Posts by Arkyfication

    „Naja, okay ich habe auch nichts anderes von einem Sith erwartet. In diesem Fall muss ich aber sagen dass wir keinerlei Anhaltspunkte haben und es sich bestimmt für uns lohnt nähere Informationen zu erhalten. Letztendlich kann es uns eine Möglichkeit bieten, uns in dem ganzen Kontrukt zu orientieren und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, das Raumschiff zu orten. Wir sind keinerlei Machtsensitiv und uns bleibt nur die Technologie des Planeten, um voranzukommen.“

    „Okay, ich hätte auch nichts Anderes von einer Jedi erwartet, große Worte zu schwingen“, antworte Sahtara zynisch und wurde bei der Pflege der Wunde unwillkürlich grob.

    „Autsch!“ rutschte es Celestis heraus.

    „Wer ist da?“ raunte plötzlich eine Stimme von draußen.


    ><


    FELDWEBEL SCHULTZ MELDETE SICH MORGENS um zwei Minuten nach acht Uhr fast pünktlich vor der Eingangstür der Kommandantur. Sein Zustand glich völliger Erschöpfung. Er war die ganze Nacht lang damit beschäftigt sein Übergewicht durch den Wald zu befördern. Irgendein hohes Tier versetzte den Kommandanten ziemlich unter Druck, was ihn dazu veranlasste, ihn und seine Männer bis an die Grenzen zu gehen.

    „Grutzedürgen, das geht ja fast so zu wie an der russischen Front“, dachte sich der Feldwebel verzweifelt. Er wusste zwar, dass sein Gedanke völlig untertrieben war, aber sein Alter und Gesundheitszustand ließen es einfach nicht mehr zu, wie ein geübter junger Bursche umherzustreunen.

    Der Oberst stürmte in strammer Körperhaltung mit der Reitgerte unter seinem Arm geklemmt aus der Tür.

    Ein knapper Salut und Schultz ging auf die Baracke von Colonal Hogans Männer zu und platzte ohne Vorwarnung in die Stube.

    „Colonel Hogan?“ fragte er salopp in die Runde.

    Der Colonal kam in Windeseile aus seinem Büro und stellte sich neben den Feldwebel, während sich die anderen Gefangenen wie üblich keinen Deut bewegten, um stramm zu stehen oder gar vor dem tollpatschigen Feldwebel zu salutieren. Sie ließen sich beim Kartenspielen nicht stören.

    „Er nun wieder…“ murmelte Carter.

    „Unser Schild >Bitte nicht stören< hat er wohl nicht gesehen“, setzte Newkirk einen drauf.

    „Vorher lieber klopfen mein lieber Schorschi“, gab Carter hinzu.

    „Was glaubt er eigentlich, wer er ist?“, stachelte Newkirk die anderen an.

    „Ja wer ich bin, weiß ich genau!“ rief der Feldwebel jetzt und sein Ton klang etwas schärfer. „Apell is! Auffi“

    „Wozu ein Apell, den hatten wir doch heute Morgen?“ hakte Colonel Hogan verwundert nach.

    „Oberst Klink hat angeordnet alle zwei Stunden einen Apell und dreimal am Tag eine Barackeninspektion und das Licht muss genau um neun Uhr gelöscht werden, gellfei!“ schimpfte er in strengem Ton, der angesichts seines Dialekts und seiner Statur nie richtig streng klang.

    Die Gefangenen warfen sich einige Sekunden Blicke zu.

    „Na schön Schultzi, sie hatten ihren Spaß, jetzt können sie wieder gehen“, drängelte Hogan.

    „Seht ihr, unser Schultz hat ja doch Humor?“ warf LeBeau in die Runde.

    „Na, des geht ned!“ Unterbrach er und bemühte sich um einen strengen Ton. „Nun, der Herr Oberst hat fei keinen Humor und Witze machen tut er auch nicht, auf jetzt nach draußen!“


    Als Schultz die Baracke verließ stand er tatsächlich schon wie ein nervöser Wachhund vor der Barracke. „Schultz, wo bleiben die Gefangenen?!“ keifte er gestresst.

    „Herr Oberst, die Gefangenen sind schon unterwegs!“

    Und da öffnete sich bereits die Barackentür und Hogans Männer traten heraus. Ein Gemurmel lief durch die Bande.

    „Könnten die etwas bemerkt haben?“ flüsterte Carter leise.

    „Na, ich hoffe nicht, aber vielleicht kann ich nachher mehr in Erfahrung bringen“ antwortete Hogan flüsternd.

    Der Feldwebel zählte wie gewohnt durch.

    Plötzlich vernahmen die Gefangenen ein Poltern, das deutlich aus der Baracke kam und LeBeau fing wie aus der Pistole geschossen an laut zu singen, um die Geräusche zu übertönen.

    Er trällerte ein französisches Lied, ohne einen einzigen Ton zu treffen.

    „Pssssscht, Ruhe!“ unterbrach ihn der Feldwebel.

    Es war bereits zu spät, nicht nur die Gefangenen hatten das Geräusch vernommen.

    „Schultz, was ist da los?“ hakte Oberst Klink sofort nach.

    „Bitte Colonel Hogan, das darf doch ned wor sein…“ murmelte der Feldwebel den Gefangenen zu. „I glaub i hob wos ghört? Wos is, wos hob i do grad ghört, i weiß genau wenn i wos hör“ fragte er in die Runde und wandte sich sogleich dem Oberst zu.

    „Wer ist da?“ rief der Feldwebel aufgescheucht in die Runde. Er wandte sich aber rasch wieder an den Colonel und setzte murmelte ihm leise zu:

    „Biddsche Colonel, ich muss eine Barackeninspektion vornehmen, der sächsische Terrier geht mir sonst aufs Gemüt.“

    Alarmierte Gesichter und ein Raunen gingen durch die Menge der Gefangenen. Colonel Hogan bedeutete Newkirk mit einem Zeichen nach der Sache zu sehen, bis sich der Feldwebel wieder eingekriegt hatte.

    „Ich glaub’s ja nich!“ Rief der Oberst und kam bedrohlichen Schrittes auf den Feldwebel zu.

    „Was stapfen Se dann noch so blöde in der Gegend herum? Sofort die Baracke durchsuchen nicharr!“ fluchte der Oberst in tiefsten sächsisch und gestikulierte so wild, dass er bestimmt bald abheben würde.

    Verdattert machte der Feldwebel also kehrt, schnappte sich zwei seiner Wachmänner und stürmte die Baracke von Hogans Helden.

    Weiter abseits vor dem großen Haupttor des Lagers fuhr im selben Moment eine schwarze Limousine vor. Da die Wachen den Aufruhr schon bemerkt hatten, blieb das Tor geschlossen. Die Türe des Wagens öffnete sich und sofort stieg eine Gestalt in schwarzer SS-Uniform gehüllt aus. Klinks völlige Aufmerksamkeit richtete sich nun Richtung Haupttor.

    „Och nee, was will denn dieser schwarze Giftzwerg wieder hier, kommt immer dann wenn man den gar nich gebrauchen kann…“ fluchte der Oberst vor sich hin und bewegte sich auf die Wachen am Haupttor zu.

    Major Hochstetter lief das Gatter wie ein eingesperrter Tiger ab. Der Oberst salutierte Stramm vor dem SS-Offizier.

    „Klink!“ rief er scharf. „Was hat das zu bedeuten? Ist das etwa ein Fluchtversuch?“

    Erschrocken riss der Sachse die Augen auf und ließ dabei sein Monokel beinahe fallen.


