Corporal Newkirks Lonley Hearts Club Band

  • Kapitel 1  Lemon-Limo für Hogi


    Disclaimer: Nix mich, nix Kohle, kein gar nix! Ich habe fertig!


    „D-dass einzige das schlimmer ist, a-als diese verflucht kalten deutschen Winter, sind d-doch die verflucht heißen deutschen S-Sommer.“ Scherzte Peter Newkirk, doch keiner seiner Kameraden zuckte auch nur mit den Mundwinkeln. Alle Helden bis auf den Colonel, Baker und Kinch, lagen ermattet auf ihren Betten und fächerten sich mit geeigneten Gegenständen zumindest ein bisschen frische Luft zu.


    Die Sonne brannte in den letzten Tagen schrecklich heiß auf das Luft Stalag13 herunter und es schien so, als würden sich die Holzbaracken immer weiter aufheizen. Allerdings war es draußen auf dem Schotterhof des Gefangenenlagers fast noch schlimmer und im Hinblick dazu ließ sich der Geruch von vielen, schwitzenden Männern zusammengepfercht in einer Baracke gerade noch ertragen.


    „F-Funker müsste man sein.“ Stotterte Newkirk weiter und wischte sich Schweißperlen von der Stirn.
    „Oder Colonel!“ Ergänzte ihn jetzt Andrew Carter, der sich mit einem Blatt Papier immer mal wieder einen kleinen Luftzug zuwedelte. „Es ist so gemein, das der Colonel uns nicht mit in den Funkraum lässt... da kann man es wenigstens aushalten!“
    „Oh isch bütte disch Carter.“ Meldete sich Louis LeBeau zu Wort. „Der Colonel ’at uns doch erklärt das es viel zu auffällig wäre wenn wir alle den ganzen Tag über im Tunnel herum’ocken.“ Louis stand von seinem Bett auf und ging herüber zum Tisch der in der Baracke platziert war. „Isch ’offe nur, das die drei wieder oben sind, bevor Schultzi mir die Zitronen vorbei bringt!“ Der kleine Franzose lief scheinbar ein wenig besorgt in der Baracke auf und ab. Die Augen der anderen folgten ihm dabei. Es schien so als wären die Männer allein von der Hitze zu müde zum sprechen, bis Peter schließlich neugierig fragte: „W-Wofür eigentlich d-die Z-Zitronen?“
    „Limonade!“ Bekam er von LeBeau gereizt zur Antwort. „Mon Colonel ’at gesagt: Ohne amerikanische Limonade, ist der Sommer kein rischtiger Sommer. Also ’abe isch mir gedacht das isch Schultzi ein paar Zitronen und Zucker besorgen lasse...“
    „A-Aber, dass ist doch eigentlich e-eine ganz gute Idee meine ich...“ Peter setzte sich in seinem Bett auf und sah rüber zu LeBeau, der nur in Unterhemd und Hose ein wenig lächerlich aussah wie er fand.
    „Newkirk du alter ’ornochse. Isch ’abe dem Colonel nischt davon erzählt- es soll eine Überraschung für ihn werden, aber es wäre eine dumme Überraschung wenn Schultzi des’alb den Tunnel entdeckt!“
    „D-Da hast du Recht!“ Nickte Peter und LeBeau schlug sich, scheinbar ein wenig verzweifelt über Newkirks nüchterne Antwort die Hände vors Gesicht.
    „Wird schon schief gehen.“ Meinte Carter zuversichtlich grinsend.
    „Na wenn du es sagst...“ Sagte LeBeau zweifelnd und ein bisschen wütend.
    „I-Ich kann ja W-Wache halten wenn du magst.“ Schlug Peter vor und war noch bevor LeBeau etwas entgegensetzen konnte von seinem Bett herunter gerutscht. Peter hatte bei dieser Bullenhitze seinen Oberkörper ganz frei gemacht, trug aber trotzdem seine blaue Mütze auf dem Kopf; mit der Begründung sie sei gut gegen die Sonne, was von den anderen nur belächelt wurde. Er stellte sich hinter die Tür, öffnete sie einen Spalt und lugte heraus, weil man von dort den Hof besser einsehen konnte als vom Fenster aus. Kaum eine halbe Sekunde später schloss er sie auch schon wieder, drehte sich den anderen zu und rief alarmierend: „Schu-Schu-Schultz! Schultz kommt rüber. Holt die Jungs aus dem Tunnel, a-aber schnell!“
    Carter sprang sofort auf, hechtete rüber zu Kinchloes Bett um den Eingang zum Tunnel zu öffnen und „Schultz kommt her. Beeilung, oder wir fliegen auf!“ hinein zu rufen.
    LeBeau wurde ganz blass vor Schreck und Peter wandte sich wieder der Tür zu um Schultz zu beobachten. „M-Man, ein Wunder das d-der Schultz noch nicht aufgeflogen ist. D-Der ist der schlechteste Schmuggler d-den ich mir vorstellen kann!“ Kommentierte Newkirk und konnte sich trotz der heiklen Lage ein Grinsen nicht verkneifen. Offensichtlich hatte Schultz versucht die Zitronen unter seinem Hemd zu verstecken. Bei der Hitze trug er nämlich nicht seinen langen Mantel, sondern nur ein langärmliges Hemd und anscheinend wusste er nun nicht wohin mit der Schmugglerware. Die Zitronen machten merkwürdig aussehende Beulen unter dem Hemd und da er LeBeaus Paket mit Zucker unter seinem Helm zu verbergen versuchte saß dieser unnatürlich hoch über seinem Kopf. Newkirk musste schnaufend auflachen als Schultz ein paar Zitronen unter dem Hemd heraus purzelten und ihm beim Bücken danach auch noch fast der Helm vom Kopf gefallen wäre. Als ein Wachsoldat Schultz daraufhin einen komischen Blick zuwarf und Schultz den Mann mit etwas unverständlich-bayrischem anranzte konnte Peter kaum noch an sich halten.


