Posts by Mr.Crowley

    Soooo.
    Ich möchte mal hier meinen Roman rein stellen.
    Er heißt, wie das Thema schon heißt, "Wölfe im Bleigewitter".


    Dieser Roman stellt die Aufzeichnung eines deutschen Soldaten dar. Alles. Von seiner
    Einberufung über seinen Kampfeinsatz an der russischen Front, bis hin zu seinem Tod.


    Dies ist ein Roman GEGEN Krieg. genauso wie mein Bild "Der soldat ohne Gesicht"


    Sämtliche Personen und Ereignisse in dieser Geschichte sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit
    lebenden oder verstorbenen Personen (falls so was vorkommt) ist rein zufällig und nicht
    beabsichtigt.


    @ dirk, Mods: Falls was geschnitten wird, bitte die betroffene Stelle mit "*Schnitt*" versehen.
    Danke.



    OK, fangen wir mit Kapitel 1 an...


    P.s.: würde mich über Kommis freuen.
    Danke


    Anm.: Wer hieraus klaut, KRIEGT TIERISCH AUF DIE SCHNAUZE!




    Kapitel 1



    Damals sah ich ein Werbeplakat, auf dem stand: „Heilkräuter für die Gesundheit“. Darunter stand in krakeliger Handschrift: „Heil Hitler zum kotzen“.
    Mittlerweile denk auch ich so darüber. Mein Name ist Erwin Böhringer. Ich bin einer von vielen deutschen Wehrmachtssoldaten. Unsere Abteilung, die 174. Infanteriedivision hatte den Spitznamen „Die Wölfe“.


    Ich saß in einem Güterzug, vollgestopft mit meinen Kameraden. Wir wurden zur Front gebracht. Keiner wusste, wo wir hin fahren, bis uns der Herr Hauptmann nach etwa 20 Kilometern mitteilte: „Es geht nach Stalingrad, meine Herren“. Das Gejubel war riesengroß. Der Herr Hauptmann steckte sich eine Zigarette an. Er wirkte nachdenklich. Ich saß mit meinen Freunden am Tisch. Wir spielten Karten, tranken unser Bier, erzählten uns die neusten Witze und lachten fröhlich.
    Der Herr Hauptmann gesellte sich zu uns an den Tisch. „Ah, guten Tag, Herr Hauptmann“ sagte Friedrich mit äußerst fröhlichem Ton. „Denen werden wir’s zeigen, Soldaten.“ Sagte der Offizier. „Wollen sie auch ein Bier?“ fragte Heinrich. „Nein, Danke, Obergefreiter“ erwiderte der Hauptmann.


    „Seht!“ sagte Heinrich mit äußerst traurigem Unterton „Das wird vielleicht das letzte Mal sein, dass wir unsere Heimat sehen“. Er sah mit wehmütigem Blick aus dem Fenster.
    „Kopf hoch!“ Erwiderte ihm der Hauptmann „Wir werden schon wieder nach Hause kommen, Obergefreiter. Machen sie sich keine Sorgen. Diese kleine Stadt haben wir in 2 Wochen eingenommen und dann geht’s wieder nach Hause“
    Heinrich lächelte.
    „Der Herr Hauptmann hat Recht, Heinz. Wir nehmen diese popelige Stadt ganz schnell ein und dann verschwinden wir wieder nach Hause“ stimmte ich dem Offizier zu.
    „Danke, aber trotzdem hab ich da so ein Gefühl...“
    „Prost und halt die Klappe!“ sagte Müller und warf ihm eine Flasche Bier zu.
    „Wollen wir singen?“ fragte Friedrich
    „Ja!“ sagten wir alle am Tisch im Chor. Nur der Herr Hauptmann nicht.
    Friedrich stimmte das Horst-Wessel-Lied an und der ganze Tisch sang im Nu mit.
    Kaum 10 Sekunden später sang es der ganze Zug im Chor. Es klang schön.
    Als wir fertig mit dem Lied waren, erhob sich Friedrich und brüllte einmal laut: „Prost, ihr Säcke!“
    „Prost, du Sack“ rief der ganze Zug zurück. Ein riesen Gejubel brach los.