    Der korpulente Feldwebel stand bereits mit zwei Wachen in der Baracke und kündigte sich mit einem lautstarken „Wer ist da?“ an. Die beiden anderen Männer warfen sich Blicke zu, konnten aber die Quelle des Polterns nicht ausfindig machen. Newkirk unternahm zur gleichen Zeit ebenfalls den Versuch, sich von hinten durch das Fenster in die Baracke zu schleichen. Er wollte die beiden Damen vor der Durchsuchung warnen, jedoch kam er zu spät, die beiden hatten da Quartier schon verlassen. Schultz drang mit den beiden Männern ebenfalls in das Quartier von Hogan ein und bummerte mit seinem großen Bauch direkt gegen Corporal Newkirk.

    „Au, Schultzi, pass doch auf!“ empörte er sich.

    „Ja mei! Ih glaubs ja ned, was machtn der Engländer hier“, staunte der Feldwebel.

    „Hab verschlafen“, redete er sich heraus und versuchte dabei die Männer mit Händen und Füßen auf sich u lenken, jedoch zog das ungewöhnliche Verbandmaterial des MedPacs ungewollt Aufmerksamkeit auf sich und sie sammelten es sogleich ein.

    „Jetzt nehm’dern schon mit, und des auch“, gab Schultz die Anweisung. Sie fuhren den Briten umgehend ab.


    Celestis und Sahtara huschten außerhalb der Baracke umher. Die Sonne ging bereits auf und der viele Schnee bot kaum noch Möglichkeiten, sich dunkel gekleidet möglichst unsichtbar im Gefangenenlager zu bewegen. So entging es nicht der Aufmerksamkeit der Wachen, dass sich hier zwei Gefangene außerhalb den Reihen irgendwo bewegten. Ein aufgescheuchtes Stimmengewirr machte sich in der Belegschaft breit und die Wachsoldaten drehten ihre Köpfe eilig hin- und her.


    „Fluchtversuch!!! Ertönte Klinks Stimme laut. „Aus meinem Lager ist noch nie eener geflüchtet, festnehmen!“ plärrte der Oberst allen möglichen Männern zu. Major Hochstetter verschränkte die Arme vor der Brust und beobachtete stillschweigend das Spektakel von außen.

    Celestis schlich sich an den Wänden entlang. Da Hogans Männer bereits durchgezählt waren nutzte der er den Aufstand aus und zog sie umgehend heran und bedeutete ihr, sich in rasch der Reihe mit aufzustellen. Er zog die Kapuze ihres Mantels tief ins Gesicht. Sie versuchte sich aufgrund ihrer Körpergröße unauffällig neben den ohnehin schon kleinen Lebeau zu platzieren.

    „Oh lala meine Schönheit, welche Ehre dich neben mir zu haben“ lallte er ihr mit seinem französischen Akzent zu erkannte, liebestoll wie er war, den Ernst der Situation nicht.


    Hogans Blicke irrten ebenfalls umher und versuchte dabei, die andere Frau ausfindig zu machen. Er erblickte sie fast genau gegenüber, dort, wo sich die Kommandantur befand. Er versuchte Sahtara fast unmerklich mit Handzeichen zu vermitteln, diese Hütte nicht zu betreten. Aber genau das tat sie. Schnell wie der Wind huschte sie durch die Tür und verschloss diese rasch hinter sich. Er rollte nervös mit den Augen und versuchte seine Fassung zu wahren.

    Als die Wachen mit Corporal Newkirk aus der Baracke hervorkamen, schien sich die Aufruhr zu beruhigen.

    „Oberst, es gfreit mi Ihne sagen zu können, dass wir den Flüchtenden ausfindig gmacht‘ hom“, berichtete der Feldwebel und salutierte dabei eifrig.

    „Nu ham’ses wieder, kein Fluchtversuch hier kommt ungeschoren davon, nicharr. Los, ab in den Bau mit ihm“, bestätigte Klink in ernstem Tonfall und die Wachen brachten ihn sogleich Richtung Arrestzelle.

    Das Haupttor sprang auf und Major Hochstetters Wagen fuhr vor. Feldwebel Schultz scheuchte alle Gefangenen wieder zurück die Baracken. Die Müdigkeit machte ihn leichtsinnig und so war es ihm entgangen, dass sich eine Person zu viel in Hogans Reihe stand. So konnte Celestis wieder unbemerkt ins das Nest zurück.

    10 Zweitkontakt mit Hindernissen


    Deutschland, Stalag 13


    >>Das scharfe Klatschen der Blätter und Zweige gegen ihre Körperteile, zusammen mit dem heftigen Poltern ihrer Trainingsstiefel ließen Sahtara nicht gerade lautlos durch den Dschungel in der Nähe von Dromund Kaas, der Hauptstadt des Sith-Imperiums, flitzen. Der fast unaufhörliche Regen über dem Planeten ließen die Flora und Fauna des lumineszierenden Dschungels wie immer sehr schmierig wirken. Mit pochendem Herzen und röchelnder Lunge hielt sie kurz inne und holte ein leuchtendes Kästchen aus ihrem Umhang hervor.


    Faszinierend starrte sie auf die Glyphen dieses Datacons. Ihr Meister konnte es kürzlich durch eine seltsame Verbindung zur Macht aufspüren und dessen Standort in einem uralten Sith-Grab auf diesem Planeten enthüllen. Sie befand sich gerade auf der Flucht vor einem Jedi-Meister. Zusammen mit seinem Padawan Celestis haben sie es irgendwie geschafft so tief in das Sith-Imperium vorzudringen. Keiner der Sith schien ihre Linien in der Macht wahrgenommen zu haben.


    Fast wären sie ihr und ihrem Meister zuvor gekommen. Nun ja, fast. Sie holte noch einmal ein paar tiefe Atemzüge und machte den Ansatz, ihre Flucht vorzusetzen. Doch unerwartet stand der Jedi-Meister plötzlich vor ihr. Er hatte die Hand bereits am Heft seines Schwertes und reflexartig riss sie ihre Hand hoch, um einen Machtstoß auf ihn zu wirken….<<


    EIN GELLENDER SCHREI SOWIE EIN STECHENDER SCHMERZ in ihrer Schulter rissen die junge Frau aus ihrem Albtraum. Sie sondierte ihre Umgebung, ein kurzer Schrei trug ebenfalls zu einem unsanften Erwachen bei. Sie betrachtete ein anders Individuum, das sich an den Hals fasste. Anscheinend war er ihr nahe genug, um den Stoß ihres Armes abzufangen.

    Es war ihr bereits in Fleisch und Blut übergegangen, sofort in eine Kampfhaltung zu wechseln. Jedoch fasste sie sich augenblicklich wieder an die Schulter und sackte sogleich wieder zu Boden. Ihr Fluchen ging sofort in einem Keuchen unter.

    Ein Bett über ihr hörte sie die ruhige Stimme von Celestis „Beruhige dich Sith“, im gleichmäßigem Ton sagen. Der unbekannte Mann, der sich über Sahtara gebeugt hatte, um nach ihrer Verletzung zu sehen staunte nicht schlecht.

    Die Frau, die das obere Bett besetzte, bewegte sich keinen Zentimeter, als wäre es das Normalste der Welt, dass die schwarz gekleidete Frau so aggressiv reagieren würde.

    „Halten Sie still!“ Rief der Mann. Er ging in einer beschwichtigenden Pose auf Sahtara zu. „Ich bin Lothar vom Widerstand, ich versuche dir zu helfen“, redete er sanft auf sie ein.

    Er zuckte kurzzeitig zusammen, als sich die junge Sith regte. „Widerstand? Abschaum,“ ging ihr keuchend über die Lippen.

    Jetzt hob Celestis ihren Kopf und blickte auf die Szene hinab. „Schimpfen ist zwecklos, wir sind abgestürzt auf einem völlig unbekannten Planeten, schon vergessen? Das ist keiner von uns“.