    Das Schultz so ungeschickt war verschaffte Colonel Hogan und Funker Kinchloe genug Zeit um aus dem Tunnel heraus zu kommen, allerdings schaffte Baker es nicht mehr schnell genug. Er war zu weit hinten im Tunnel.
    „Kinch, mach den Tunnel zu! Carter, schnell, stopf alle Kissen unter Bakers Bett-“ Befahl Robert Hogan ruhig und bewahrte wie immer (sogar trotz der Hitze) einen kühlen Kopf.
    „Sch-Schultz ist gleich da!“ Unterbrach Peter ihn kurz.
    „-und Newkirk, du komm von der Tür weg- setz dich auf Bakers Bett und sei einfach unauffällig!“
    Peter nickte und tat was der Colonel ihm sagte. Er fand es einfach bewundernswert wie schnell Hogan es immer wieder schaffte eine Situation ins Lot zu bringen.


    In dem Moment ging die Tür auf und der atemlose, verschwitzte Schultz stahl sich in die Baracke. „Servus.“ Schnaubte er. Die Hitze schien ihm wirklich ganz schön zu schaffen zu machen.
    „Oh Schultzi, ’aben Sie es wirklisch geschafft mir Zitronen zu bringen?“ Begrüße LeBeau den Hauptmann, bevor Colonel Hogan etwas sagen konnte. Dieser sah seinen französischen Corporal nur verwundert an und formte mit den Lippen stumm und verwundert das Wort: „Zitronen?“
    LeBeau zuckte mit den Achseln und Schultz nahm seinen Helm vom hochroten Kopf um ihm das Paket Zucker zu geben. „Ham’ se’ eigentlich eine Vorstellun’ davon LeBeau, wie schwer es is in Deutschland irgendwo eine Zitrone aufzutreiben?“ Keuchte der korpulente Mann während er ein gutes dutzend Zitronen unter seinem Hemd hervor holte und LeBeau in die Hände drückte. Louis hatte Mühe die vielen gelben Früchtchen festzuhalten und er legte sie schnell auf dem Tisch ab. „’at mein Strudel denn geschmeckt Schultzi?“ Fragte LeBeau um Schultz davon abzulenken, dass ein Gefangener zu wenig in der Baracke war.
    „Oh LeBeauchen, er wa’ beim Herrgott ma wieder so schmackhaft das es sich lohnt dafür uffn Schwarzmarkt zu gehen und Kopf un Kragn’ zu riskiern’.“
    LeBeau grinste nur dümmlich und hoffte, dass Schultz schnell wieder verschwand, doch der Hauptmann schien langsam etwas zu wittern. „Wasn’ eigentlich los mi Ihnen Colonel Hogan? Sin ja so still heut...“ Fragte Schultz mit misstrauischem Blick rüber zu Hogan.
    „Ich?“ Spielte Hogan sofort authentisch den Verwunderten. „Ach wissen Sie Schultzi, die Hitze...“ Er nahm einmal seine Fliegermütze ab um sich mit der Hand durch die Haare zu fahren, doch Schultz musterte ihn immer noch skeptisch. Hogan war der einzige, der wie immer seine lange dunkle Hose und sein hellbraunes langärmliges Hemd trug. Er sah nicht so aus als wäre ihm warm, allerdings machten sich unter seinen Achseln Schweißflecken bemerkbar.
    Schultz sah sich weiterhin aufmerksam in der Baracke um und fragte irgendwann: „Sagn’ Sie mal Hogan...“ Der Hauptmann ging in der Baracke umher und sah die Gefangenen alle einzeln durchdringend an, besonders bei Newkirk blieb er lange stehen. „...fehlt hier nich ein Gefangener?“ Erkundigte Schultz sich und wandte sich dabei wieder Hogan zu. Der setzte eine Unschuldsmiene auf und meinte: „Wer soll denn fehlen? Es fehlt doch niemand, oder?“
    Alle Helden schüttelten scheinbar gelangweilt die Köpfe und Newkirk stotterte zusätzlich: „N-N-Nicht das ich wüsste.“
    „Doch, doch!“ Beharrte Schultz. „Sons warn in dieser Baracke doch imma’... ah ha! I hab’s wo isn’ der Schwarze?“
    „Hier drüben!“ Meldete sich Kinch sofort, der sich so unverdächtig wie möglich auf sein Bett gelegt hatte und jetzt ein wenig lächelte.
    „Nee. Sie mein i do net!” Schultz schien sehr angestrengt nachzudenken. „Wo steckt dieser Sergeant Baker?“
    „-Pssst!“ Zischte Hogan sofort und ging auf Schultz zu. „Wir wollen doch nicht das der Arme wach wird.“ Der Colonel deutete auf Bakers Bett, das Carter mit den Kissen ausgestopft hatte
    „Er pennt? Um die Uhrzeit? Bei dem Wetter unter ner dickn’ Decke?“ Schultz ging auf das Bett zu, scheinbar wollte er nach Baker sehen, aber Hogan stellte sich ihm geschickt in den Weg. „Sergeant Baker ist sehr krank...“ Schwindelte Robert Hogan, doch Schultz drängelte sich an ihm vorbei und fragte: „Was hatter denn?“ Schultz stand jetzt direkt vor Newkirk, der sich ja auf Bakers Bett vor den Kissen platziert hatte. „Ähm, Sergeant B-Baker hat diese sch-schlimme Krankheit die man bekommt wenn...“ Ihm fiel so schnell nichts ein und er sah hilfesuchend zu den anderen. LeBeau rettete ihn als Erster: „Dies’ schlimme Krankheit, die ein Amerikaner bekommt wenn er im Sommer keine Limonade trinken kann...“
    „Keine Limonade? ...ah so, deshalb die Zitronen!“ Schultz ging wieder einige Schritte von dem präparierten Bett weg und Newkirk atmete erleichtert auf. „Genau Schultzi!“ Bestätigte ihn Hogan und schob ihn ein wenig weiter in Richtung Tür. „Sie haben uns quasi die Medizin für den kranken Sergeant Baker gebracht. Danke noch mal Schultzi... aber bitte lassen Sie uns jetzt mit ihm alleine! Er ist ansteckend. Vorsicht!“
    Jetzt machte Schultz plötzlich ein besorgtes Gesicht und ging selbstständig rüber zur Tür. „Na da will i ja lieber net weiter stören...“ Sagte er noch und machte sich dann aus dem Staub.


