Corporal Newkirks Lonley Hearts Club Band

  • hmmmm
    *gg*
    war ein prima Weihnachtsgeschenk. *hüpf*
    freu mich schon auf die Kurzgeschichten, nur schade, dass es hier nicht mehr weitergeht. Man merkt, dass du zum Ende kommen wolltest ;)
    Aber wie immer sehr gut geschrieben, du hast die beiden echt gut drauf.


    Weiter so!!

  • Also, das Lied gab es zwar noch nicht als ich mit der story angefangen habe und es ist auch eigentlich überhaupt nicht meine Musik, aber findet ihr nicht das dieser Song von Nelly Furtado: All Good Things (come to an end) super zu der story passt? ist mir vorhin plötzlich aufgefallen...


    Flames to dust,
    lovers to frieds,
    why does all good things come to an end?

  • Das Ende ist sehr überraschend, hätte ich nicht gedacht! Aber ich finde das Ende sehr gut, viel besser als ich gedacht hätte.....muss Newkirk wohl damit leben...Das wird er verkraften

    "Ich will, dass sie ihre Arbeit machen."
    "Doch wie schon der Philosoph Mick Jagger sagte 'You can't always get what you want'."

  • Prolog: Hab ich irgendwann mal groß getönt die Story wäre zu ende? :rolleyes:
    Tja, man kann mich wohl nicht ernst nehmen. Es hat zwar ein BISSCHEN gedauert. Aber irgendwie macht EKvH süchtig... und die Story hat irgendwie noch unerschöpftes potential. ok, viel Spaß mit kapitel 12. Soviel sei gesagt: es ist erst der Anfang der Fortsetzung :D



    KAPITEL 12


    Newkirk lag schweißgebadet auf seinem Bett. Ihm tat alles weh. So heftig wie in den letzten Wochen hatte er noch nie in seinem Leben geschuftet.
    Alles was beim letzten Abgang der Helden zu Bruch gegangen war musste wieder aufgebaut werden. Natürlich immer nur heimlich, in der Zeit in der sie nicht gerade auch noch für Klink ran mussten.
    Er fuhr in Gedanken versunken über seine linke Schulter. Die Wunde von dem Streifschuss der ihn getroffen hatte war einigermaßen gut verheilt, doch die Narbe die geblieben war schmerzte, gerade jetzt wo das Wetter wieder kälter wurde.


    Das einzige gute an der momentanen Situation war, dass er viel mehr Zeit allein mit Hogan verbrachte als üblich. Ständig sprachen sie darüber, was als nächstes zu tun war. Meist nur unter vier Augen. Einerseits war Newkirk erleichtert, dass Hogan sich ihm gegenüber so normal und locker verhielt wie eh und je. Nach all dem, was vorgefallen war, fand er das alles andere als selbstverständlich. Doch andererseits brannte das Verlangen in ihm stärker, als es vorher je gebrannt hatte. Er schloss die Augen und träumte ein wenig vor sich hin. Er rief sich die Situationen in Erinnerung in denen er Hogan so unverschämt nahe gekommen war. Dabei fühlte er sich jedes Mal als würden zwei Herzen in seiner Brust schlagen. Er war stolz auf sich, dass er damals im Wald so vernünftig gehandelt hatte. Doch immer wieder fragte er sich auch, was andernfalls passiert wäre. Außerdem ertappte er sich dabei, wie er dachte, dass Hogan ja wohl kaum abgeneigt gewesen war. Daraufhin drifteten seine Gedanken meist wieder in heftige Schwärmereien ab. Als er sich gerade Hogans stets frech funkelnden Blick ins Gedächtnis rief (was ihm immer warme Schauer über den Rücken jagte), wurde er unsanft aus seiner Traumwelt gerissen.
    „Newkirk!“ rief Hogans Stimme, etwas zu laut als nötig in sein Ohr.
    Newkirk fuhr verschreckt auf, als fürchtete er Hogan hätte ihn in seinen Gedanken ‚ertappt’.
    „A-Autsch!“ jammerte er sogleich und steckte sich einen Finger in sein gequältes Ohr, als wolle er testen ob es noch funktionierte.
    „Sei kein Mädchen Kirk!“ Sagte Hogan, der ihn belustigt betrachtete und knuffte ihn in die Rippen um ihn aufzufordern ganz aufzustehen.
    „Wasn l-los, Sir?“ fragte Newkirk und stemmte sich schwerfällig auf die Beine.
    „Na ich glaub deinen Ohren ging es schon vorher nicht so gut. Hast du nichts gehört?“
    „I-Ich muss mit den Gedanken wo a-anders gewesen sein.“ Nuschelte Kirk mehr zu sich selbst als zu Hogan. Doch dieser hörte ihn trotzdem und für einen kurzen Moment trafen sich ihre Blicke.
    „Es ist sind gerade mehrere Fahrzeuge aufs Gelände gefahren. Um dies uhrzeit wohl keine von den üblichen Lieferungen...“
    „Heißt d-das sie sind wieder d-da?“ unterbrach Newkirk seinen Colonel freudig. „Oh, entschuldigung.“
    „Naja, zumindest ein Teil von ihnen. Der Rest muss ja noch das Funkgerät reinschmuggeln.“ sagte Hogan und wendete sich von Newkirk ab um die Baracke zu verlassen.
    „So, ich werd den lieben Klink mal ein wenig aufmischen, damit er nicht auf die Idee kommt dumme Fragen zu stellen!“
    Kaum war Hogan zur Tür heraus, hechtete Newkirk zum Fenster um ebenfalls einen Blick auf das Geschehen zu erhaschen.
    Ein Transporter und zwei Begleitfahrzeuge hatten vor Klinks Büro halt gemacht.
    Newkirk grinste glücklich als er beobachtete wie Carter und Kinch heraus komplimentiert wurden. Außerdem war mit ihnen ein neuer Gefangener angekommen, ein großer, aber schmaler, blonder Kerl.
    Newkirk musste noch breiter grinsen, als er Klink dabei beobachtete wie dieser sein Gesicht wütend verzerrte, als Hogan fröhlich strahlend auf ihn zuging.
    Nun redete der Colonel auf Klink ein, wobei er munter auf den Fersen wippte, während Klink ein Gesicht machte, als hätte er in eine Zitrone gebissen.
    Es endete schließlich darin dass die frisch eingetroffenen Gefangenen und Hogan selbstzufrieden lächelnd in Richtung der Baracke liefen, wobei Klink ihnen irgendwas in der Art von „...aber hurtig, nicha!“ hinterher rief.