    Wir waren 8 Stunden unterwegs. Wir waren da. Mit kreischenden Bremsen hielt der Zug an. Einheitlich traten wir aus den Waggons. Endlich waren wir da. Als wir dann in die zerstörte Bahnhofshalle gingen, verging vielen von uns das Lachen. In der Bahnhofshalle lagen etwa 400 verwundete Kameraden. Einige davon tot. Entsetzt sah ich sie mir an und betete zu Gott, dass uns so was erspart bleiben würde.
    Der Anblick war einfach grauenvoll. Noch nie sah ich solch etwas schreckliches.
    Die Verwundeten stöhnten vor Schmerz. Klaus hielt sich die Ohren zu und weinte vor Mitleid. Müller übergab sich. Wir kamen an den Ärzten vorbei. Ihre weißen Kittel waren so mit Blut verschmiert, dass sie schon nicht mehr weiß, sondern nur noch scharlachrot waren.
    Ein Verwundeter hielt mich am Bein fest. Ich hielt inne. Er hatte nur noch den einen Arm. Dieser war furchtbar verbrannt. Der andere war weg. Auf seinem Bauch war ein dicker Verband. Er war vom Blut ganz rot gefärbt. Seine Uniform war zerfetzt, sein Gesicht blutüberströmt.
    „Kamerad“ ächzte der Mann mit schwacher Stimme. Er sah mich flehend an und zeigte auf meine MP 40 „Erschieß mich!“.
    Ich tat es nicht und ich wendete mich von ihm ab. „Bitte!“ krächzte mir der Verwundete aus letzter Kraft hinterher.
    „Na, schei**e!“ sagte Müller „Diese armen Schweine“
    Ohne weitere Worte zu sagen gingen wir weiter.


    Als wir das Bahnhofsgebäude verließen, bot sich uns ein Anblick, der erschreckend fürchterlich war und mir wirklich das Blut in den Adern gefrieren ließ...