    Als die Tür zugegangen war atmete auch Colonel Hogan auf. „Das war knapp.“ Bemerkte er und grinste dann auf seine typische freche Art. „LeBeau, was hat es denn nun wirklich mit den Zitronen auf sich?“
    Louis der schon dabei war die Zitronen aufzuschneiden, blickte zum Colonel und stammelte: „Es sollte doch eigentlisch nur eine nette kleine Überraschung für mon Colonel werden.“
    Hogan musste lächeln, obwohl er es sonst nicht ausstehen konnte wenn seine Männer ihm etwas verschwiegen... er erinnerte sich daran das er LeBeau die Sache mit der Limonade gesagt hatte. „Aber jetzt holt Richard aus dem Tunnel...“
    Auf diese Anweisung hin stand Kinch von seinem Bett auf und öffnete den Eingang zum Tunnel um Baker Bescheid zu geben das die Luft rein war.
    „Na ja, aber die Sache ist ja noch mal gut gegangen.“ Sagte Hogan irgendwann, weil seine Männer ihn immer noch ziemlich verunsichert ansahen. Der Colonel lehnte sich an eine Barackenwand und blickte rüber zu Newkirk. Die Stimmung im Lager war merkwürdig wenn es so glühend heiß war, irgendwie kam es Hogan so vor als wären alle zu faul um etwas zu sagen. Alle saßen oder lagen müde herum, bis auf LeBeau der schon voll bei der Limonadenproduktion war.
    „Kirk.“ Sprach Hogan seinen englischen Corporal an, der als einziger gelangweilt und so aussah als würde er sich gerne Unterhalten. „Sag mal, stimmt es was Kinch mir gesagt hat?“
    „D-Das kommt drauf an was K-Kinch gesagt hat, Colonel.“
    „Kinch meinte, dass du ihm gesagt hast dein Geburtstag sei übermorgen.“
    „Oh.“ Freute sich Peter, der nicht mit so etwas gerechnet hatte. „J-J-Ja, dass s-stimmt. Ü-Ü-Übermorgen um halb d-drei-“ In letzter Zeit war sein Gestotter immer schlimmer geworden, besonders wenn der Colonel ihm eine Frage stellte, oder ihn ansprach…
    „Schon gut, Newkirk.“ Unterbrach ihn Hogan. „Wollt ihr denn gar nicht wissen was Papabär aus England für einen Auftrag für uns hat?“ Fragte er und ging von der Barackenwand rüber in die Mitte des Raumes, damit jeder ihn sehen konnte.
    Kaum hatte der Colonel das gesagt, richteten sich auch plötzlich alle auf und warteten gespannt auf das was Hogan zu sagen hatte. Nur Newkirk blickte weiterhin verträumt zu dem Fleck, an dem Hogan vor wenigen Sekunden noch gestanden hatte.


    Ende vom ersten Kapitel!


    Ich hoffe mal es hat gefallen! Ich froi mich über jedes Review auch wenns Kritik äußerst!
    -Und schon mal eine kleine Vorwarnung, es könnte in den folgenden Kapiteln slashig werden ;-) Hogan X Newkirk...

  • *grien*
    Hats den Peter erwsicht? *smile*
    Mhhh kritik? Ne! Is find das ist ein schönes Anfangskapitel.
    So richtig schön zum schmunzeln! :]


    Hoffe du amchst bald weiter!

  • Mir hat das Chapter echt gut gefallen. XD
    Vorallem ist der Sommer mal ne Abwechslung zu dem Winter, der immer herrscht :D


    Freu mich auf das nächste Kapitel, also schreib schnell weiter! :]

  • :D Hey danke!
    Das 2. Chapter ist eigentlich schon so gut wie fertig, es fehlt nur noch der "Feinschliff".


    Oh man, ihr glaubt nicht wie erleichtert ich bin über das positive Feedback!...ich fand übrigens auch das der Sommer mal was anderes ist!


    -Auf die Frage: Hat´s den Peter erwischt? Kann ich nur sagen: Das zweite Chapter sagt mehr! ;)

  • *grins*
    hey.. ich glaub, das wird noch sehr gut ;) Die Richtung in die die Story geht, gefällt mir.
    Und mir gefällt auch die Vorstellung von Peter mit freiem Oberkörper *gg*


    also mir gefällt es schon sehr gut... ich hab nur eine kleine Sache zu meckern ;) Schultz ist doch Feldwebel, kein Hauptmann. Aber das ist ja auch nicht weiter schlimm. Oder sollte er in letzter Zeit in die Offizierslaufbahn befördert worden sein?

  • Hey, das Chapter gefällt mir echt total gut :D
    Wann gehts denn endlich weiter :D?