    Zu sehr mit ihrer Not beschäftigt, äußerte sich Sahtara nicht mehr und lies den Mann abermals auf sie zugehen. Celestis bedeutete Lothar mit einem Nicken, dass er jetzt fortfahren könne. Die junge Frau hatte Schweißausbrüche und sackte allmählich immer näher zu Boden. Als Sahtara anfing zu knurren, fing Lothar an ein Lied vor sich hinzusingen. Beim Versuch die Kleidung von Sahtara zu lockern, griff sie nach seinem Handgelenkt, schien aber zu schwach, um sich weiterhin zur Wehr zu setzen.

    In diesem Moment ertönte ein vorsichtiges Klacken und die Tür von Colonels Hogans Büro öffnete sich.

    „Na, wie läuft es?“ Erkundigte sich Hogan und steckte den Kopf durch den Türspalt.

    „Ich könnte ein wenig Hilfe gebrauchen“, erwiderte Lothar. „Da habt ihr ja ein paar seltsame Exemplare aufgesammelt mein Freund“, fügte er kopfschüttelnd hinzu.

    Er schaute nervös auf die Uhr und trat vollständig in den Raum ein.

    „Na schön, aber nur kurz, es ist jeden Moment Zeit für den Morgenappell und ich habe noch keinen Plan parat, falls der Sachse sich entschließen sollte die Baracken zu untersuchen.“

    „Diese Frau leistet ganz schön Widerstand, können Sie sicher sein, dass sie keine von den Deutschen ist?“

    „Ich habe generell den Eindruck, dass die alle Seiten ganz schön aufgewühlt über die Ereignisse in der letzten Nacht sind. Jedenfalls hoffe ich es nicht.“ Erwiderte Hogan.

    „Die Männer finden die Art der Kleidung eher eigenartig, gibt aber jedoch keinerlei Hinweise zu irgend einer Zugehörigkeit“, erläuterte Lothar, während er die Verletzung offen legte.

    „Das sieht übel aus“, bemerkte er.

    „In meinem Lederbeutel ist ein MedPac“, warf Celestis plötzlich ein. Ihr Akzent klang sehr auffällig, jedoch erhaschte sie die Aufmerksamkeit der beiden Männer, was darauf hindeutete, dass sie aneinander verstanden.

    Hogans Gesichtsausdruck schien sehr skeptisch.

    „In dem Med-Kit befindet sich ein Kolto-Gel. Es wird wahrscheinlich nur für einen von uns reichen, ich hatte es aber für sie aus der Kapsel geholt. Nimm es“, befahl die Frau.

    Lothar und Hogan sahen sich ungläubig an, als hätten sie die Erkenntnis des Jahrhunderts.

    Hogan verstand nur etwas von einem Lederbeutel, also fing er an in den Sachen zu wühlen und wurde auch schnell fündig. Er zog ein kleines Kästchen hervor, mittig davon eine abstraktere Version von einem roten Kreuz. Aber er war sich sicher, dass dies ein MedPac sein musste.

    Verblüfft sah er auf die Werkzeuge, die er darin fand. Celestis sammelte sich, um sich leicht aufzurichten. Sie wollte einen Arm heben, um auf ein Werkzeug zu deuten. Hogan kam ihr entgegen und hielt ihr das Kästchen hin.

    „Das ist gegen die Schmerzen“, sagte sie und zeigte mit dem Finger auf einen kleinen Stab. „Und das Gel hier kann man direkt auf die verwundete Stelle auftragen“.

    „Colonel“, wurde Celestis plötzlich unterbrochen.

    LeBeau stürmte ins Zimmer. „Klink kommt gerade angedackelt, gleich wird bestimmt nochmal Apell sein“.

    „Okay, verhaltet euch bitte ruhig“, bemerkte Hogan. „Das ist lebenswichtig“, verlieh er noch einmal Nachdruck und warf Sahtara einen ernsten Blick zu.

    Lothar machte sich in Ruhe an die Arbeit. Verwundert griff er zu dem länglichen Stab. Er rieb sich noch einmal die Augen, als hätte er Schwierigkeiten das Objekt zu identifizieren. Da riss Sahtara es aus der Hand rammte sich den Stab ungeduldig an den Hals. Ein leichtes Zischen verriet, das sich etwas aktiviert hatte. Ihre Muskeln schienen sich zu entspannen und ein tiefer Seufzer ließ deuten, dass ihre Schmerzen beträchtlich nachgelassen haben.

    Letztendlich versorgte sich die junge Frau selbst. Sie verwendete das Kolto-Gel und zog einen winzigen Apparat aus dem Kästchen, mit dem sich ohne großen Aufwand der Knochen röntgen und scheinbar auch reparieren ließ. Lothar schreckte hoch und wich zurück. Sein Blick sah aus als hätte er einen Geist gesehen und schlich hastig aus dem Zimmer. Ein Klacken im anderen Raum verriet, dass er sich wohl durch den Tunneleingang aus dem Staub gemacht hatte.

    Ein leichtes Sirren deutete darauf hin, dass das Gerät von dem MedPac aktiv war. Nach wenigen Minuten erlosch es und Sahtara stand wie vom Blitz geheilt auf zwei Füßen.

    Sie ging zur Tür und versuchte zu lauschen.

    „Komm bitte nicht auf riskante Ideen“, bemerkte Celestis.

    „Pssst“, zischte Sahtara und bedeutete mit einer Handbewegung, dass sie ruhig sein sollte.

    Jemand zählte draußen laut mit.

    „Hast du eine Idee, wo wir hier sind?“ flüsterte sie und drehte sich zu Celestis.

    „Ich vermute auf einem Planeten mit primitiver Technologie.“

    „Sind das nur Vermutungen oder hast du auch Beweise? Aber ich meinte auch mehr genau hier, ich meine was ist das für eine Einrichtung hier?“

    „Die Fenster sind fast durchgehend verschlossen aber die Leute tragen hier Uniformen und vom Ablauf her scheint es etwas Militärisches zu sein. Nun, der Erstkontakt war gerade in dem Moment, wo du versucht hast den Mann hier zu würgen, ich war selbst noch nicht lange wach.“

    Sahtara hatte soeben eine Rückblende ihres Albtraums im Kopf. Sie versuchte die Wut auf den Padawan zu verdrängen, jedoch hatte sie das dringende Bedürfnis, von hier wegzukommen. Und da war noch eine andere Erkenntnis, die sie kaum klar denken ließ.

    „Die Macht ist hier nicht vorhanden“, bemerkte sie und ein Schauer lief ihr über den Rücken. Es gab nichts wovor man als Sith oder Jedi Angst haben müsste, aber wenn das eine Konstrukt, dass das Universum zusammenhält nicht mehr vorhanden war, dann war das allen Grund zur Furcht.

    „Richtig“, antwortete Celestis nüchtern. „Deshalb Sith, gehen wir mit Bedacht vor und halten uns bedeckt, verstanden?“

    Eine Wahrscheinlichkeit die quasi bei null lag, traf gerade ein. Die beiden Frauen hatten stillschweigend einen Pakt geschlossen, ihre Anfeindungen bis auf weiteres ruhen zu lassen.

    Sahtara sah sie an und nickte. Anschließend nahm sie das MedPac und stieg zu ihr ins Bett hoch.

    „Lass mich mal sehen“, nuschelte sie etwas unbeholfen vor sich hin. Dieser Pakt kostet sie große Überwindung und es konnte nicht schaden, gleich mal damit anzufangen, Übung darin zu bekommen. Sie packte etwas unsanft die Schulter von Celestis.

    Celestis sog scharf die Luft ein, als der Schmerz sie durchfuhr.