    Kapitel 2



    Es war fürchterlich. Die gesamte Stadt war restlos zerstört. Hier brannte ein Haus, da ein Trümmerhaufen und das schlimmste: Alles lag voller Leichen. Kameraden, Russische Soldaten, Zivilisten, Frauen, Kinder,...
    Ein Meer von Blut ergoss sich über der Straße. Über und über voll mit Leichen ohne Arme, Beine, Köpfe. Lose Innereien lagen überall verstreut. Ich musste mich übergeben.
    Müller sah mich an: „Schöne schei**e! Das darf doch nicht wahr sein!“
    „Mein Gott! Das ist nicht Stalingrad, Das ist die Hölle“ mischte sich Klaus mit ruhiger Stimme ein.
    „Ruhe jetzt!“ unterbrach der Hauptmann „Wir sind nicht hier, um Mitleid zu haben, wir sind hier, um zu töten. Unser erstes Ziel, das wir unbedingt einnehmen müssen, ist das Theater. Dort werden wir die Nacht drin verbringen!“
    Müller entgegnete: „Aber, Herr Hauptmann bei allem Nöti...“
    „Fresse, Müller“ fiel ihm der Hauptmann ins Wort „Das Theater ist in etwa 4 Straßen weiter weg von hier entfernt. Wenn wir nicht erfrieren wollen, müssen wir dieses verdammte Gebäude einnehmen! Also: Mir nach, Männer!“
    Müller grummelte noch etwas unverständliches und dann war für eine Weile Ruhe. „Aufpassen! Es wird nicht geschossen! Wir wollen ja nicht entdeckt werden!“ brüllte der Hauptmann in die Reihen. Alle antworteten einheitlich mit einem „Jawohl, Herr Hauptmann!“ und dann marschierten wir vorsichtig los, bis wir nur noch eine Straße weit entfernt waren.
    „Feldwebel Böhringer, sie nähern sich mit Ihren Leuten von Links. Unteroffizier Emigholz wird mit seinen Leuten rechts ein Ablenkungsmanöver abziehen. Sie werden den LKW da in die Luft sprengen und dann nur zur Ablenkung in die Luft feuern. Das dürfte das Augenmerk der Russen auf Emigholz lenken. Also, Los!“
    So wendete ich mich an meine Mannschaft: „Hört mal. Emigholz wird dort drüben gleich ein Ablenkungsmanöver abziehen. Wir kommen dann unbemerkt von links und überraschen sie dann. Es könnte sein, dass trotzdem ein paar noch auf links aufpassen. Müller, falls Du sie mit deinem Fernglas siehst, erledige sie mit deiner Mauser und wir stürmen sie dann mit dem Rest des Teams. Klaus geht mit dem Flammenwerfer voraus. Alles klar soweit?“
    „Jawohl, Herr Feldwebel“
    „Gut.“
    Kaum 20 Sekunden später rummste es. Man hörte den Schusswechsel zwischen MP 40 und AKs.
    „Müller“
    „Ich seh da einen. Den mach ich platt!“
    Man hörte das laute Krachen der Mauser und Müller sagte: „Er ist weg!“
    „Dann los!“
    Ich gab meinen Männern das Zeichen und wir rannten los. Sofort wurde das Feuer auf uns eröffnet. Es waren zu viele. „In Deckung!“ Schrie ich aus voller Kehle. Ich warf mich mit Friedrich hinter eine zertrümmerte Mauer. MP 40er knatterten, AKs krachten. Die Schmerzensschreie meiner Kameraden, die es erwischte. Als ich mich traute, linste ich über die Mauer hinweg. Gerade in diesem Moment sah ich, wie Klaus eine Kugel traf. Sie traf ihn durch die Schulter durch. Er hielt sich die Hand dran und sein Gesicht verzog sich vor Schmerzen. Er ging langsam auf die Knie. „Klaus!“ schrie ich entsetzt, wollte ihm zur Hilfe eilen, da hielt mich Friedrich am Ärmel fest. „ Nein, Erwin, Nein. Bleib hier, sonst erwischt es dich auch!“ schrie er mich an. Ein weiterer Schuss traf Klaus. Dieser traf ihm am Kopf. Der Helm flog weg und über das Gesicht von Klaus rann hellrotes Blut. Ihm war nicht mehr zu helfen. Ihm, meinem besten Freund, mit dem ich zusammen aufwuchs. Wir gingen in die selbe Schule, waren in der selben Hitlerjugend, gingen zur selben Einheit. Ich vergrub mein Gesicht in meinen Händen und begann zu weinen. Friedrich klopfte mir auf die Schulter.
    „Kopf hoch, mein Freund, das wird schon wieder!“ sagte er mit beruhigender Stimme.
    „Gib mir das Feldtelefon!“ erwiderte ich.
    Friedrich gab mir das Feldtelefon, am anderen Ende war der Herr Hauptmann.
    „Herr Hauptmann“
    „Ja, Feldwebel?“
    „Sie scheinen und bemerkt zu haben. Wir liegen unter schwerem Beschuss! Ich wiederhole: Wir liegen unter schwerem Beschuss!“
    „Verdammt!“
    „Was sollen wir machen, Herr Hauptmann?“
    „Nehmen sie dieses verdammte Theater ein!“
    „Aber wie denn?“
    „Lassen sie sich was einfallen!“
    „Jawohl, Herr Hauptmann!“
    Ich legte den Hörer wieder in die Gabel. schei**e. Was sollte ich machen?
    „Rauchgranaten!“ brüllte ich aus vollem Halse.
    Wenige Sekunden später nahmen Heinrich und Friedrich ihre Rauchgranaten, zündeten sie an und warfen sie mit voller Wucht nach vorne. Kurz darauf zeigten sie ihre Wirkung. Zwei dicke weiße Rauchwolken bildeten sich. Jetzt hieß es: Improvisieren...