    In jeder Minute die man mit Ärger verbringt, versäumt man 60 glückliche Sekunden


    William Somerset Mayham

  • Kapitel 2 Die Mission oder Kirky in the Sky with Diamonds




    Am nächsten Morgen saßen die Helden alle im Halbkreis in der Baracke. Noch stand die Sonne nicht so hoch am Himmel und die Temperaturen ließen sich aushalten, daher war die Stimmung recht gelassen. Der Auftrag aus England, klang zwar nach viel harter arbeit, doch die Sache schien nicht allzu knifflig zu werden. Der Colonel hatte sich gestern Abend sehr früh in sein Kämmerchen verzogen um einen Plan vorzubereiten, den er den Helden jetzt vorschlagen wollte.


    Hogan hatte sich auf einen Stuhl vor seine Männer gesetzt und hielt lässig ein Glas von LeBeaus Limonade in der Hand. „Die Limo ist wirklich gut Louis.“ Sagte er zu dem Franzosen, nach dem er einen ersten Schluck genommen hatte um die Situation aufzulockern. „Fast wie früher bei meiner Mutter.“
    „Danke für dies’ Kompliment mon Colonel, isch habe vor’er noch nie Limonade gemacht.“ Bedankte sich LeBeau mit einer kleinen Verbeugung, bevor er sich zu den anderen setzte.
    „Ein Naturtalent also...“
    Newkirk hatte sich –was für ihn eher untypisch war- unauffällig hinter Carter auf ein Bett gesetzt. Er versuchte seinen Blick auf irgend etwas langweiliges im Raum zu richten, damit er nicht in Versuchung kam wieder die ganze Zeit auf den Colonel zu starren. Er entschied sich schließlich für den Lattenrost des oberen Bettes.
    „Ist da oben irgend was interessantes?“ Fragte ihn Carter kurz darauf, der Peters angestrengten Blick nach oben bemerkt hatte.
    „N-Nein, nein... nichts, ich d-dachte nur...“
    „Was’n?“ Carter beugte sich nach hinten um auch mal einen Blick auf den Lattenrost zu werfen. „Was dachtest du? Da ist doch nichts.“
    „N-Nun, ich d-dachte einfach nur, d-dass diese raushängende Franse da Ähnlichkeit mit Klink hat... a-aber ich hab mich wohl vertan.“
    Carter schüttelte grinsend den Kopf uns sah dann zu Hogan, der nun das Wort ergriff:
    „Tja. Der Auftrag dürfte eigentlich keine Schwierigkeit für uns sein denke ich.“ Fing er an. „Also, der Plan ist folgender...“ Und dann begann er damit seinen Helden den Plan mit allen Einzelheiten zu erklären.


    Doch während die anderen ihm aufmerksam lauschten, war Newkirk mit seinen Gedanken vollkommen wo anders. Jetzt wo er nicht auf den Lattenrost starren konnte weil Carter ihm ab und zu immer mal einen prüfenden Blick zuwarf, waren seine Augen an Hogan hängen geblieben. Er mochte es nicht sonderlich wenn ihm das passierte, aber er konnte sich einfach nicht dagegen wehren. Sein Blick ging langsam am Colonel herauf und herunter. Er nahm dessen Stimme die sprach zwar wahr, realisierte jedoch nicht was sie sagte... diese ungeheuer selbstbewusste Stimme, in der egal wie ernst die Lage auch sein konnte, immer ein gewisser neckischer Unterton zu hören war. Newkirk stützte den Kopf in die Hände und blickte weiter zu Hogan. Der schien die selbe dunkle, lange Hose zu tragen wie gestern, hatte sich allerdings ein frisches Hemd angezogen. Die Arme vor der Brust verschränkt, dass Limonadenglas in der einen Hand, gab er ein hübsches Bild ab wie Peter fand. Jetzt wanderte sein Blick etwas höher. Hogan hatte während er sprach wieder sein freches Grinsen auf den Lippen, das Kirk selbst auch dazu veranlasste zu lächeln. Die pechschwarzen Haarsträhnen kamen unter seiner Fliegermütze, -die er wie Kirk annahm, absichtlich immer etwas zu weit hinten sitzen hatte- hervor und hingen ihm anschaulich in die Stirn. Dann kam Newkirk endlich zu seinem Lieblingsteil der Hogan-Anschmachtung, den Augen. Hogans vertrauenserweckende Augen zogen ihn mal wieder in ihren Bann. Newkirk fand sie einfach toll, ihre tiefbraune Farbe die so dunkel war, das sie in dem Morgenlicht fast aussahen als wären sie schwarz. Er fand es auch toll wie sie manchmal funkelten und frech aufblitzten, wenn der Colonel einen besonders raffinierten Teil seines Plans erläuterte. Peter konnte sich nicht überwinden wieder von diesen Augen wegzusehen, es schien ihm so als währen sie das direkte Guckloch in Hogans Seele. Schon früher war ihm häufig aufgefallen wie gut Robert in der Lage war mit einem einzigen Blick Bände zu sprechen... doch Peter hatte es früher vermieden dem Colonel so direkt in die Augen zu sehen, aus gutem Grund.
    Plötzlich passierte es. Hogan sah zu ihm herüber und ihre Blicke trafen sich. Im ersten Augenblick machte Newkirks Magen einen Hüpfer, als ob ein Flugzeug in ein Luftloch geraten wäre. Doch schon im nächsten Moment war das schöne Gefühl vorbei, Newkirk fühlte sich als würde ihm jemand ein Knie in den Magen rammen.
    Hogan erwiderte seinen intensiven Blick nur kurze Zeit, dann wandte er sich irgend einem anderen Helden zu. Newkirk seufzte kaum merklich. Wahrscheinlich hatte der Colonel sich gar nichts dabei gedacht, doch für Peter war es wie ein kleiner Flug auf Wolke sieben gewesen... ein Flug zusammen mit dem Bomberpiloten, der so herrlich schöne, braune Augen hatte.