    „Offensichtlich benutzen die Bewohner dieses Planeten primitive Projektil Waffen und ich vermute ich hab eines der Projektile noch in der Wunde“, sagte sie mit knirschenden Zähnen.

    „Etwas Kolto-Gel ist noch übrig, ich versuche das Projektil zu entfernen und damit hoffentlich die Blutung zu stoppen. Während Sahtara die Wunde versorgte versuche sie unbeholfen ins Gespräch zu kommen.

    „Es macht den Anschein, als wären wir mitten im Krieg. Der Gesichtsausdruck der Leute ist ernst und wir waren in der kurzen Zeit in zu viele Kämpfe verwickelt“, spekulierte Sahtara.

    „Dem stimme ich zu, es gilt herauszufinden, worum es in diesem Konflikt geht.“

    „Falsch, der Konflikt einer lächerlichen Zivilisation interessiert mich wenig. Ich würde gerne lieber die Rettungskapsel bergen und Nachforschungen anstellen, ob etwas von meinem Raumschiff übrig geblieben ist, ich möchte hier nicht länger verweilen als nötig“, antwortete sie im ärgerlichen Ton und war kurz davor, wieder einen Streit zu entfachen.

    Als sie den alt bekannten Weg schon eine Weile hinter sich gebracht hatten, erblickten sie schon von der Ferne ein gleißendes Licht. „Hier entlang“, drängte Newkirk. „Höchstwahrscheinlich haben die Deutschen an der Absturzstelle ein Lager mit Scheinwerfern errichtet.“

    Dort angekommen, versteckten sie sich rasch hinter den Sträuchern am Rande der Schneise.

    „Ca, c’est merde“, fluchte der Franzose. „Die Absturzstelle leuchtet ja schlimmer als ein Weihnachtsbaum, es wird unmöglich sein, das Ding irgendwie heimlich zu bergen.“

    Newkirk zog die Schultern nach oben als Zeichen, das er selbst nicht so genau wusste, was er daraufhin sagen könnte, außer natürlich innerlich die Deutschen zu verfluchen.

    „Na los“, machte er Anstalten seinen französischen Mitgefangengen zu ermutigen. „Deswegen sind wir ja nicht hier. Vielleicht haben wir mehr Glück, wenn wir erst mal Ausschau nach den beiden Ladies halten“, schlug er vor und seine Gesichtszüge hatten schon wieder etwas von diesem schelmischen Grinsen.

    Die beiden schlichen sich also davon. Sie versuchten es als erstes, an dieser kleinen Bauernhütte. Sie schluckten aber erneut schwer, als sie diese bereits von Soldaten umzingelt auffanden. Die beiden Bewohner, der Alte und das Bauernmädchen wurden gerade gezwungen mit erhobenen Händen rauszukommen. Einige Soldaten stürmten das Gebäude und das Poltern im Innern verriet ihnen, dass sie gerade dabei waren alles auf den Kopf zu stellen.

    Dem Briten und den Franzosen schnürte es die Kehle zu, als sie erkannten, dass die Soldaten die schwarzen Uniformen der SS trugen. Das würde bedeuten, das ganze Ereignis hatte bereits die hohen Tiere aus ihren Sesseln gelockt.

    Die beiden arbeiteten schon lange genug zusammen, um sich wortlos zu verständigen und den Rückzug anzutreten. Da sich der Lärm und die suchenden Scheinwerfer der Taschenlampen als ständiges Hindernis erwiesen, waren sie gezwungen eine andere Route nach Hause zu wählen.

    Doch plötzlich schien sich ihr Blatt doch noch zu wenden. Newkirk ging voraus und stolperte plötzlich heftig über etwas, was sich wie Beine anfühlte. Er landete dabei weich aber unangenehm im Tiefschnee.

    „Newkirk, was ist los?“ wollt Lebeau wissen.

    „Was zum? Ich bin über irgendetwas gestolpert.“

    Die beiden tasteten sich im Dunkeln voran.

    „Mon dieu!“ Lebeau schrak plötzlich besorgt zusammen.

    Er grub etwas im Schnee und konnte ein Körper und ein Gesicht ertasten. Die völlig kalten Wangen ließen ihm die Haare im Nacken zu Berge steigen.

    „Hilf mir mal mein Freund, ich habe jemanden gefunden.“

    „Ach du schöne Scheiße“ entglitt des dem Briten aus ganzem Herzen.

    Die beiden buddelten aus dem Schnee zwei Körper aus, die sich bereits steif und kalt anfühlten. Das Ertasten einer Pulsader ließen die Männer jedoch erleichtern. Die Körper waren noch nicht tot.

    Beim Ertasten von bestimmten anderen Körperstellen entging es Newkirk außerdem nicht, dass es sich um zwei Frauen handelte.

    „Lebeau, das sind unsere Mädels“, stellte er erleichtert fest. „Na los, jeder wirft sich eine davon um die Schultern, wir müssen den beiden Helfen, bevor ihnen vor Kälte die ersten Körperteile abfallen.“

    „Sie sterben ab, nicht fallen du Idiot“, bemerkte Lebeau leicht zynisch.

    Auch wenn es sich um zwei leichte Frauen handelte, mussten die Männer doch schwer schuften, sie den ganzen Weg bis zum Lager zu tragen.

    Als sie in der Nähe des Tunneleingangs waren mussten sie sich auf die Scheinwerfer konzentrieren, da sie mehrmals hin- und her gehen mussten, um jeweils die reglosen Körper der Frauen irgendwie durch den Tunneleingang und die Leiter hinabzubewegen.

    Alle vier waren sicher im spärlich beleuchteten Tunnelsystem von Hogans Helden angekommen. Lebeau fasste sich an den Mund, um einen erschrockenen Schrei zu unterdrücken und zeigte auf Newkirks Schulter. Sie war überall mit Blut befleckt.

    „Mon Dieu! Eine der beiden scheint schwer verwundet“, brach sein Satz ab und fiel bei dem Anblick des Blutes in Ohnmacht.

    „Na toll…“, bemerkte der Corporal zynisch.

    „Dann bringe ich euch beiden wohl erst mal in Richtung Baracke, da ist es auf jeden Fall schon mal wärmer und hole sofort den Colonel“, nuschelte er vor sich selber her.

    Fast angekommen, sah er beim Vorbeigehen am Funkraum, dass Kinch noch wach war.

    „Ein Glück, was machst du denn noch hier?“ fragte Newkirk

    „Der Colonel wollte, dass ich den Funkraum überwachte, falls sich dort noch irgendwas über den Code oder ein Treffen aufklären sollte.“

    „Komm schnell“, eilte er ihn. „Wir haben die beiden Frauen und eine davon scheint schwer verwundet.“

    Kinchs Blick wurde plötzlich sehr aufmerksam und er riss sich den Kopfhörer sofort vom Kopf, von jetzt auf gleich um die Ecke zu verschwinden. Als er die beiden Kälteopfer erblickte, trug er die beiden Körper sofort in einen Nebenraum jeweils auf eine Pritsche.

    Er schob bei der blutenden Frau das Gewand beiseite und bemerkte sogleich, dass er die Tarnung eher als seltsam empfand. Es entsprach nicht dem gewohnten Kleiderstil, den Zivilisten normalerweise pflegten. Außerdem hatte die Frau mitten im Gesicht anscheinend seltsame Male oder Tättowierungen. Er schüttelte den Kopf und fand die Quelle der Blutung. Aus einem Verbandskasten wühlte er Verbandmaterial, um einen Druckverband anzulegen.

