• Hallo an alle,


    mir ist aufgefallen das hier keiner über aktuelle Themen diskutiert, wie die Auslandseinsätze, und unsere gefallenen Kameraden.


    Ich hätte gern mal eure Meinung gewusst über dieses Thema gewusst.
    Ist es sinnvoll das wir da stehen, oder nicht?


    Ich würde mich um rege Antworten freuen.

  • Also das soll jetzt nicht pietätlos sein, aber wer sich zu so einem Einsatz freiwillig meldet, muss damit rechnen das er auch sterben kann, deshalb kann ich das ganze "Deutschland steht unter Schock wegen gefallener Soldaten" nicht ganz nachvollziehen.


    Ob der Einsatz sinnlos ist, diese Frage stell ich mir nicht, da jeder solcher Einsätze für mich sinnlos ist. Was wurde denn so richtig erreicht in Afghanistan oder im Irak? Das diese Länder frei sind? Dort sterben doch fast täglich Zivilisten durch Bombenterror, ich glaube das gab es vor dem Einzug der Amis nicht wirklich.

  • Ist zwar schon was her, aber immer noch aktuell.


    Völlig unabhängig davon, ob ich die Einsätze gut oder schlecht finde, habe ich ein Problem mit der Haltung zu ihnen.
    Auch ich bedaure den Tod der Soldaten, dass mich niemand falsch versteht, aber ich habe ein Problem damit, dass Politiker sich vor die Presse und auf Trauerfeiern stellen, den Tod bedauern, einen Riesenaufriss darum machen und in einem Atemzug sagen, dass alles so bleibt wie es ist.


    Entweder stelle ich mich hin und sage, sehr tragisch, der Einsatz ist aber wichtig und auch richtig geführt, da passieren solche Unglücke oder ich stelle mich hin und sage, der Einsatz ist das Leben der Soldaten nicht wert, wir ziehen sie ab oder ändern die Umstände.


    Aber zu sagen, eigentlich sind die Soldaten wichtiger, aber es bleibt so, wie es ist, hat für mich so etwas von: "Wir können es ja nicht offen sagen, denn sowas tut man nicht, denn internationale bewaffnete Konflikte plus ihre Konsequenzen sind in Deutschland ein Tabu aber eigentlich läuft alles so, wie es laufen muss."

    Das Gewissen ist fähig, Unrecht für Recht zu halten. Inquisition für Gott wohlgefällig und Mord für politisch wertvoll. Das Gewissen ist um 180° drehbar." (Erich Kästner)


    "Eine Rose gebrochen, bevor der Sturm sie entblättert." (Lessing)


    "Demokratie ist nicht die Herrschaft der Vernunft. Auch falsche Entscheidungen können demokratisch sein. Das ist zu akzeptieren" (Mein ehemaliger Chef, zumindest so in etwa)

  • Hai, melde mich auch mal wieder (nach 5 jahren oder so?) zu Wort - auch wenn ich arg bezweifel, dass ihr mich überhaupt noch kennt.^^


    Ersteinmal, es ist doch schon spannend, dass man ständig von Afghanistan und der scheiternden ISAF-Mission redet, aber nie von KFOR, EUFOR usw.
    Wenn man schon die Auslandseinsätze der Bundeswehr betrachtet, dann doch fairerweise auch alle also auch die humanitär erfolgreichen.



    Quote

    Original von tunel
    Also das soll jetzt nicht pietätlos sein, aber wer sich zu so einem Einsatz freiwillig meldet, muss damit rechnen das er auch sterben kann, deshalb kann ich das ganze "Deutschland steht unter Schock wegen gefallener Soldaten" nicht ganz nachvollziehen.


    Genau das sehe ich anders. Es ist richtig und wichtig, dass wir die Gefallenen Soldaten in Afghanistan nicht zu einer Statistik verkommen lassen, sondern mit jedem einzelnen Schicksal Anteil nehmen. Alles andere ist inhuman.



    Und zum Kriegsgrund. Auch wenn es vielleicht besser klingt, die Demokratie am Hindukusch zu verteidigen (wovon der Struck im ersten Reflex bestimmt sogar überzeugt war), als den ehemaligen Bundes-Horst in seiner Einschätzung zuzustimmen, aber vllt hat der Herr Köhler ja doch recht.

  • Also ich finde die Herren Verantwortlichen sollen endlich mal einsehen was der Einsatz in Afganistan wirklich ist: Nämlich keine Art von Hilfseinsatz oder "Polizeieinsatz" wurde ja auch schon in Korea benutzt dieser Begriff (ja, ich bin normal ein "MASH"er) sondern es ist ein Kriegseinsatz.
    Irgendwie finde ich es zum Würfelhusten ! Unsere Jungs werden verheizt ! Auch wenn ich nun nicht unbedingt ein Freund der Bundeswehr bin, da werden Leute in ein Gebiet geschickt wo es halt keine Übung ist, sondern blutiger Ernst ! Und wenn "unsere" Soldaten dann mal zurückschiessen, dann regen sich nicht nur meine Parteigenossen (ja, ich bin mittlerweile Mitglied der LINKSpartei) auf, sondern auch die die Menschen dort hinschickten.
    Jetzt mal abgesehen davon, dass ich es für unmöglich halte ein westliches System einfach auf eine andere "Kultur" zu stülpen (in Deutschland nach 1945 geling dies, weil es halt eine Kultur ist):
    Die Leutchen dort wollen das doch gar nicht, so hart es auch klingt: Lasst sie doch im Mittelalter bzw. Steinzeit mit ihren Häuptlingen und fraghaften Ehrenritualen !!!


    Wenn irgendwelche Terroristen was wollen können sie genauso gut bspw. im bayrischen Wald, im Schwarzwald oder gar im Harz trainieren ! (Siehe damals RAF).


    Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt es ist nur eine Ar***kriecherei der dt. Regierung an die fickrigen Amerikaner !!!


    @ Warbird


    Freiheit ? Na ja, den Begriff weitest du dann aber sehr weit aus !
    Und die Amis haben bestimmt nicht darum gekämpft, sonst hätten sie schon sehr viel früher eingegriffen !
    Sie hatten Angst vor ein vor allem wirtschaftlich deutsches beherrschtes Europa (bzw. ganz Europa wäre Deutsch gewesen) - ihre Märkte wären zusammen gebrochen !
    Die USA nahm die Freiheit und Demokratie immer nur als Vorwand Krieg zu führen !