    Aus seinen Tagträumen riss Newkirk erst Carters Ellebogen, der unsanft in seiner Seite landete. „Andrew an Peter, Andrew an Peter bitte melden!“ Tat Carter so als würde er seinen Kameraden anfunken. „Hallo, Newkirk- jemand da?“
    Peter sah verwirrt zu ihm. Er war anscheinend so in seine Gedanken versunken, das er gar nicht bemerkt hatte was die anderen von ihm wollten.
    „W-W-Was ist denn?“ Stammelte Kirk und sah sich verwirrt um.
    „Ich habe nur gefragt ob deine Aufgabe für dich okay ist. Also, Newkirk?“ Wiederholte Colonel Hogan seine Frage.
    „Ähm, j-ja. N-N-Natürlich.“ Peters Wangen liefen ganz rosig an. Es war ihm so peinlich, er hatte doch tatsächlich kein Wort von dem gehört was Hogan gerade gesagt hatte.
    „Dann ist ja gut.“ Sagte der Colonel, sah noch mal herüber zu Peter und stand dann auf.
    Alle Helden erhoben sich daraufhin ebenfalls und widmeten sich wieder der Arbeit die sie zu tun hatten. Nur Kirk ließ sich noch mal nach hintenüber aufs Bett sinken bevor er aufstand. ‚Hat Hogan mir etwa gerade zugezwinkert?’ Fragte Kirk sich noch in Gedanken, bevor auch er aufstand und sich auf den Weg machte um ein paar LKW’s der deutschen durchzuchecken.


    ~~oO@Oo~~


    Andrew Carter saß mutterseelenallein am Tisch in der Baracke, es war Nachmittag und die Hitze draußen wie drinnen war unerträglich. Carter langweilte sich, er hatte bis gerade eben an einem Zünder herumgebastelt, den sie für die nächtliche Mission brauchen würden und saß jetzt nur noch angeödet herum. Alle hatten mal wieder etwas zu tun... nur der Mann mit dem Händchen für Sprengstoff nicht.
    Umso erfreuter war er jetzt als er die Tür hinter sich aufgehen hörte, er vermutete Newkirk und drehte sich mit einem lockeren Spruch auf den Lippen zu der Person um die in die Baracke kam. Er konnte sich den Spruch zum Glück gerade noch verkneifen als er anstatt Peter den Colonel in der Tür sah.
    „Na, Carter? Schon fertig?“ Fragte Hogan den Sergeant. Dieser nickte erst stumm mit dem Kopf und stand dann auf um rüber zu Hogan zu gehen. „Haben Sie kurz Zeit, Colonel?“ Fragte Andrew leise und setzte eine fast Mitleid-erregende Miene auf.
    „Mh, ja kurz werde ich meine Zeit wohl für dich opfern können.“ Antwortete Hogan mit einem Lächeln. „Leg los.“
    „Tja, es geht um Newkirk...“ Fing er an und kam ein wenig ins hängen, aber der Colonel ermutigte ihn mit einem aufbauenden Blick weiter zu reden. „Nun, es fällt mir einfach kein passendes Geschenk für ihn ein und heute Nacht wird ja die letzte Gelegenheit sein noch eins zu besorgen.“
    „Puh.“ Machte Hogan. „Und ich dachte schon es wäre etwas schlimmes!“
    Andrew sah ein wenig beleidigt aus und meinte: „Es ist schon schlimm wenn ich nichts für Kirk hab...“
    „So meinte ich das doch nicht.“ Sagte Robert tröstend zu ihm. „Hast du denn wirklich noch gar keine Idee?“
    „Sie sind doch eigentlich immer der mit den Ideen...“ Brummelte Carter.
    „Ich hab auch schon was für ihn.“ Es sah so aus als würde der Colonel einen Moment nachdenken, bevor er sagte: „Tut mir leid, da kann ich dir wirklich nicht helfen, ich muss im Moment über andere Dinge nachdenken. - Aber ich geb dir nen Tipp, schau dir einfach mal Newkirks Sachen an und rede mit ihm... vielleicht hast du dann einen Einfall!“ Damit drehte sich der Colonel von ihm weg und verschwand in seinem Kämmerchen. Carter grummelte etwas unverständliches und setzte sich erst einmal wieder auf seinen Stuhl. Dort blieb er allerdings nicht lange, er stand wieder auf, grübelte und lief ähnlich wie LeBeau gestern auf und ab. Schließlich entschied er sich dazu auf den Rat des Colonel zu hören und ging rüber zu Newkirks Bett. Was sollte denn hier schon sein, dass ihm dabei half ein Geschenk für Peter zu finden? Er sah sich alles genau an. Der Engländer hatte sich ein Bild von einem amerikanischen Auto – einem Cadillac Fleetwood wie Carter wusste an die Holzwand gepinnt. Nichts besonderes für einen Kerl dessen Hobby es war an Autos herum zu schrauben. Andrew betrachtete das Bett, Newkirk hatte seine Decke sorgfältig gefaltet... auch nichts besonderes, er war ja eigentlich recht ordentlich. Doch da, als Carter Peters Decke wieder glatt streichen wollte bemerkte er etwas komisches. Er zog die Decke nach oben und entdeckte ein kleines schwarzes Büchlein, dass so aussah als hätte Kirk es irgendwann mal aus Klinks Büro mitgehen lassen.
    Einen Moment lang überlegte Carter ob es nicht zu dreist war das Buch einfach zu nehmen... Vielleicht führte Newkirk ja Tagebuch? Und das obwohl Hogan es ihnen ausdrücklich verboten hatte. Seine Neugier siegte schließlich. Andrew sah sich noch einmal prüfend um, damit er sicher sein konnte das niemand ihn beobachtete. Dann setzte er sich auf Peters Bett, klappte das Buch auf und begann die ersten paar Seiten zu lesen. „Oh ha!“ Entfuhr ihm spontan, denn was er da in Newkirks etwas krakeliger Handschrift lesen konnte war heikler als er in seinen kühnsten Träumen je hätte erahnen können.



