Howard Caine

  • Da man im WWW kaum Informationen zu Howard Caine findet, habe ich mich dran gesetzt und dieses kurze Portrait zusammen gesucht und niedergeschrieben. Ich hoffe, euch nützen/interessieren die Infos!


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    Howard Caine, sein Geburtsname war Howard Cohen, wurde am 2. Januar 1928 in Nashville, Tennessee geboren – als Sohn einer jüdischen Familie.


    Seine Karriere im Show Business begann, als er noch ein kleiner Bub von 2 Jahren war: damals wurde «Our Gang» in Nashville gedreht. Seine älteren Geschwister brachten ihn zum Casting und Caine durfte als «Wheezer» einige Filme mitdrehen. Diese Karriere endete allerdings, als die Macher von «Our Gang» die Familie bat, nach Kalifornien umzusiedeln und die Eltern nicht aus Nashville wegziehen wollten.


    Als er dreizehn war, zog seine Familie nach New York, wo er Schauspielern lernte. Nach dem Militärdienst in der Kriegsmarine studierte er an «The School Of Drama, Columbia University» weiter.


    Erst nach mehr als zwanzig Jahren, nämlich 1953, nahm er seine Schauspiel-Karriere wieder auf, in «Goodyear TV Playhouse». Es folgten Rollen in Filmen, Fernsehen und im Theater, unter anderem auch «Judgement of Nuremberg» («Urteil von Nürmberg», 1961), indem auch Werner Klemperer mitspielte.


    Durch die Serie «Fair Exchange» (1962) lernte er «Hogan’s Heroes»-Produzent Edward Feldman kennen, welcher ihn in guter Erinnerung behielt und somit auch bat, in seiner nächsten Serie, also «Hogan’s Heroes» zu arbeiten. Caines erster Auftritt war in der 17. Folge, «Alles Gute zum Geburtstag» und in Folge 37, «Kontrolliertes Chaos». Feldman mochte Caines Darstellung des Major Hochstetter und band den Charakter als festen mit ein.


    Es ist für viele verwunderlich, dass er als Jude die Rolle des Gestapo-Manns Hochstetter übernahm. Er selbst sagte: «I played him as a madman. If I hadn’t been there, they would’ve all been your sweet, loving, neighborhood Nazis (…) Sure, I was doing it for laughs, but there was that aspect to it. I wanted to play the madman. My standpoint is that my willingness to do it was to remain true to the concept that they wanted, of the vicious killer potential Nazi.» Zu Deutsch: mit seiner Rolle vertritt er den richtigeren, wahnsinnigen Geist der Nazis, denn ohne Hochstetter sind in und um das Stalag 13 nur «Nazis» wie Klink oder Schultz vorhanden – zum Lachen und Liebhaben, sozusagen.


    Und so kennen wir ihn als den «Gestapo-Giftzwerg» (Howard Caine war 1.70m groß), der in fast jeder Episode «WER IST DIESER MANN???» («Who is this man???») brüllt. Wie es dazu kam: «In the first script as Hochstetter, I had a little exchange where while I’m talking to Klink, Hogan comes in and he says «Pardon me, Colonel Klink, and so on» and Klink says «Not now, Hogan» and I say «Who is this man?» and they go on again. And at the reading I had gone, «WHO IS THIS MAN???», screaming, and everybody went wild around the table. Then we sat down in a circle on Monday and did it and I read «Who is this man?» in normal tone of voice. And Dickie (Richard Dawson) turned to me and said «Aren’t you going to do it the way you did it?» and I said, «No, that’s so hokum.» Eddie was in on the next meeting and he said «No, no, do it!». I thought it was too extreme, it was hokum, but Eddie said «No, it’s great, he’s like a madman!», which I wanted to play. Then when we came back for the next season, it came in again, and I said, «I can’t keep saying this, I’ve got to know WHO Hogan is.». That’s when we changed it into «What’s this man doing here?».». (Grob übersetzt: «Im ersten Drehbuch mit Hochstetter hatte ich einen kleinen Wortwechsel mit Klink, Hogan kommt herein und er sagt «Entschuldigen Sie mich, Oberst Klink, und so weiter» und Klink sagt «Nicht jetzt, Hogan» und ich sage Wer ist dieser Mann?» und sie machen wieder weiter. Und im Reading hatte ich «WER IST DIESER MANN» geschrieen, und jeder am Tisch fand es toll. Dann saßen wir montags im Kreis und ich las «Who is this man?» im normalen Ton. Und Dickie (Richard Dawson) drehte sich zu mir und sagte: «Machst du’s nicht so, wie du es gemacht hast?», und ich sagte «Nein, das ist so schwachsinnig.» Eddie war beim nächsten Treffen dabei, und er sagte «Nein, nein, mach das so!». Ich dachte, es wäre zu extrem, es wäre Schwachsinn, aber Eddie meinte «Nein, das ist gut, er ist wie ein Verrückter!», den ich ja spielen wollte. Dann, beim nächsten Mal kam es wieder dran und ich sagte «Ich kann das nicht weiter sagen. Ich weiß doch bereits, wer Hogan ist.» Deswegen änderten wir es in «Was macht dieser Mann hier?» um.»)


    Über die Dreharbeiten zu «Hogan’s Heroes» sagte Caine später «It was a set full of love. The most wonderful thing in the world to have a place that wonderful to go to work every day, with those people.» («Das Set war freundlich. Das Schönste auf der Welt ist es, jeden Morgen an einem solchen wundervollen Ort zur Arbeit zu gehen.»)


    Während der Dreharbeiten spielte er – wie Bob Crane Schlagzeug spielte – Banjo. Ab den 70igern hatte er bei Banjo Wettbewerben in Südkalifornien mitgemacht und 29 Trophäen gewonnen.


    Während seines Lebens hatte Caine zwei Frauen: Joan Ellen und Valerie, die er 1991 heiratete, zwei Jahre vor seinem Tod. Er hatte einen Sohn, Lyle, bekannt als Gitarrist. Ob Caine weitere Kinder hatte, lässt sich anhand verschiedener Quellen nicht herausfinden.


    Howard Caine verstarb am 28. Dezember 1993 in North Hollywood in Californien, nach einem Herzinfarkt. Begraben wurde er im «Eden Memorial Park» in San Fernando, Los Angeles County, Kalifornien.



    (Textstellen aus Brenda Scott Royce’s «Behind the Scenes at Stalag 13!»)

  • Find ich mal interessant.
    Vorallem, weil dies das erste ist, was ich vom Umgang am Set lese.
    Und laut Caine ging es dort ja auch locker zu.


    DTH

    Das Gewissen ist fähig, Unrecht für Recht zu halten. Inquisition für Gott wohlgefällig und Mord für politisch wertvoll. Das Gewissen ist um 180° drehbar." (Erich Kästner)


    "Eine Rose gebrochen, bevor der Sturm sie entblättert." (Lessing)


    "Demokratie ist nicht die Herrschaft der Vernunft. Auch falsche Entscheidungen können demokratisch sein. Das ist zu akzeptieren" (Mein ehemaliger Chef, zumindest so in etwa)

  • Super der Lebenslauf :D


    Es tut mir leid, dass ihr in Zukunft auf mich verzichten müsst. Ihr wart eine tolle Community und die Arbeit mit euch hat mir stets Freude bereitet, doch meine Interessen haben sich verändert. 17 Jahre war ich dabei, davon fast 15 Jahre als Moderator. Es wird an der Zeit diese Position an eine neue und junge Generation weiter zu geben.


    Liebe Grüße
    Lunar
    Moderatorin