    Kapitel 3



    Wir hatten Glück.. Friedrich traf mit seiner Rauchgranate genau die Eingangstür. So könnten wir fast unbemerkt eindringen. Wir mussten es versuchen.
    „Los, Los, Los“ gröhlte ich.
    Wir stürmten los in den dichten Rauch. Die Straße war voll von den Leichen meiner Kameraden. Als ich an der Leiche von Klaus vorbei lief, bekam ich Tränen in die Augen. Ich blieb stehen.
    Sein Gesicht war vollkommen entstellt. Es war vor Schmerz verzogen. Es war über und über voller Blut. Das Licht seiner Augen: erloschen. Er lag in einer Pfütze seines eigenen Blutes. Ich fing wieder an zu weinen. „Mach’s gut, mein Freund!“ verabschiedete ich mich und lief weiter, denn genau jetzt war der falsche Zeitpunkt für Trauer. Ich tauchte in den Nebel ein, meine MP 40 im Anschlag, bereit, um zu töten.
    Ich ging freiwillig vor. Als ich dann an der Tür ankam, stand ich zum ersten Mal einem Russen Auge in Auge gegenüber. Er sah mich überrascht an und war vor Angst gelähmt. Ich auch.
    Dann kam Friedrich und feuerte ohne zu zögern auf den Russen los. Er durchbohrte ihn mit einer Salve seiner 7,92mm-Kugeln aus seiner FG 42. Er durchlöcherte seinen Bauch. Der Russe stöhnte vor Schmerz auf, verzog sein Gesicht. Blut strömte aus seinem Mund und aus seinem Bauch. Er ging zu Boden, wo er liegen blieb und vor Erschöpfung röchelte. Ich übergab mich.
    „Alles in Ordnung?“ fragte mich Fritz.
    „I-Ich ha-hab m-mir in die Hose geschissen.“ Stotterte ich heraus. Und das war auch tatsächlich wahr.
    „Kopf hoch, Erwin. Das ist normal. Du standest dem Russen von Angesicht zu Angesicht gegenüber.“
    Da kamen auch schon die Anderen durch den Nebel. Jetzt waren wir drin. Jetzt hieß es: säubern. Wir standen an einer Gabelung.
    „Heinrich, Meier, Kohlmann, ihr erkundigt den linken Gang. Friedrich, Müller und ich gehen rechts rein. Der Rest bleibt hier. Knallt alles ab, was sich bewegt! Ihr, die da bleibt sichert die Stellung. Falls ihr eine Schießerei hört, eilt die Hälfte von euch zur Hilfe. Verstanden?“ gab ich die Order.
    „Jawohl, Erwin!“ gaben alle zurück. Ich hatte ihnen erlaubt, mich Erwin zu nennen, da so eine regelrechte Freundschaft bestehen kann.
    Heinrich, Meier und Kohlmann gingen los mit ihren MP 40 und FG 42 im Anschlag. Entsichert und geladen.
    Gerade wollten wir den rechten Gang nehmen, da kamen 4 Russen um die Ecke gerannt.
    Eine Schießerei brach los. Eine Kugel streifte meinen Arm. Vor Schmerz schrie ich auf. 2 Russen schoss ich nieder. Fontänen von Blut sprühten aus ihren Körpern. Sie schrien zum Gott erbarmen. Aus Mitleid begann ich zu weinen. Ich wollte so was nie. Ich wollte nie jemandem weh tun. Ich wollte nie jemanden mit 9mm-Kugeln zerreißen.
    Die Anderen beiden erledigten Friedrich mit seiner FG 42 und Sander mit seiner Luger. Schmerzensschreie. Die Schreie der Sterbenden.
    Ein rötlicher Nebel lag in der Luft. Es roch nach Blut. Ein widerlicher Geruch.
    „Mann getroffen!“ schrie Dillschneider „Mann getroffen!“...