    Das war nun das 2. Chapter.
    Es hat etwas gedauert, da ich einigen Stress in der Schule hatte und nebenbei auch noch zwei Wochen Klassenfahrt über mich ergehen lassen musste.
    Leider wurde es auch von niemand anderem außer mir Beta gelesen und so bitte ich im Nachhinein um Verzeihung für eventuelle Rechtschreibfehler.
    Ich hoffe das es euch trotzdem gefällt!

  • *seufz*
    herrlich :D


    ich bin jetzt auch gespannt, was carter in newkirks büchlein liest.
    etwa über seine... anschmachterei?
    sehr schön!


    iago


    Ich bin der Rattenfänger von Hameln - wo sind hier die Mäuse?!


    Niveau ist keine Handcreme!


    Reich ist das Land, das Helden hat. Und arm das Land, das welche braucht!

  • Quote

    Original von Hogans1st
    ... wie gesagt ich hab leider nur sehr wenige Folgen gesehen!


    Ähm... bist du sicher? ?( *datter* Du schreibst dafür wirklich sehr gut und die Charaktere lassen sich problemlos wiedererkennen. Das ist meiner Meinung nach auch so ziemlich das Wichtigste an einer FanFiction.


    Auch sonst finde ich deine Story wirklich klasse! Soll jetzt kein Outing meinerseits sein, aber ich mag das Pairing. :D


    Ich freu mich schon aufs nächste Chapter! Schreib bitte schnell weiter und halte die Sommerstimmung noch etwas aufrecht. Ich hasse den Herbst jetzt schon... *grummel*

    Wache: NEIN!
    Newkirk: Oh no, must be half past ten by now. At least. :D


    Endlich und ganz neu! CC hat seinen eigenen Postershop! =)*klick*

  • *grien*
    Einfach klasse, wirklich!!!!!
    *seufz*
    Und ann hörst du an dieser Stelle auf? Weißt du eigentlich wie sowas meine Phantasie beflügelt?
    *grummel* Und da soll man sich noch auf sowas wie Arbeit konzentrieren...


    @CC: Ich liebe den Herbst!!!!!!!!

  • Hehehe. Man soll doch aufhören wenn es am spannensten ist?! *g*


    Wie schön, dass ich so viele positive Reviews bekomme... hätte ich mir ja nie träumen lassen. Schließlich ist das meine erste Fiction und meine EKvH Erfahrung ist fast gleich 0.
    So macht es wirklich Spaß weiter zu schreiben.


    Das nächste Kapitel wird denke ich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Es ist mehr so eine Hinleitung zum 4. Kapitel und war daher nicht so kniffelig zu schreiben...
    Übrigens: Keine Sorge, die Sommer-Stimmung wird erstmal aufrecht gehalten, obwohl ich den Herbst eigentlich auch ganz in Ordnung finde.

  • Super :D
    aber warum musstest du gerade jetzt aufhören? Das ist wirklich ganz fies von dir ;) du kannst uns doch nicht so leiden lassen :D

    In jeder Minute die man mit Ärger verbringt, versäumt man 60 glückliche Sekunden


    William Somerset Mayham

  • Kapitel 3 Happy Birthday, übrigens ich weiß...


    So hier ist also Kapitel 3...
    Nicht besonders lang und leider wieder nur von mir selbst Korrektur gelesen. Ich hoffe einfach es gefällt euch trotz dem!



    Der nächtliche Auftrag war anstrengender gewesen als die Helden vorher geahnt hatten. Es war zwar alles glatt gelaufen, doch beim Morgen-Appell sahen alle bis auf Hogan (der es einfach nur unglaublich gut verbergen konnte) ungeheuer müde aus. Sie gähnten und reckten sich und erst nachdem sie wieder in der Baracke für sich allein waren fingen sie alle an zu grinsen und Newkirk zum Geburtstag zu gratulieren.