    „Da habt ihr ja ganz schön etwas durchgemacht“, redete der Sargeant mit sich selbst, während er damit anfing, die Körper nach weiteren Verletzungen abzutasten. Er kontrollierte außerdem bei Beiden die Pupillen und fand bei der anderen Frau auffällige Verfärbungen am Schlüsselbein fest. Er war kein Sanitäter, jedoch knirschte es an der Stelle und konnte nur erahnen, dass es sich um einen zerborstenen Knochen handeln könnte. Er seufzte tief und erblickte wenige Augenblicke den Colonel zusammen mit den anderen Männern im Tunnel. LeBeau, der sich anscheinend von seiner Ohnmachtstirade schon erholt hatte, hinter dem Colonel. Er wirkte aber nichts desto trotz sehr mitgenommen und starrte zu Boden.

    „Mon Colonel, ich glaube wir brauchen Hilfe vom Widerstand, ihre Verletzungen sehen komplizierter aus“, bemerkte Lebeau mit besorgter Miene.

    Der Colonel nickte.

    „Wir bringen sie erst mal in mein Büro. Da kann unser Schultzie sie nicht sofort erblicken, falls er mal wieder in die Baracke stürmt. Die beiden scheinen völlig ausgekühlt, die Tunnel sind nicht der richtige Ort“, bemerkte er sachlich.

    „Natürlich ihre Kabine, für zwei so Damen“, bemerkte Lebeau mit verschmitztem Grinsen.

    „Kinch, versuch Kontakt zum Widerstand aufzunehmen, wir brauchen dringend medizinische Versorgung“, befahl der Colonel, ohne auf den Kommentar von Lebeau einzugehen. Er wirkte konzentriert und gestresst von den zusätzlichen Steinen, die ihnen in den Weg gelegt wurden, um ihre Mission zu erfüllen. Er hatte gleichzeitig die Bergung der seltsamen Kapsel bereits im Hinterkopf.

    Mit gemeinsamen Kräften betteten die Männer die beiden Frauen in die Gemächer von Hogans Büro und warteten bei hell erleuchteter Baracke auf eine hoffentlich positive Nachricht von Kinch. Die Männer hatten sich einen starken Kaffee aufgebrüht. Jeder Anwesende war zu aufgewühlt um jetzt zu schlafen. Colonel Hogan lief mit seiner Tasse in der Hand hin- und her, während die anderen Karten spielten, um den Stress etwas abzubauen.

    Die gedankenversunkenen Männer schraken kurz auf und blickten zu dem Bett in der Baracke, wo sich der Tunneleingang befand. Kinch kam wie der Blitz die Leiter hochgeschossen.

    „Colonel, Hilfe ist unterwegs.“

    9 Rettung in letzter Sekunde


    Deutschland, Stalag 13


    COLONEL HOGAN FASSTE SICH NACHDENKLICH ans Kinn und schärfte seinen Verstand. Dank der detailgenauen Beschreibung von Newkirk über die beiden Damen, kam ihm da eine Idee in den Sinn. Er musste ihn die ganze Zeit abwimmeln, da er nicht gedacht hätte, das bei diesem ganzen Plan die beiden kämpfenden Furien in Spiel kommen würde.

    „Newkirk?“ regte er sich.

    „Ja, was ist denn?“ Antwortete er und die Männer bildeten eine Traube um den Colonel.

    „Sagtest du nicht, das eine der beiden ganz in schwarz gekleidet war?“

    „Das ist richtig und…“

    Gerade als er wieder auszuschweifen drohte, feuerte Hogan ihm einen vernichtenden Jetzt-Nicht-Blick zu.

    „Könnte das etwas mit dem Codename >schwarz< zu tun haben? Eventuell war sie auf dem Weg ins Hofbräu und wurde dabei erwischt.“

    „Das erklärt aber immer noch nicht, warum sich gerade zwei Damen so kampferprobt in die Haare kriegen“, erwiderte der Franzose.

    „Ich dachte die beiden haben irgendetwas mit der Bombe zu tun“, kam es von Carter.

    „Vielleicht hat diese Bombe, wie du sagst, irgendetwas mit der geheimen Mission zu tun“, fügte Newkirk hinzu.

    Hogans Blick sah sehr nachdenklich aus. „Aber warum sollten dann beide an gleicher Ort und Stelle sein und sich schnappen lassen? Was würde das für einen Sinn machen uns eine versteckte Nachricht so umständlich und gesondert zukommen zu lassen.“

    „Also ich hatte irgendwie das Gefühl, sie wurden gar nicht geschnappt, letztendlich sind wir alle zusammen in diese Hütte im Schnee geflüchtet.“

    „Hütte im Schnee? Unser Corporal klingt schon wieder so romantisch, das wär doch eigentlich mein Part“, lenkte LeBeau ein.

    „Konzentriert euch Männer. Ein Teil muss herausfinden, ob die Tatsache mit dem Hofbräuhaus noch aktuell ist. Ein anderer Teil muss einen immensen Trümmer demontieren und bergen und gleichzeitig diese beiden Frauen finden, bevor es die Deutschen tun.“

    Die Männer nickten eifrig, das klang nach einem Plan. Endlich würde wieder Leben in diesen tristen Lageralltag kommen.

    „Also gut, wir schlafen einige Stunden darüber und dann machen wir uns auf die Socken. LeBeau und Newkirk ihr geht nochmal raus und haltet Ausschau nach unseren beiden Kandidatinnen.“

    „Aber Colonel“, wollte LeBeau protestieren. „Meine Beine sind immer noch taub durch das ganze Stapfen durch den Tiefschnee.“

    „Da können Sie uns ja gleich an die russische Front schicken“, hakte Newkirk noch einmal nach.

    „Vielleicht sollte ich das auch tun“, bemerkte der Colonel ironisch.

    Aber ihm schien es ernst zu sein, also blieb den beiden Gefangenen nichts anderes übrig, als ihr Nickerchen zu überspringen und noch einmal in die Kälte zu gehen.


    Eine halbe Stunde später trafen sich die beiden Helden wieder frisch eingekleidet in trockenem Schuhwerk, dicken Jacken und dunkel bemalter Gesichtshaut vor dem Tunnelausgang einige Meter jenseits des Lagerzauns wieder.

    Newkirk kletterte zuerst nach oben und öffnete den Deckel des Baumstumpfes, der den Tunnelausgang versteckt hielt. Er duckte sich, als der Scheinwerfer des Wachturmes über den Stumpf glitt. Als die Luft rein war, huschten beide ins Dickicht und verschwanden zwischen den Bäumen.

    Die beiden hatten Schwierigkeiten sich zu orientieren, da der schneebedeckte Boden so gut wie fast jeden Baum und Stein im Wald gleich aussehen ließen.

    LeBeau fand eine Fährte, die eine ganze Horde an Fuß- und Pfotenabdrücken in den Wald in eine bestimmte Richtung gehen ließen.

    „Schultz klang, als wäre dieses Ding selbst für unseren lieben Feind ein Mysterium“, rätselte Newkirk.

    „Es wäre also logisch, wenn sie gleich ein ganzes Bataillon dort hinschicken würden, um die Stelle abzusichern“, ergänzte LeBeau.

    Als die beiden sich ein stummes Zeichen zum Einverständnis gaben, folgten sie der offensichtlichen Spur weiter. Der Weg kam ihnen auch bald wieder bekannt vor, sie mussten auf der richtigen Fährte sein.

