Fortsetzung von EKvH

  • Bayerischer Hof Hammelburg


    Die wichtigsten Darsteller:

    Hoteldirektor Richard Baker Kenneth Washington

    Kellner Heinz Schultz

    Stammgast Mary Hogan

    Barkeeper Paul Newkirk

    Betriebsleiter Werner Linkmeyer geb. Klink

    Rezeptionist Andreas Carter

    Rezeptionistin Hulda Schnitzer

    Hausdame Wilma Hochstetter

    Buchhalter Adolf Burkhalter

    und:

    Seniorchef Hotelgruppe “Hof” Louis LeBeau Robert Clary


    Storyline:

    Im Hotel Bayerischer Hof in Hammelburg, im Jahr 2020, geht es drunter und drüber, seit Konzernchef Louis LeBeau die Leitung der Hotel „Hof“ an Bob Crittendon abgegeben hat. Dieser ist seit der Übergabe nicht mehr in Hammelburg aufgetaucht und unter Leitung von Stammgast Mary Hogan, werden Freibier, kostenlose Übernachtungen und krumme Geschäfte unter dem seriösen Deckmantel des seit dem zweiten Weltkrieg renommierten Traditionshotels zur Regel. Wer hält zu wem beim Personal? Kann es sein, dass die Nachfahren von LeBeaus Umfeld im Stalag 13 plötzlich gegen ihn arbeiten oder zweifeln die auch an Frau Hogan?


    Folge 1:

    Zimmer 124 im Hotel Bayerischer Hof, Mary Hogan ruft in der Hotelbar an und bestellt sich eine Flasche Sekt und eine Schale Nüsse aufs Zimmer. Barkeeper Paul Newkirk bereitet alles vor und bringt es auf dem Zimmer vorbei. Auf dem Rückweg wird er von Hulda Schnitzer angesprochen, die an der Rezeption steht: Was machst Du auf Zimmer 124, das ist doch gar nicht belegt? Das hast Du falsch gesehen, Hulda, ich war auf Zimmer 122, da ist doch Frau Meier von der Baumschule in Heidelberg zu Gast. Hulda wundert sich, vor allem als 10 Minuten später Frau Meier das Hotel betritt. Vermutlich hat Paul sich mal wieder eine Frau auf ein freies Zimmer bestellt – wenn das der Crittendon mal mitkriegt, aber der stotternde Wichtigtuer ist seit dem ersten Tag nicht mehr aufgetaucht. Betriebsleiter Linkmeyer betritt den Raum und fragt, ob alles in Ordnung sei. Bis gerade eben schon, entgegnet Hulda. Wissen Sie was von Zimmer 124, Herr Linkmeyer? Was soll da sein, kümmern Sie sich um Ihre Rezeption, nichwa! Aber der Newkirk? Sagte ich Bar? Bar ja, aber kassieren, nicht trinken, verstehn Se? Lassen Sie den Newkirk in Ruhe, der schafft den Alkohol ganz alleene. Mary Hogan kommt von Zimmer 124 und läuft durch die Rezeption. Irgendwie ist sie immer da, aber ich habe sie nie eingebucht. Das muss Andy Carter gewesen sein oder der Linkmeyer selbst. Komisch, dass der Newkirk sie offensichtlich auch kennt. Da läuft etwas, was ich nicht wissen soll, aber solange ich es nicht wissen soll. Ich wasche meine Hände in Wasser, wie immer, sagt sich Hulda und überlegt, was wohl passiert, wenn sie Zimmer 124 einmal selbst vermieten würde. Kurz darauf kommt Buchhalter Burkhalter ins Haus und rennt wie üblich in die Küche, statt in sein Büro. Nach der gebotenen Stärkung seines immer geschwächten Leibes klagt er bei Hulda über die Verluste im Lebensmittelbestand und wie er das wieder verbuchen soll. Fortsetzung folgt… (in Folge 2)

  • Folge 2:

    Andy Carter steht an der Rezeption im Bayerischen Hof. Betriebsleiter Linkmeyer kommt aus der Küche und meint Good Buy! Soll ich schon gehen, meint Andy? Natürlich nischt, good buy heeßt guten Einkauf und das machen Sie nun auch. War Hulda nicht erst vor 2 Tagen einkaufen? Hat der dickte Burkhalter mal wieder zugeschlagen? Det is ooch ne gute Erklärung, die muss ich mir merken, denkt sich der Linkmeyer, aber entgegnet: Nisch denken, koofen! Werner Linkmeyer übernimmt die Rezeption und grüßt Mary Hogan, die Richtung Zimmer 124 schreitet. Kurz darauf kommen zwei Herren in schwarz, die auch Zimmer 124 betreten. Dort verhandeln die drei über die Unterwanderung der Hotelgruppe Hof. Mary Hogan schlägt vor, dass die Zeit genutzt wird, wenn Carter oder Linkmeyer an der Rezeption stehen. Hulda Schnitzer scheint wohl etwas von den Aktivitäten in Zimmer 124 zu merken. Leider konnte Mary bisher fast alle auf ihre Seite ziehen, sogar den dussligen Crittendon an Nachfolger von LeBeau einschleußen. Allein Hulda und natürlich Direktor Baker könnten noch LeBeau informieren und die 2 Herren könnten mit ihr dann schnell dahinter kommen, dass Mary nicht Tochter von Robert Hogan ist und zwar auch so einiges nicht so eng sieht, aber nicht für den guten Zweck arbeitet, sondern für den Mitbewerber der Hotelgruppe Hof. Eine feindliche Übernahme, unerwartet aus dem Vertrauensbereich des inneren Personals, das muss mir erst einmal eine nachmachen, denkt sich Mary. Kellner Schultz betritt den Raum und bringt die kalten Platten. Haben Sie wieder die Hälfte probiert, Schultz? Der schluckt ein paar Mal und meint: Mir ham wohl Ratzn in der Küchn. Die Ratten heißen wohl Heinz, Schultz? Ich hör nix und ich seh nix, überhaupt nix, Frau Hogan, aber jagn tu ich – die Ratzn, jetzt gleich. Schicken Sie noch vorher den Newkirk hoch, wir haben Durst. Bitte sehr, bitte gleich, Frau Hogan. Lassns mi nur erst noch die Wurst probiern, ob die Ratzn schon dran warn. RAUS! Fortsetzung folgt… (in Folge 3)

  • Folge 3:

    Hoteldirektor Baker kommt nach seinem Urlaub im Hotel Bayerischer Hof an. Er begrüßt die Hausdame Wilma Hochstetter, die soeben anfängt die Flure zu saugen. Betriebsleister Linkmeyer kommt 10 Minuten später rein und will seine Schicht an der Rezeption antreten. Frau Hochstetter blafft ihn an: Warum kommen Sie eigentlich jedes Mal zu spät, Sie sächsischer Maulesel mit Krawatte! Jedes Mal kann ich den Putzraum mit der Haarnadel aufmachen, weil Sie nicht da sind. Da hat die Gewitterziege vollkommen recht, Linkmeyer! Wenn Sie nicht schlafen, rauchen oder saufen Sie. Man kann Ihnen nicht mal unterstellen, dass Sie das während der Arbeit machen. Sie arbeiten ja nie. Gewitterziege, meinen Sie etwa mich, Sie windiger Direktor, Sie? Genau, denn wenn ich nicht putze, dann bricht das ganze Hotel in ein paar Tagen in sich zusammen. Linkmeyer winkt schnaufend ab und Baker zieht sich fluchend in sein Büro zurück. Jetzt erst mal an Scheelchen Heeßen, sagt sich Betriebsleister Linkmeyer. Kaum ist er in der Bar verschwunden und hält Barkeeper Newkirk von der Arbeit ab, schleicht sich Mary Hogan mit ihren Gästen zum Eingang raus, unterm Arm den Bilanzordner, den sie sich noch schnell an der Rezeption geschnappt hat. Der bekommt garantiert einen Herzinfarkt, wenn er reinkommt. Wer denn? Der fette Burkhalter, der Buchhalter hier. Dass der noch Bücher hält, das ist schon verwunderlich, der hat doch genug an seinem Bauch zu tragen. Paul Newkirk bringt Betriebsleiter Linkmeyer seinen Kaffee mit Cognac und einer Zigarre. Schön, dass Sie mich so langsam kennen, Newkirk. Een Kotzbalken nach dem Cognac, das überbrückt die Wartezeit bis zur Mittagspause. Das Telefon neben Linkmeyer klingelt: Hier ich, wer stört? Hier ist Louis LeBeau! Oh, Herr deFunes, ich dachte, Sie sind schon vor Johren gestorbn. Lassen Sie Ihre Zoten, Linkmeyer, Sie wissen genau, wer am Telefon ist. Hängen Sie schon wieder in der Bar rum. Jawoll, Herr Generaldirektor, der Newkirk, der würde doch nie was arbeiten, wenn ich nicht mein Ooge auf ihn werfe. Jetzt hören Sie einmal zu. Wissen Sie, wann Crittendon wieder im Haus ist Seit der hier übernahm, tauchte er nicht mehr im Hotel in Hammelburg auf. Er soll mich dringen zurückrufen. Von Crittendon hört man keeen Ton, er ruft nicht an, nur Linkmeyer ist dran. Mon dieu, wenn isch den Linkmeyer reimen höre, bin ich froh, dass ich in Rente und in Frankreich bin! Fortsetzung folgt… (in Folge 4)

  • Folge 4:

    „Ja, Linkmeyer am Telefon – wie Rechtsmüller, nur links. Nein, nicht Linksmeyer, das S ist nur gedacht, das steht für Sachsen, hören Se das nischt… Aufgelegt…“


    „Schuuultz! Bringen Sie mir mal eine Bemme oder gleich das Mittagessen. Das ist hier nicht zum Aushalten, bei den Lieferanten werden Sachen diskrimiert und Sie, Carter, bestellen Sie einmal die Wäsche selbst, die wollen mir nicht zuhören.“


    Wunder ist es keines, wenn man sowas telefonisch macht und so einen Mist faselt, denkt sich Carter.


    Als das Telefon klingelt, stottert ihm Crittendon ins Ohr: „Ich b b bin schon l l lange nicht mehr hier g g g ewesen, aber bei meiner E E E inweisung, läuft doch bestimmt al l l es bestens, nicht?“ „Sie sollen LeBeau zurückrufen, habe ich gehört!“ „Warum sollte ich…“ meint Crittendon, „ der hat nichts mehr zu sagen.“ Wenn Sie meinen, denkt sich Carter.


    Mary Hogan kommt aus Zimmer 124 und geht einkaufen. Einige Zeit später kommt sie zurück und trifft sich im Zimmer mit 2 Kaufinteressenten, die sich vorher als Gastinteressenten im Hotel umgesehen haben. „Wie wollen Sie das arrangieren, dass der alte LeBeau nichts mitbekommt?“, fragt Herr Mannheim. „Das ist gar kein Problem!“, entgegnet Mary, „Schauen Sie mal“. Sie ruft Newkirk in der Bar an: „Bringen Sie uns mal 2 Flaschen Champagner!“. Newkirk klopft 5 Minuten später an der Tür und bringt die 2 Flaschen. „2,50 x 2, also für Sie 5 Euro“ sagt er. Mary gibt ihm 10 und meint „Danke, aber haben die Preise schon wieder angezogen?“ „Crittendon meinte: Alles um 50 Cent erhöhen, die Stammkunden-Preise kommen mir arg spanisch vor.“ Gibt Newkirk an. „Ich sehe schon, Sie haben den Laden im Griff, nicht Mannheim?“ lacht der andere Kaufinteressent, Herr Meier.


    Fortsetzung folgt… (in Folge 5)