    „’erzlischen Glückwunsch, mein lieber Kirky!“
    „Hey, Peter! Happy Birthday!“ Kamen LeBeau und Kinch als erste auf ihn zu um ihm zu gratulieren. Sie schüttelten ihm beide gleichzeitig die Hand, einer die rechte und einer die linke, so das Peter heftig durchgeschüttelt wurde.
    LeBeau drehte sich als erster wieder von ihm weg, um den Geburtstagskuchen für Newkirk aus einem Versteck hervor zu zaubern. „’ier meine neuste Tortenkreation!“
    Peter strahlte und bedankte sich für die Glückwünsche. Dann bekam er das Geschenk von Kinchloe überreicht. „Wow, d-d-danke Ivan!“ Freute Peter sich über ein Bild von einem auf Hochglanz polierten Chevrolet Special DeLuxe. „D-Das hänge ich über mein B-Bett!“
    Danach kamen die anderen um ihm zu gratulieren und ihre Geschenke an ihn zu übergeben.
    Als Peter sich schon an den Tisch gesetzt hatte um die Kerzen seines Kuchens auszupusten kamen auch Carter und Hogan um ihn zu beglückwünschen. Zunächst schüttelte Andrew ihm die Hand. „Hör mal Newkirk, mein Geschenk an dich ist was ganz besonderes. Ich kann’s dir jetzt noch nicht geben. Heute Nachmittag vielleicht...oder Morgen früh, kommt immer drauf an- egal, hab einfach noch ein wenig Geduld!“
    Peter nickte verwirrt und fragte sich was Andrew wohl besonderes geplant hatte.
    Dann kam der Colonel um ihm die Hand zu schütteln und mit einem Klaps auf die Schulter zu fragen: „Wie alt wirst du denn eigentlich Newkirk?“
    „D-d-dreiundd-d-dreißig.“ Stotterte Peter und lief kaum merklich rosa an. Hogan sah ihm wieder so direkt in die Augen und dann noch die Hand auf seiner Schulter, Newkirk hätte heulen können vor Glück. Trotzdem entschied er sich das es besser war zu lächeln.
    „Eine Schnapszahl!“ Sagte Hogan erfreut. „Das kann ja nur ein Wink des Schicksaals sein.“ Jetzt zog der Colonel ein Päckchen aus seiner Hosentasche, es war nicht besonders groß und in braunes Packpapier eingewickelt. Hogan gab es ihm in die Hand. Für die Größe die das Päckchen hatte war es ziemlich schwer und Peter betrachtete es verwundert. „W-Was ist n’ das?“ Wollte er sich erkundigen und sah den Colonel fragend an.
    „Na pack schon aus.“ Forderte Hogan ihn auf, wobei sein Lächeln immer größer wurde.
    Peter wickelte neugierig das Papier ab und als er endlich an Hogans eigentliches Geschenk heran gekommen war, strahlte er wie das Uran in einem russischen Atom-U-Boot. (Welches es im 2. Weltkrieg noch nicht gab... ich weiß)
    „D-Das ist ja, wo-woher wussten Sie d-das?“
    „Schön das du dich freust!“ Grinste der Colonel und betrachtete den Corporal dabei, wie er die hübsche silberne Chromonica [amerik. Mundharmonika] in seinen Händen hin und her drehte. „D-Danke Colonel! D-Das ist w-wunderbar t-toll!“ Newkirk verkniff sich mit viel Mühe seine Freudentränen. Hatte er jemals erwähnt wie leidenschaftlich gerne er Mundharmonika spielte? Seit er ein kleiner Junge war und ihm sein Vater eine billige für ein paar Cent gekauft hatte war er diesem Instrument angetan. Er betrachtete sie noch mal von allen Seiten und spielte dann eine kleine Melodie, die auf den Gesichter aller anderen ein schmales Lächeln verursachte. Newkirk konnte wirklich gut spielen...
    „N-Nun sagen Sie doch...woher Sie d-das gewusst haben.“
    „Ein Zauberer verrät doch nicht seine Tricks, Newkirk“ Sagte Hogan, zwinkerte Peter zu und fragte dann rhetorisch: „Jungs was haltet ihr davon wenn wir Kirk jetzt sein Ständchen bringen?“
    Die Helden nahmen eine Art Aufstellung um Newkirk herum an und sangen ihm dann... mehr oder weniger gerade, aber zumindest mit viel Mühe das Geburtstagslied ‚Happy Birthday’.
    Peter fand es unglaublich rührend was seine Kameraden für ihn aufführten. Das waren doch noch echte Männerfreundschaften. Er musste grinsen und fing dann an LeBeaus Torte gleichmäßig für alle in Stücke zu schneiden.
    „W-Wo habt ihr eigentlich d-die Zutaten für die T-Torte her?“ Fragte Peter während er applaudierte als das Liedchen beendet war.
    „Besondere Anlässe erfordern, besondere Maßna’men.“ Neckte ihn Louis und ließ sich dann von Peter ein Stück der Torte geben.