    Mir geht das genauso! Meist hab ich eine bestimmte Szene oder ein Ende schon im Kopf und ich muss mir immer nur ausdenken, wie es dazu kommen wird. Und ich habe auch diesen Flow, entweder kommt dann alles auf einmal oder eine Weile gar nichts. Gestern abends hab ich mich selbst köstlich dabei amüsiert, eine Szene im Hofbräu zu schreiben, vielleicht weckt das ja das ein oder andere Interesse ^^

    Nun ja Zeit ist immer relativ, sobald die Kids im Bett sind, ist Me-Time. Da mache ich keinen Haushalt, gar nichts mehr. Vorher ging das eh nie weil wir alle auf dem gleichen Stockwerk sind und das Geklimper zu viel Krach gemacht hätte und jetzt im nachhinein möcht' ich das auch gar nicht einführen Abends noch groß was aufzuräumen. Meistens weiß ich schon im Tagesverlauf, was ich Abends so vor habe und dann schaffe ich auch meist konzentriert viel in den zwei Stunden. Entweder weiß ich schon worüber ich schreibe, oder welches Spiel ich spielen mag oder welchen Sport ich machen möchte.

    Okay ich habe gemerkt es scheint ein Problem mit directupload zu sein :) ich kann das bild zwar sehen aber darf es wegen eines AGB verstoßes nicht mehr verlinken, warum auch immer ^^ Habe die eigentlich selbst gemacht.


    kathi Tjaaa, das ist immer so das Ding mit kreativen Sachen. Ich glaube ich arbeite mit da in "Schüben" voran. Obwohl ich sagen muss das Kapitel was ich geadded hab, hatte ich schon vor langer Zeit geschrieben und wahrscheinlich hier vergessen zu updaten. Ich schreibe gerne immer etwas "vor" damit ich mal Zündstoff habe, wenn ich mal gar nichts schaffe.

    Aber wie soll ich das mit den Schüben erklären, das kommt einfach so wie eine Art Geistesblitz, da saugt mich das Universum indem ich mich zu der Zeit der Fanfic befand, einfach wieder ein. Und dann geht das Kopfkino los, von selbst, als würde sich da ein Film in mir abspielen, und dann versuch ich es irgendwie festzuhalten, immer und immer wieder. Ich habe gestern angefangen seit 2 Jahren hab ich gesehen daran weiter zu schreiben. Und nun ja ich glaube ich habe starke Einbußen am Schreibstil verloren aber wenn ich gar nichts mache, kann ich auch nicht mehr besser werden. Es muss dann einfach zu Papier gebracht werden um das Kopfkino aus mir rauszukriegen, nun jaa so läuft das glaub ich. Sonst bleibt diese Szene für immer im Kopf gefangen und ich will ja selbst wissen wie es weitergeht, und da muss das erst mal raus. Ich geh' viel Spazieren oder mach Sport an der frischen Luft und hab oft Kopfhörer auf, da passiert mir das meistens. Früher war es immer aufm Weg zur Arbeit.

    Ui Lexi, da bin ich ja mal gespannt! Wir sind seit heute von der Ostsee zurück und hah komischerweise hat mich nach Monaten wieder der Schreibrappel gepackt. Also ich werde evtl. endlich mal mein eigenes Buch anfangen, bzw. ich fange gleich jetzt damit an :D


    Das heißt auch dass es eventuell auch bald einen Foto Input von mir geben wird.


    Herrje und irgendwie habe ich so lange Nägel wie noch nie... ich merke gerade dass ich echt Schwierigkeiten habe an der Tastatur zu tippen aber die wachsen seid meiner Ernährungsumstellung und Schwangerschaft echt wie Kraut und Rüben, davor sind die systematisch immer zu dünn gewesen, sind sofort umgeknickt und abgerissen etc.

    Find ich irgendwie rührend, wobei ich mir Klink als romantischen und leidenschaftlichen Hengst gar nicht vorstellen kann, mehr wie so ein verspieltes Kind. Aber das hast du güt rübergebracht ^^ Als er Helga begrüßt hat kam er mir wie so ein keiner niedlicher Hund vor, der sich fast überschlägt weil er vor so viel Freude mit dem Schwanz wedelt.

    Deutschland, Stalag 13


    COLONEL HOGAN FASSTE SICH NACHDENKLICH ans Kinn und schärfte seinen Verstand. Dank der detailgenauen Beschreibung von Newkirk über die beiden Damen, kam ihm da eine Idee in den Sinn. Er musste ihn die ganze Zeit abwimmeln, da er nicht gedacht hätte, das bei diesem ganzen Plan die beiden kämpfenden Furien in Spiel kommen würde.
    „Newkirk?“ regte er sich.
    „Ja, was ist denn?“ Antwortete er und die Männer bildeten eine Traube um den Colonel.
    „Sagtest du nicht, das eine der beiden ganz in schwarz gekleidet war?“
    „Das ist richtig und…“
    Gerade als er wieder auszuschweifen drohte, feuerte Hogan ihm einen vernichtenden Jetzt-Nicht-Blick zu.
    „Könnte das etwas mit dem Codename >schwarz< zu tun haben? Eventuell war sie auf dem Weg ins Hofbräu und wurde dabei erwischt.“
    „Das erklärt aber immer noch nicht, warum sich gerade zwei Damen so kampferprobt in die Haare kriegen“, erwiderte der Franzose.
    „Ich dachte die beiden haben irgendetwas mit der Bombe zu tun“, kam es von Carter.
    „Vielleicht hat diese Bombe, wie du sagst, irgendetwas mit der geheimen Mission zu tun“, fügte Newkirk hinzu.
    Hogans Blick sah sehr nachdenklich aus. „Aber warum sollten dann beide an gleicher Ort und Stelle sein und sich schnappen lassen? Was würde das für einen Sinn machen uns eine versteckte Nachricht so umständlich und gesondert zukommen zu lassen.“
    „Also ich hatte irgendwie das Gefühl, sie wurden gar nicht geschnappt, letztendlich sind wir alle zusammen in diese Hütte im Schnee geflüchtet.“
    „Hütte im Schnee? Unser Corporal klingt schon wieder so romantisch, das wär doch eigentlich mein Part“, lenkte LeBeau ein.
    „Konzentriert euch Männer. Ein Teil muss herausfinden, ob die Tatsache mit dem Hofbräuhaus noch aktuell ist. Ein anderer Teil muss einen immensen Trümmer demontieren und bergen und gleichzeitig diese beiden Frauen finden, bevor es die Deutschen tun.“
    Die Männer nickten eifrig, das klang nach einem Plan. Endlich würde wieder Leben in diesen tristen Lageralltag kommen.
    „Also gut, wir schlafen einige Stunden darüber und dann machen wir uns auf die Socken. LeBeau und Newkirk ihr geht nochmal raus und haltet Ausschau nach unseren beiden Kandidatinnen.“
    „Aber Colonel“, wollte LeBeau protestieren. „Meine Beine sind immer noch taub durch das ganze Stapfen durch den Tiefschnee.“
    „Da können Sie uns ja gleich an die russische Front schicken“, hakte Newkirk noch einmal nach.
    „Vielleicht sollte ich das auch tun“, bemerkte der Colonel ironisch.
    Aber ihm schien es ernst zu sein, also blieb den beiden Gefangenen nichts anderes übrig, als ihr Nickerchen zu überspringen und noch einmal in die Kälte zu gehen.


    Eine halbe Stunde später trafen sich die beiden Helden wieder frisch eingekleidet in trockenem Schuhwerk, dicken Jacken und dunkel bemalter Gesichtshaut vor dem Tunnelausgang einige Meter jenseits des Lagerzauns wieder.
    Newkirk kletterte zu erst nach oben und öffnete den Deckel des Baumstumpfes, der den Tunnelausgang versteckt hielt. Er duckte sich, als der Scheinwerfer des Wachturmes über den Stumpf glitt. Als die Luft rein war, huschten beide ins Dickicht und verschwanden zwischen den Bäumen.
    Die beiden hatten Schwierigkeiten sich zu orientieren, da der schneebedeckte Boden so gut wie fast jeden Baum und Stein im Wald gleich aussehen ließen.
    LeBeau fand eine Fährte, die eine ganze Horte an Fuß- und Pfotenabdrücken in den Wald in eine bestimmte Richtung gehen ließen.
    „Schultz klang, als wäre dieses Ding selbst für unseren lieben Feind ein Mysterium“, rätselte Newkirk.
    „Es wäre also logisch, wenn sie gleich ein ganzes Bataillon dort hinschicken würden, um die Stelle abzusichern“, ergänzte LeBeau.
    Als die beiden sich ein stummes Zeichen zum Einverständnis gaben, folgten sie der offensichtlichen Spur weiter. Der Weg kam ihnen auch bald wieder bekannt vor, sie mussten auf der richtigen Fährte sein.


