir gehen ihn alle suchen. In einer Gruppe. Irgendwo werden wir ihn schon finden." Wir nickten. Es war kein herausragend guter Plan, aber es war der einzige, den wir hatten. Vorsichtig schlichen wir um die Ecke herum. "Stehenbleiben!", befahl eine Stimme hinter uns.

    Hey!


    Ich hab ma kurz reingeschaut, war aber wenig begeistert. Außerdem finde ich den Titel allein schon.... na ja. Ich glaube, als Zuschauer der sich nicht nur Müll reinziehen will, sollte man das doch umgehen. Meiner Meinung nach. Wie gesagt, ich hab keine Folge ganz gesehen und hatte auch nicht den Drang danach verspürt.


    Liebe Grüße,
    Susanne

    Ich würd dir wikipedia ans Herz legen. Das ist prima, wenn du dich erstmal in ein Thema einlesen willst. Außerdem sind meist auch passende Fachliteratur und Filme aufgeführt. Was ebenfalls total nützlich sein kann. Wenn du mehr Filme und so etwas sehen möchtest oder kleine Ausschnitte, dann wirst du sicherlich unter www.youtube.com fündig. Es wird dort zwar viel Mist angeboten, aber es sind auch nützliche Sachen darunter. Zum Beispiel Ausschnitte aus Reden von führenden Politikern damaliger Zeit.
    Meiner Meinung nach ist en gutes Buch als Quelle immer noch besser, als Texte, die du aus dem Internet hast. Du solltest allerdings achten, wer es verfasst hat.


    Liebe Grüße,
    Susanne

    Meint ihr wirklich, dass man von seinem Tod aus den Medien erfahren würde? Immerhin hat er ja die letzten paar Jahre nicht mehr gearbeitet. Ich hoffe, dass er nicht gestorben ist. Wäre ja schade um so einen tollen Schauspieler. :(

    Noch mal zu der Behauptung, dass Juden in der SS waren. Meines Wissens nach musste man einen Stammbaum vorweisen, wenn man in die SS eintreten wollte. Und wenn man nur einen jüdischen Großvater hatte, wurde man nicht genommen. So waren damals, glaub ich, die Bestimmungen. Also nix mit Juden in der SS. Und auch in Konzentrationslagern wurden die Juden auf die untereste Stufe gestellt. Meist waren es politische Gefangene, die mit der SS zusammenarbeiteten.

    HI!


    Ich denke, dass Hitler auch begünstigt durch die Zeit, in der er lebte, an die Macht kam. Er hatte sicherlich auch gute Seiten, denn kein Mensch kommt böse auf die Welt, sondern wird im Laufe seines Lebens dazu gemacht, was er ist. Was auch zu bedenken ist, ist, dass Hitler viele Helfer in seinen Machenschaften hatte z.B. Himmler, die genauso überzeugt davon waren wie er selbst. Er hatte nur die Ideen dazu und ohne die ausführende Hand wäre er hilflos gewesen. Es ist ein Fehler alles Böse nur auf Hitler zu schieben, obwohler ein wahnsinniger Massenmörder war und ohne ihn das alles nicht möglich gewesen wäre. In meinen Augen ist Hitler ein dummer, feiger Hund, was man auch an seinem Selbstmord sieht. Wäre er wirklich so charismatisch gewesen wie ihn die NS-Propaganda hingestellt hat, dann hätte er sich seinem Schicksal gestellt.

    Fluzzi : Ich glaube auch nicht, dass alle SS-Männer gleich üble Nazis waren. Aber man hat in jedem Rang, egal welchen man inne hat, eine gewisse Freiheit, was Befehle angeht. Wenn man sich dann in einem Prozess nur darauf beruft, dass man eben an die Befehlsausführung gebunden ist, find ich das feige. Niemand lässt sich gerne als Kriegstreiber hinstellen, aber eine gewisse Schuld muss man allen zurechnen, die von solchen Aktionen wussten. Genauso wie gewisse Bürger, denn SS-Soldaten ernähren sich nicht von alleine und Öfen wurden ja auch in Weimar gebaut. Übrigens von der selben Firma, die das auch in Auschwitz getan hat.

    Hi nochmal!


    Susi : Du hast recht, dass in Buchenwald meistens nicht viel los ist, was Besucher anbelangt. Das ihr den Museumsteil nicht besichtigen konntet, war wirklich schade, denn vor allem die Häftlingskunst fand ich erstaunlich. Im Winter, wie wir das KZ Buchenwald besichtigt haben, finde ich es am authentischsten, weil man friert wie nix und man sich die ganze Zeit denkt, wär ich doch nur im Warmen und dann kommt dir so in den Sinn, dass die Häftlinge damals bis zu drei Stunden auf dem Appellplatz verbracht haben und keine dicke Jacke zum Wärmen hatten.


    Was ich noch fragen wollte, vllt. könnt ihr mir ja helfen. Robert Clary war auch in mehereren oder einem KZ. Jetzt hab ich mal unter Wikipedia geschaut, allerdings unter KZ Buchenwald und in einer Liste, in der prominente Häftlinge aufgeführt waren, stand auch Robert Clary. Allerdings findet man, wenn man Robert Clary eingibt (auch Wikipedia) nur, dass er in polnischen KZs war. Wisst ihr da vllt. genaueres? Vllt. über seine Bio?


    Liebe Grüße,
    Susanne