    ~~oO@Oo~~


    Carter schlurfte über den Schotterhof von Stalag13, rüber zum Stellplatz des Fuhrparks. Auf dem Hof war die Hitze am unerträglichsten und so beeilte sich Carter den Wagen zu finden unter dem Newkirks Beine hervor schauten. Er musste leise Lachen als er Peter unter der Limousine des Lagerkommandanten fand. Der Mechaniker lag im Schatten unter dem Wagen und nur seine Stiefel waren zu sehen. „Newkirk!“ Rief Andrew, doch es regte sich erst mal nichts. „Hey! Newkirk!“ Versuchte er es noch einmal, etwas lauter. Dann kniete er sich hin und rüttelte an Peters Beinen. Daraufhin wachte Newkirk, der anscheinend unter dem Auto eingenickt war, auf. Er wollte sich aufrichten und stieß sich mit einem Lauten „Klonk“ am Unterboden den Kopf. Andrew lachte laut auf: „War wohl etwas viel heute Nacht, was Geburtstagskind?“
    Jetzt kroch Peter unter dem Auto hervor. Er rieb sich die Stirn, auf der zum Glück keine Beule erkennbar war. „E-Erschreck mich d-doch nicht so.“ Beschwerte er sich. Er sah tatsächlich etwas geschafft aus, wie Andrew bemerkte. Newkirk war verschwitzt, Schweiß glänzte überall auf seinem freien Oberkörper der ganz schön Ölverschmiert aussah.
    „Sag mal Kirk, bist du hier fertig?“ Fragte Andrew und betrachtete interessiert die alte Zündkerze die Peter ausgewechselt hatte.
    „E-Eigentlich schon. Die K-Karre hatte ein Loch im Ö-Öltank, ich hab’s geflickt.“
    „Hilfst du mir dann? Ich soll nämlich auch ein Loch flicken! Allerdings bei einem Barackendach.“
    „Puh“ Machte Newkirk, der jetzt eigentlich keine besonders große Lust hatte auf ein Dach zu klettern. „Das wird g-ganz schön w-warm, meinst du n-nicht?“
    ‚Warm?’ blitzte es durch Carters Hirn ‚Das sollte dir doch nichts ausmachen Kirky, wer ist hier schließlich warm?’
    „Ach komm schon... Ich hab keine Lust es allein zu machen.“
    Peter seufzte und nickte schließlich nachgiebig. „N-Na gut. A-Aber dann komm jetzt a-auch. Und A-Andrew Pfoten weg von meinen Z-Zündkerzen!“
    Andrew der schon wieder Ideen für einen neuen Zünder hatte schaute einmal kurz übertrieben beleidigt drein und sagte dann: „O.k. O.k. Komm jetzt mit.“ Er zog Peter, der noch im Schotter saß nach oben und ging mit ihm los um das Barackendach zu reparieren.
    Sie holten zusammen eine Leiter und den Werkzeugkasten und stiegen dann hoch aufs Dach. Peter hielt sich die Hand vor die Augen, weil die Sonne ihn blendete und betrachtete die Einöde des Gefangenenlagers von oben.
    „Hier drüben!“ Lotste Carter ihn zu der Stelle am Dach, die es dringend nötig hatte repariert zu werden. „Seh es dir mal genau an....“
    „W-Werd ich.“ Kirk hockte sich hin und untersuchte das Loch.
    Währenddessen stahl sich Carter zum Rand des Daches und schubste natürlich rein zufällig die Leiter um. Sie landete mit einem krachenden Geräusch auf dem Boden, welches Newkirk aufblicken ließ. „W-Was war d-das Carter?“ Fragte er.
    „Die Leiter.“ Antwortete Andrew ein wenig schadenfroh. „Ich will nicht das du einfach abhauen kannst!“
    Peter blickte ihn völlig verwundert an, ging vorsichtig zum Ende des Daches und sah herunter. Es war nicht besonders hoch, aber trotzdem so tief das man nicht freiwillig herunter springen würde. „C-Carter, was soll das?“
    „Reden!“ Gab Andrew von sich. „Ich muss mit dir reden! Über ein Thema das dir nicht gefallen wird. Deshalb hab ich dafür gesorgt das du nicht so leicht abhauen kannst!“
    Newkirk sah ihn immer noch etwas verstört an, es war nicht besonders einfach sich auf den doch recht spitzen Dächern zu halten und deshalb fand er, dass es nicht der beste Ort zum reden war.
    Carter setzte sich auf den Giebel des Daches und deutete Kirk sich neben ihn zu setzten. „Komm her, sonst fällst du noch runter!“
    Widerwillig nahm Peter neben ihm platz und fragte, weil ihm sehr heiß war etwas ungeduldig: „W-Was ist denn nun?“
    „Ist nicht so einfach zu erklären...“ Sagte Carter und dachte nach wie er es Newkirk am besten sagen konnte. Er entschied sich für den direkten Weg. „Peter, ich habe dein kleines schwarzes Büchlein gefunden...“
    Wie Andrew erwartet hatte blickte Kirk ihn schockiert an. „G-Gut das du die L-Leiter weggestoßen h-hast. Jetzt wäre ich w-wirklich abgehauen.“ Stotterte der Überraschte mit einem komischen Gefühl im Magen. „H-Hast d-du etwa drin gelesen?“
    Andrew nickte und Newkirks Magen verkrampfte sich.
    „Der Colonel hatte uns doch verboten Tagebuch zu führen...“
    „I-I-Ich hab doch nichts reingeschrieben w-was die Deutschen interessieren würde...und ich hab es v-versteckt!“
    „Wenn ich es finden kann, dann auch jeder Andere!“
    Newkirk nickte und dachte angestrengt nach. Carter reagierte seiner Meinung nach ungewöhnlich locker und er war froh das Andrew und nicht der Colonel sein Buch gefunden hatte. Nach einer Weile in der sie beide schwiegen fragte Newkirk leise: „U-Und, was hälst d-du jetzt von mir?“
    Carter sah erst einige Sekunden ernst drein, dann lächelte er breit über Newkirks besorgte Miene und scherzte: „Ich halte dich für bescheuert! Schließlich, laufen dir die Frauen nur so nach... aber bitte, ist ja nicht meine Angelegenheit!“
    Peter grinste und legte seinen Arm um Carters Schulter. „D-Das nenn ich einen K-Kameraden.“
    Andrew zog die Augenbrauen nach oben und flüsterte: „Aber jetzt komm nicht auf die Idee mich anzugraben Kumpel, sons ist’s aus mit der Kameradschaft!“
    „K-Keine Angst.“ Sagte Newkirk und nahm seinen Arm wieder von Carter weg. „A-Aber wie k-kommen wir jetzt hier runter?“
    „Wir reparieren erst mal das Loch und dann warten wir bis jemand vorbei kommt und uns die Leiter wieder hinstellt!“

  • *lol* deine Story gefällt mir immer besser :D
    Am besten gefällt mir wie Carter reagiert... klasse...
    ich hoffe es geht bald weiter ;)

    In jeder Minute die man mit Ärger verbringt, versäumt man 60 glückliche Sekunden


    William Somerset Mayham

  • *räusper*


    Ich glaube, hier fehlt Feedback oder warum gehts nicht weiter? *verzweifelt guck* :(


    Die Story ist super! Ich lauer jeden Tag auf eine Fortsetzung!


    Bitte fass dir ein Herz und schreib noch etwas, ja? Ja?? :))

    Wache: NEIN!
    Newkirk: Oh no, must be half past ten by now. At least. :D


    Endlich und ganz neu! CC hat seinen eigenen Postershop! =)*klick*