    =======KAPITEL 8 ENDE=======

    Liebe Kathi, auch von uns alles herzliche und gute zu deinem Wiegetag :)
    Hab mit meinen zwei Stück Erdbeertorten gleich für dich mitgefeiert, meine Nichte hatte gestern auch.

    Das freut mich @Lisa, dann kann ich ab und zu mal ein Fotoshooting machen :D Ich habe Hogan, Schultzi und Kink auch da.


    @Yggdrasil, nee leider nicht, das ist nur ne Barbie, aber ich hatte mir das Set ursprünglich mal gekauft, um sie zu modifizieren. Ich habe hier auch noch woanders einen Puppenkopf noch herumliegen, dem ich das Standardgesicht abgerubbelt und den Kopf skalpiert hatte. Das Ziel war es, der Puppe eine andere Haarfarbe/Frisur zu geben und anschließend ein schönes Künstlergesicht drauf zu malen :) bin aber bisher noch nicht so viel dazu gekommen, dieses Hobby zu vertiefen. Irgendwann wollte ich nach dem "üben" ja mal ne eigene Actionfigur herstellen.

    Celestis machte augenblicklich kehrt und hechtete zunächst hinter die Kapsel und hörte die schweren Projektile an ihr vorbeifauchen oder an der Kapsel abprallen. Sie wäre nicht in der Lage, diese Projektile von sich abschirmen zu können, während sie auf die Männer zustürmte.
    Sie warf mit aller Kraft einen Stein und traf einen andren Soldaten. Die wenigen Sekunden, als die anderen völlig perplex auf den zweiten ausgeschalteten Mann starrten reichten ihr, um schnell um die Kurve zu haschen und durch die Öffnung der Kapsel zu gelangen. Sie ergriff dabei die obere Öffnung der Luke und sprang mit den Beinen vorwärts hinein.
    „In Deckung!“ rief einer der Männer in aggressivem Ton.
    Sie griff gezielt nach dem Medi-Kit und sprang auf dieselbe Weise wieder ins Freie. Sie ergriff schlagartig die Flucht. Sie jaulte laut auf, als eines der Projektile sie bei der Flucht in die hintere Schulter trafen.
    Die Jedi hatte jedoch keine Wahl und war gezwungen schnellen Schritts durch die Dunkelheit zu fliehen. Ohne ihren sechsen Sinn stolperte sie gefühlt über fast jedes zweite kleine Hindernis auf dem Weg in den tiefen Wald hinein. Die Sabrak presste reflexartig ihre freie Hand auf ihre Schusswunde.
    Hinter ihr hörte sie die Schreie der Soldaten gellen. Sie hoffte sie im Schutz der Dunkelheit irgendwie abzuhängen.
    Völlig außer Atem erreichte sie wieder die kleine Lichtung, in der sich die kleine Bauerhütte befand. Sie musste kurz pausieren und stütze die Hände auf die Knie, um ein paar tiefe Atemzüge zu holen und überprüfte, ob sie das Medi-Kit noch unter ihrer Robe trug.
    Nach ein paar tiefen Luftzügen stapfte sie durch den tiefen Schnee Richtung Eingangstür. Die Stimmen aus dem Wald klangen nur noch gedämpft, aber sie musste auf der Hut bleiben. Sobald sie die Hütte entdecken würde, ist es sehr offensichtlich, dass sie sich dort versteckt hielt.
    Drinnen angekommen, streifte sie sich das Fell von den Schultern und warf einen Blick nach Sahtara. Die Stirn der schwarz gekleideten Frau war mir Schweißperlen übersäht, aber sie schien wahrscheinlich vor Erschöpfung in den Schlaf gefunden zu haben.
    Der Gedanke daran, diese Frau ein wenig zu entkleiden und sie medizinisch zu versorgen kostete Celestis große Überwindung. Diese Frau war immerhin eine Sith.
    Sie schüttelte unwillkürlich den Kopf, um ihre Unsicherheit zu verscheuchen. Der Fakt, dass beide von ihnen von ihren Kräften verlassen wurden, müsse sie unbedingt absichern. Diese Frau ist momentan keine Bedrohung mehr. Die Rivalität zwischen Sith und Jedi waren beide in Mark und Bein geprägt, doch ihre Gedanken daran müssen jetzt nun einmal ruhen, da sie die einzigen Fremdlinge auf diesem Planeten waren. Es würde ihnen beide nichts bringen, sich weiterhin bis aufs Blut zu bekämpfen.
    Als sie ihr innerliches Kriegsbeil endlich begraben konnte, schlug sie die Bettdecke etwas zurück und hob ihr Oberteil von unten etwas an. Ihre andere Hand fand einen Weg unter ihr Oberteil und glitt nun vorsichtig und langsam Richtung Schulterpartie. Die gebrochene Stelle fühlte sich deformiert und verbeult an. Ohne medizinisches Wissen wäre sie nicht in der Lage, den Bruch zu behandeln. Das Kolto-Gel war zwar in der Lage, die Verletzung innerhalb von ein paar Stunden gänzlich zu heilen, aber die Knochen mussten dennoch zuerst wieder an Ort und Stelle gebracht werden.
    Sahtara schrak durch das Abtasten an der verwundeten Stelle wie von der Tarantel gestochen nach oben und ihre Hand umschlang schlagartig den Hals von Celestis. Die beiden blickten sich aber zunächst tief in die Augen. Celestis Augen flackerten vor Aufregung und ihr Herz rutschte plötzlich in die Hose. Sahtaras Augenlieder flatterten vor Wut und Schmerz. Ihr Griff wurde allmählich etwas energischer, jedoch ließ sie von ihr ab.
    Celestis Gesichtszüge erleichterten sich schlagartig.
    „Sahtara, wir sind beide schwer verwundet und die lokale Armee ist uns auf den Fersen, wir müssen schleunigst hier weg. Wir brauchen dringend medizinische Versorgung.“
    Der Blick der Sith wanderte zur Schusswunde der Jedi.
    „Wo habt Ihr das her?“ fragte sie argwöhnisch.
    „Ich bin noch einmal zur Rettungskapsel zurück. Bei dem Versuch das Medi-Kit zu bergen wurde ich angeschossen. Ihre Geschosse sind primitiv, jedoch schwer und schnell. Ohne Verbindung zur Macht fast unmöglich ihnen auszuweichen oder abzufangen“, erzählte sie rasch, ohne dabei Luft zu holen.
    Sahtaras Gesichtsausdruck wurde plötzlich ungewöhnlich sanfter.
    „Das heißt, Ihr habt euch diese Wunde wegen mir zugezogen?“
    Die Jedi nickte.
    „Närrin“, zischte Sahtara daraufhin ironisch.
    Doch Celestis fing langsam an, sich an ihre Art von Humor und Ausdrucksweise zu gewöhnen.
    „Los, kommt“, sagte sie und gab ein Zeichen. Sie hievte Sahtara in einem Ruck hoch. Die Sith war kleiner und leichter als sie, was ihr zu Gute kommen würde, sie durch den Wald schleifen zu können.
    Die beiden Frauen schraken kurz auf und schauten sich noch einmal tief in die Augen, als sie aus irgendeiner Richtung gellende Rufe wahrnahmen. „Dort drüben!“ hallte es von draußen.
    Das war das Zeichen, schleunigst von hier zu verschwinden.

