Bewertungskriterien

  • In Bezug auf meine bisherigen Kritiken zu Mad Max: Fury Road und iZombie habe ich versucht mein Bewertungssystem in ein 5 Sterne System mit übersichtlichen Kriterien zu verwandeln, da das bisher immer mehr so eine Bauchentscheidung war und ich sowieso vorgehabt hatte, es zu strukturieren. Deshalb hier die hoffentlich nachvollziehbare Übersicht (mit anschließenden kurzen Erklärungen).


    • Idee/ Originalität/ Geschichte/ Umsetzung
    • Repräsentation/ Darstellung/ Ausgewogenheit/ Besetzung
    • Glaubwürdigkeit/ Schauspielleistung/ Handlung/ Gefühle
    • Ästhetik/ Kameraführung/ Kostüme/ Ausstattung
    • Ton/ Musik/ Sprache/ Soundtrack


    zu 1.:
    Als allererstes stellt sich mir immer die Frage, wie interessant der Film sein könnte. Ausgehend von einem Trailer, einer Filmkritik, einem Poster oder nur einem Namen habe ich gewisse Vorstellungen und Hoffnungen, die der Film erfüllen oder sogar übertreffen kann, oder eben nicht. Je interessanter der Gedanke hinter dem Film, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film ansehe und er mir auch gefallen könnte. Selbst Filme mit ähnlichen Ideen können sich in unterschiedlichste Erzählrichtungen entwickeln. Einen Pluspunkt gibt es, falls die Geschichte unvorhersehbar bleibt und nicht in erzählerische Klischees abdriftet und neue Wege beschreitet.


    zu 2.:
    Schon vor Beginn des Films kann man anhand der Castingentscheidungen und des Trailers erkennen, wie vielfältig der Film besetzt sein wird. Aber erst im Laufe des Films kann man beurteilen, ob die einzelnen, vielfältigen Charaktere mehr als Klischees behandelt werden oder nicht. Je breitgefächerter die Rollenverteilung umso realistischer der Film. Gleiches gilt für klischeehafte Rollenbilder die vermieden werden sollten. Da das ganze Thema und die vielen Unterkategorien den Rahmen dieses Threads sprengen würden und sie nicht nur in der medialen Welt wichtig sind, habe ich dafür einen eigenen Thread eröffnet, in dem die einzelnen Bestandteile dieses Punktes genauer erklärt werden. ⇒ SJW Crash Kurs [klick]


    zu 3.:
    Selbst wenn die Handlung noch so interessant ist, falls die Schauspielleistung zu wünschen übrig lässt fällt es schwer, den Film ernst zu nehmen (gleiches gilt auch vice versa). Je mehr mich ein Film emotional berührt, umso positiver bleibt er mir in Erinnerung. Wobei das emotionale nicht nur auf die traurigen Stellen bezogen ist, sondern auch bedeuten soll, dass ein realistischer Protagonist mit dem man mitfühlen und sich mitfreuen kann interessanter ist, als ein blasser Held.


    zu 4.:
    Ein Punkt, der mir persönlich wichtig ist, ist die visuelle Gestaltung eines Films, sprich, je hübscher der Film, desto mehr gefällt er mir. Manchmal geht es sogar so weit, dass ich einen ansonsten schlechten Film (weil in (fast) allen anderen Kategorien durchgefallen) trotzdem gerne sehe, nur weil er hübsch anzusehen ist. Verzeihen kann ich die Schnitzer trotzdem meist nicht. Allgemein geht es mir jedoch so, dass ich auch bei zwei fast identischen Filmen vermehrt zu dem kinematographisch ansprechenderen greife.


    zu 5.:
    Last but not least, hängt von dem Ton eines Films sehr viel ab. Stimmungen können mit Klängen besser rüber gebracht werden. Den entscheidenden Punkt meiner Kritik hat meistens der Ton. Zum einen gehört hier dazu, wie verständlich die Schauspieler sprechen (inklusive der Synchronarbeit), aber auch wie die Umgebungsgeräusche im Film vorkommen (ob sie überwiegen oder zur Szene gewinnend beitragen) und wie die Musik eingesetzt wird, d.h. ob die Musik in die Szenen bzw den Film passt, oder ob sie mir sauer aufstößt. Des öfteren ist es bei Actionfilmen so, dass die Actionszenen viel zu laut sind und ich da meistens eher abschalte, weswegen ich Actionfilme auch nicht überaus mag, esseidenn sie bestehen nicht nur aus sinnlosem Umher-Geballere oder Drauf-Gehaue. Falls ich nach dem Film einen Ohrwurm und keinen halben Hörsturz erlitten habe, war der Film ein voller Erfolg.



    Zusätzlich habe ich noch etwas anderes, in Bezug auf die Reihenfolge hinzu zu fügen, d.h. wie ich herausfinden möchte, welcher der Filme mein Lieblingsfilm ist, bzw welche Serie. Für Serien gelten natürlich auch die gleichen Kriterien wie für Filme. (Etwas abgewandelt kann man es auch für z.B. Comics oder Bücher anwenden). Die beiden Kriterien, anhand derer ich im Moment noch eine Art Rangliste für Lieblings-Filme und -Serien erstelle, sind: (auf Serien bezogen, damit ich weniger zu schreiben habe)

    • Wissen: Je mehr ich von der Serie gesehen habe und je mehr ich davon weiß, umso höher steht sie in meiner Gunst. Anhand der Tatsache, ob ich alle Folgen einer Serie gesehen habe, ob ich sie mehrmals gesehen habe, ob ich sie in letzter Zeit gesehen habe deutet an, wie sehr sie mir gefällt. Zusätzlich erkenne ich an der Tatsache, ob ich vom Folgentitel auf den Inhalt bzw von einer Szene auf den Folgentitel schließen kann, wie gut mir die Serie im Gedächtnis bleibt, was auch ein Kriterium dafür ist, wie sehr ich die Serie mag.
    • Beschäftigung: Je mehr ich mit dem Material aus der Serie auseinandersetze, umso mehr mag ich sie, d.h. falls ich ships habe, ffs lese oder sogar selbst welche schreibe, würde ich die Serie besser bewerten als eine Serie von der ich z.B. nur Fanarts anschaue. Ein Pluspunkt für jede Serie ist dann noch, falls ich nach mehrmaligem anschauen immer noch etwas neues entdecken kann.


    Ich hoffe, ich habe euch nicht all zu sehr verwirrt, mit meinen Erklärungen. Und vielleicht regt es ja den einen oder die andere dazu an, auch eine Kritik zu schreiben ;)
    Falls es jemanden gibt, der auch eine Art Bewertungssystem für Filme oder Serien hat, dann dürft ihr das auch gerne teilen, oder meine kritisieren.
    (In näherer Zukunft stelle ich dann in die entsprechenden Threads dann auch das baldige Ergebnis meiner Suche nach meinen (bewertungstechnischen) LIeblingsserie(n) und Lieblingsfilm(en))

    Orange ist ein Zustand

    ♕ Mitglied des Gertrude Linkmeyer Defense Squad
    8) stolzes Smileymonster :D

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