    Kapitel 4



    Sofort drehte ich mich um.
    Es war Müller. Ihn hat es erwischt. Warmes Blut quoll aus Wunden in seinem Bauch und seiner Brust. Er schrie vor Schmerz.
    „ schei**e!“ dachte ich.
    Es war kein Sanitäter dabei. Wir konnten nicht zurück zu den Anderen, denn wir hatten unsere einzigen Rauchgranaten schon benutzt. Aber wir konnten Müller jetzt nicht im Stich lassen. Bevor wir ihn zu einem Sanitäter bringen könnten müssten wir zuerst das Gesamte Gebäude säubern. Wir mussten uns was einfallen lassen. Aber schleunigst, sonst ist es mit Müller aus.
    „Bleib ruhig, Müller!“ Versuchte ich ihn zu beruhigen „Das kriegen wir schon wieder hin, keine Angst!“.
    „Ich will nicht sterben!“ sagte er ganz unruhig. Er schrie weiter.
    „Du wirst nicht sterben!“ erwiderte ich.
    Ich zog meine Jacke aus und band diese um Müllers Bauch. Dann nahm ich seinen Koppel und zurrte diesen über der Jacke zu, um die Wunde abzudrücken, um die Blutung ein wenig zu stillen. Als ich den Koppel zu zog, schrie Müller noch lauter und grausamer als zuvor. Aber nur für kurz.
    „Das dürfe fürs erste reichen, mein Freund. Mehr kann ich im Moment nicht für dich tun. Tut mir leid...“ sagte ich ganz sachte zu ihm.
    „Sander, Klöppler, Meurer, ihr passt auf ihn auf. Egal, was passiert. Haltet ihn wach. Er darf nicht einschlafen, verstanden?“
    „Jawohl, Erwin!“
    „Gichthofen, du kommst an Müllers statt mit.“
    „Jawohl!“
    „Dann wollen wir mal weiter erkundigen.“
    Friedrich, Gichthofen und ich marschierten los in den rechten Gang.
    Es war etwas dunkel. Der Gang war schmal. Eiserne Ritterrüstungen und scharlachrote Vorhänge zierten die Wände.
    Ich bekam richtig Angst bei dem Gedanken, dass hinter jedem Vorhang, in jeder Ritterrüstung ein Russe stecken könnte, der nur auf uns wartet. Wir schauten hinter jeden Vorhang und in jeder Rüstung um uns da sicher zu sein. Wir fanden nichts. Keinen Russen, der nur darauf wartete, uns mit seiner AK zu durchsieben. Kein Russe, der mit dem Messer in der Hand nur wartete, um uns alle niederzustechen.
    Es war ruhig. Viel zu ruhig.
    Ich weiß nicht, aber irgendwie lag hier ein seltsamer Gestank in der Luft. Es roch nach faulen Frikadellen. Ein widerlich süßlicher Gestank, der selbst den stärksten Mann umhaut.
    „Riecht ihr das?“ fragte ich leise.
    „So riecht nur ein verwesender Körper“ Entgegnete Gichthofen
    „Woher weißt du das?“
    „Ich fand einst eine tote Katze bei uns im Keller und die hat genauso gestunken.“
    „Ach so! Dann verstehe ich...“
    „Still!“ unterbrach Friedrich „Ich höre da was!“
    Ich spitzte meine Ohren. Tatsächlich war da was. Es waren Russen. Sie sprachen miteinander. Und die Stimmen kamen immer näher. Jetzt waren wir erledigt. Einer musste schnell zurücklaufen und die andern holen.
    „Gichthofen! Lauf zurück und hol schnell die Anderen. Los, Junge lauf!“ flüsterte ich Gichthofen leise zu.
    Ohne ein weiteres Wort zu sagen lief er los.
    „Wir müssen uns schleunigst verstecken, Friedrich! Schnell, hinter die Vorhänge!“
    Wir versteckten uns schnell hinter den Vorhängen.
    Die Russen, sie kamen immer näher und näher. Schließlich gingen sie an uns vorbei, Richtung Ausgang. Durch einen klitzekleinen Spalt im Vorhang sah ich sie. Es waren 6 Russen.


    Da kam auch schon Gichthofen mit den anderen. Ein riesiges Geballer brach los.
    Schreie.
    Friedrich und ich kamen hinter den Vorhängen hervor, um die Russen auch noch zu überraschen. Wir feuerten, was das Zeug hielt. Ein Schuss streifte mein Bein.
    Ein rasender Schmerz pochte an der Stelle, wo die Kugel vorbei streifte. Blut rann aus der Wunde.
    Schreiend feuerte ich wie wild auf die Russen los.
    Ich sah aus den Augenwinkeln, wie eine Kugel durch den Kopf eines Kameraden sauste. Schmerzensschreie, die mein Herz wieder bluten ließen. Ich wollte das nicht. Man zwang mich dazu. Der Staat zwang mich zu diesen Greueltaten.
    5 Russen waren schon tot. Einer war noch. Auch dieser fand sein Ende. Eine Salve von Kugeln durchbohrten seinen Bauch. Sein Gesicht verzog sich zu einem Gesichtsausdruck, der mir wirklich weh tat. Man sah in seinem Gesicht das Leid, das er ertrug. Blut sprudelte aus seinem Mund. Er ging mit einem schmerzerfüllten Ächzen langsam zu Boden...

    Sorry, sorry, sorry. dass ich das gerade jetz erst sehe.


    Shadow, ich drück dir ganz feste die daumen, viel Glück. Du schaffst das ;)