    Deutschland, nahe Hammelburg


    KAUM HATTE DIE JEDI CELESTIS die Hütte hinter sich gelassen und in den Wald eingetaucht war, hatte sie beinahe nur noch Dunkelheit um sich. Der Mond schaffte es nur mit Mühe und Not, durch das dichte Gehölz zu scheinen. Bei jedem Luftzug kuschelte sie das Fell instinktiv enger um ihre Schultern. Bei jedem ihrer Schritte gab das Unterholz ein verräterisch Knacken oder Rascheln von sich.
    Durch ihren fehlenden sechsten Sinn hatte sie nicht die leiseste Ahnung, ob irgendwo jemand auf sie lauern würde. Glücklicherweise hatten Sabrak jedoch ein extrem gutes Gehör und sie konnte dadurch ab und zu ein kleines Tier davonhuschen spüren.
    Als sie ein lauteres Rascheln wahrnahm, raste ihre Schwerthand unwillkürlich zum Heft ihres Lichtschwertes. Sie wirkte angespannt, aus der Dunkelheit funkelten Sie leuchtende Augen an. Als das Tier sich in Ruhe weiter seines Weges machte entspannte sie sich und versuchte noch einmal in einem Moment der Ruhe ihre Waffe zu aktivieren.
    Das Lichtschwert galt als eines der mächtigsten Instrumente und wurde ausschließlich von Macht-Anwendern geführt. Ein sehr seltener Kristall im Inneren war imstande die Energie für einen extrem gebündelten Laser zu erzeugen. Dieser konnte sich in Nullkommanichts durch fast jede Materie brennen.
    Zusammen mit ihrer Fähigkeit, sich der >Macht< bedienen zu können, welche sich beispielsweise oft durch Gedankenlesen, Telekinese oder und übernatürlichen Reflexen und Sinnen bemerkbar mache, wurden sie dadurch zu kaum unterkriegenden Elite-Kämpfern und Retter der Galaxie.
    Das Gegenteil waren die Sith, die stets darauf aus waren sich aufgrund ihrer Fähigkeiten als überlegene Rasse anzusehen und die Galaxie zu unterwerfen.
    Als Jedi war es immer stets der letzte Schritt, diese Waffe vor Anderen zu ziehen. Sie zogen vor, ihre Konflikte mit Worten zu lösen, bevor sie Jemanden damit bedrohten.
    Sie seufzte und ihr wurde wieder einmal klar, dass sie jetzt nicht mehr in der Lage war, sich auf ihre Macht verlassen zu können und hoffte insgeheim, dass dies ein temporärer Zustand sein würde. Eine Welt gänzlich ohne Macht könnte laut ihrem Weltbild überhaupt gar nicht existieren, da sie eine treibende Kraft im Universum darstellte. Celestis packte ihre Waffe also wieder an ihren Gürtel und laß einen stabilen Stock vom Boden des Waldes auf.
    Ihre Schwertkunst würde ihr auch dabei helfen, mit einer primitiveren Schwertart ebenfalls geschickt umzugehen. Die Waffe wäre einfach nur nicht so verletzlich, wie ein Lichtschwert es wäre.
    Sie ertastete sich einen ungefähr einen Meter langen und fast geraden Ast und trug diesen in ihrer Schwerthand. Als sie ein leises Raunen zu hören vermochte wusste sie, dass sie nicht mehr weit von der Absturzstelle sein könnte.
    Tatsächlich entdeckte sie nach wenigen Schritten hinter ein paar verkohlten Büschen die große Schneise im Wald. Sie duckte sich, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ihre braune Robe half ihr dabei, in der Dunkelheit für jedes Auge zunächst unbemerkt zu bleiben.
    Um die Rettungskapsel herum waren bereits mehrere Scheinwerfer aufstellt, die ein wirkliches Highlight mitten in dieser Finsternis darstellten. Mehrere Männer, die aussahen, als hätten sie alle eine Uniform an, untersuchten dieses Objekt scheinbar. Viele von ihnen waren mit einer simplen Schreibunterlage und primitiven Schreibgeräten ausgerüstet. An den Hüftgürteln der Männer entdeckte sie ebenfalls Projektil-Waffen. Sie konnte aber kaum einschätzen, um welche Art von Projektilen es sich dabei handeln könnte, da sich die Waffen eines stinknormalen Blasters ähnelte, wie sie sie von Vagabunden, Piraten oder Schmugglern aus ihren bekannten Welten kannte.
    Celestis hatte keinen Schimmer, wie sie alle diese Männer ablenken konnte, um dieses Kolto-Gel aus der Kapsel zu bergen. Die Jedi machte sich innerlich auf Konfrontation gefasst, die nur in einem Kampf enden konnte. Sie selbst und diese Rettungskapsel schienen einen völlig befremdlichen Eindruck auf die hiesige Zivilisation zu machen, also würden sie logischerweise mit Argwohn und Feindseligkeit reagieren.
    Die hielt den Stock zunächst nach unten und ging zielgerade auf die Männer zu. Ihre Kapuze war tief ins Gesicht gezogen. Sie sah sich etwas um und die Männer starrten sie zunächst seltsam an. Sie würde üblicherweise auf ihre diplomatische Fähigkeiten zählen, um diesen Konflikt friedlich zu lösen. Seit sie auf dieser Welt gestrandet war, nagte jedoch zum ersten Mal ein großes Gefühl der Unsicherheit an der Jedi und sie fand einfach nicht die passenden Worte. Sie war sich nicht einmal sicher, ob diese Fremdlinge sie verstehen würden.
    „Halt!“ rief einer der Männer und erhob die Hand. „Wer sind Sie und wie sind Sie hier her gekommen?“
    Celestis war im Nachhinein erstaunt, dass sie sehr viele der gesprochenen Worte verstehen konnte. Diese Männer sprachen fast >Basic<, auch wenn ihr Akzent und ihre Aussprache sehr merkwürdig waren. Es waren anscheinend nur die Männer von vorhin, die sie zuerst bei der Kapsel gefunden hatten, die eine andere Sprache sprachen.
    Gedankenverloren erwiderte sie zunächst gar nichts, als dann ein anderer Mann sie anblaffte.
    „Das hier eine militärisch abgesperrte Zone und wir sind gezwungen Sie zu verhaften.“ Er kam zielgerade auf sie zu und hatte seiner Gestik nach zu beurteilen die Absicht, sie zu ergreifen.
    Celestis hob jedoch ihren Stock nach oben und blockierte den Mann.
    „Ich benötige nur das Medi-Kit in der Rettungskapsel, den Rest könnt ihr bergen“, versuchte sie direkt und unbeholfen zu vermitteln.
    Der Mann umgriff ihren Stock und machte keine Andeutungen, sie in Ruhe zu lassen. Die Jedi machte sich also auf einen Kampf gefasst und unternahm ein geschicktes Drehmanöver um den Mann mit ihrem Stock innerhalb weniger Sekunden bewusstlos zu schlagen.
    Selbst ohne übernatürlichen Reflexe waren ihre Bewegungen immer noch sehr flink und präzise und würden ihr dabei helfen, diese trägen Soldaten zu bezwingen.
    Sie setzte zu einem kräftigen Sprung an, um hinter einen anderen Soldaten zu gelangen. Als ihre Absicht jedoch klar war, zog dieser abrupt seine Waffen und eröffnete das Feuer.