    Die Tür flog auf und Newkirk begrüßte Carter und Kinch mit Handschlag. Es war, als hätten sie sich eine Ewigkeit nicht gesehen.
    „Wie geht’s dir Mann?“ fragte Carter und klopfte Kirk auf die Schulter, der vor Schmerz kurz zusammen zuckte.
    „D-du Idio t!“ Fluchte er.
    „Oh, hab’s vergessen. `tschuldige.“ Nuschelte er verlegen.
    „A-ach schon g-gut. Ansonsten b-bin ich fit.“ Antwortete Newkirk.
    „Jungs, ich stör nur ungern...“ Sagte Hogan mit gespielter Höflichkeit. „...aber es gibt da eine Kleinigkeit zu erledigen. Schenkt ihr mir kurz eure Aufmerksamkeit.“
    Sie stellten sich im Halbkreis um Hogan, der einen unergründlichen Blick durch die Runde blitzen ließ.
    „Also, diese nette Lady hier-“ begann er, wobei er dem neuen Gefangenen die Mütze vom Kopf nahm, woraufhin blonde Locken über dessen Schultern wallten. „- ist auf der Durchreise. Ich hoffe ihr zeigt euch alle von der besten Seite.“
    Die Gefangene entfernte nun auch ihren aufgeklebten Schneuzer und stellte sich mit ungewöhnlich dunkler Stimme vor: „Ich bin Sue. Sue Strutter.“ Sie klimperte mit ihren langen Wimpern. „Sängerin, Schauspielerin, Show Star.“
    „Gut Jungs, nu hört mal auf zu sabbern. Mit Sue sind hier nämlich auch ein paar wichtige Papiere eingetroffen. Ich vermute sie liegen schon in Klink’s Safe. Ich hab einen simplen Plan: Carter, du jagst etwas in die Luft und Newkirk, na ja, das übliche, Safe knacken.“
    Die beiden nickten eifrig.
    „Oh, Colonel, haben sie immer für alles sofort eine Lösung.“ Sagte Sue etwas schmierig und legte Hogan eine Hand auf den Arm.
    Newkirk fühlte wie ein wütendes Raubtier in ihm erwachte, welches nur zu gerne den Geschmack von Sue’s Hand testen wollte.
    „Für alles was sich lösen lässt ja. Weist du: Unmögliches geht bei uns sofort, nur Wunder dauern etwas länger.“ Gab Hogan nun von sich.
    Sue lachte und fixierte ihn mit ihren großen, runden Augen.
    „Worauf wartet ihr? Chinesisches Neujahr? An die Arbeit!“ Wies Hogan seine Männer an und streckte dann Sue den Arm hin, damit sie sich bei ihm einhaken konnte. „In der zwischen Zeit werde ich mit Sue mal eingehend über ihre Show-Karriere hier im Stalag 13 plaudern.“ Er zwinkerte ihnen zu und ging mit Sue in seine Kammer.
    Das Raubtier in Newkirk fuhr seine Krallen aus, bereit alles zu zerfetzen was blonde Locken hatte. Noch während er grimmig hinter Sue und Hogan herstarrte sagte Carter: „Mensch, warum kriegt immer der Colonel die scharfen Mädels, wenn schon mal welche auftauchen?“
    „Ja.“ Quetschte Newkirk zwischen den zusammen gebissenen Zähnen hervor. „Wie u-ungerecht!“