wie deutsch sind wir?

  • mal eine sache die meine mutter sehr interessiert.


    wir waren im juni im urlaub und da kam folgende frage auf: wie deutsch sind wir?
    die frage kam von unserem reiseleiter der es nicht verstand wieso es oft heiß:; "die ossis" oder "die wessis" . für ihn sind es doch alle deutsche leute. wieso gibt es eine trennung in den gedanken.


    ich versuchte wegen der unterschiedlich gezahlten löhne und gehälter das zu erklären. auch das ich einen berliner stadtplan habe, wo der westberliner teil nur ein weißer fleck ist und nicht aus strassen und plätzen besteht. somit habe ich auch kein "gefühl" für die leute die da wohnen. hört sich blöd an , ist aber so.
    ich versuchte kathi als "deutsch" zu erziehen. die kriegsreparationskosten hatten meine eltern zu zahlen. kathi kennt nur ein leben nach der wende. deutsche fahne zum fußball = selbstverständlich!


    wie seht ihr das? sind wir ein deutschland oder gibt es 2 verschiedene? wie würdet ihr dem reiseleiter erklären, das es nicht normal ist eine deutsche flagge immer am haus / auto zu haben.

    Pommes Frites enthalten bis zu 23% weniger Schadstoffe, wenn man vor dem Frittieren die Verpackung entfernt.


    Alice - kleine Maus folgte ihrem Schatz Pfingsten 2017
    Nicklas - friedlich im Schlaf über die Regenbogenbrücke geflogen (12.03.2017)
    Viktor - knall gelb, nur ganz kurz bei mir gewesen (15.09.16)
    Finn - hat mich am 25.07.2016 schon wieder verlassen
    Jack - ein Jahr hat mein kleiner Süßer gekämpft: 24. oder 25.02.2016
    liebste Pauline: 13.03.2013
    Emil - am 29.11.2011 verstorben

  • Ich bin 1991 geboren, und kann nicht beurteilen wie es damals im Westen bzw. Osten zuging. Ich muss aber sagen, das ich die Wiedervereinigung sehr gerne miterlebt hätte. Es muss ein schöner Moment gewesen sein wo Deutschland zur Einheit wurde.


    Ich danke den Allierten aus dem Zweiten Weltkrieg das Sie Deutschland mit zu dem gemacht haben, was es heute ist (Grundgesetz usw.) Wäre der Satz "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." auch wirklich ernst gemeint gewesen, wäre die Einheit nahezu perfekt. Ost-Politik wäre vielleicht kein Thema mehr. Und Menschen aus den Neuen Bundesländern hätten die gleichen Chancen wie die aus dem Westen. Meiner Meinung nach sollte das auch ein großes Ziel der Bundesregierung sein, diese Fairness zu gewährleisten.


    Wie ich das einem Reiseleiter erklären würde, kann ich jetzt spontan nicht sagen.

  • Hallo Taskipo


    >"Und Menschen aus den Neuen Bundesländern hätten die gleichen Chancen wie die aus dem Westen".<


    Das ist es genau was der Reiseleiter meint. Wie kommst du zu solch einer Aussage?


    In Berlin ist dieser Tage der 60-igste Jahrestag der Berliner Luftbrücke. Wieso sind die Amerikaner bessere Freunde als die deutschen untereinander?


    Danke an alle die Antworten.

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    Emil - am 29.11.2011 verstorben

  • Wie deutsch sind wir?
    Interessante Frage vor allem weil durchschnittlich jeder 6. bei dem Einbürgerungstest durchfallen würde (laut Stern oder so).
    Also ich denke dass ich deutsch bin und kein Wessi. Vor allem da ich viele Kontakte in den Osten hab und ich schreib da für mich üpersönlich nicht mit "Ossis".
    Einerseits wärs cool die Wiedervereinigung miterlebt zu haben, andererseits kann ich auch drauf verzichten. Ich bin lieber in einem vereinten Deutschland geboren...auch wenn sich die Einheit oft nur während Fußballgroßereignissen annähernd zu 100% Prozent zeigt.


    Wenn wir Glück haben werden wir morgen wieder Zeuge davon und auf die bekannte Schlagzeile "Wir sind Papst!", folgt morgen "Wir sind Europameister".
    Und die Tatsache dass wir am Tag danach direkt jammern warum es schon vorbei ist ist eine weitere gemeinsamkeit von uns allen. ^^


    In diesem Sinne grüßt euch euer Welt und EU - Bürger, deutscher Staatsbürger und Saarländer
    Patrick

  • Ich sehe das so. Die Mehrheit der jetzt lebenden Deutschen ist wären des geteilten Deutschlands geboren. Sie sind damit aufgewachsen und haben es so in sich, das man noch immer zwischen Ost und West unterscheidet.
    Die Genaration die nach der Wende geboren ist lernt von der Generation die mit 2 Deutschlands aufgewachsen ist, und das heißt sie lernen auch immer den Ost- und West-Vergleich.


    Ich will damit sagen, du kannst 40 Jahre trennung nicht einfach so mir nichts dir nichts beiseite schieben.

  • Quote

    Original von kathi
    Das ist es genau was der Reiseleiter meint. Wie kommst du zu solch einer Aussage?


    In Berlin ist dieser Tage der 60-igste Jahrestag der Berliner Luftbrücke. Wieso sind die Amerikaner bessere Freunde als die deutschen untereinander?


    Danke an alle die Antworten.


    Der Reiseleiter wird nicht den selben Grund haben wie ich, denn ich komme insofern zu der Aussage das ich bald meine Ausbildung beginne. Da gucke ich mir selbstverständlich auch an was man monatlich so an Geld bekommen könnte. Und da schreibt das BerufeNET folgendes:



    Im 3. Ausbildungjahr bekommen somit Azubis aus dem Neuen Bundesländern 76 € weniger. Klingt jetzt vielleicht danach das es nicht die Welt ist. Aber ich finde beide "Seiten" sollten gleich viel Vergütung in Anspruch nehmen können.

  • Erstmal danke für eure Antworten.


    Taskipo: Dein Zitat aus BerufeNET gefällt mir gut um den wirklich großen Unterschied zu erklären. Es ist aber für einen, der Deutschland als DAS Land sieht, sehr schwer das zu verstehen. Es ist also die Politik gefragt oder sind es die Unternehmen?


    Tunel: Die Erklärung, was ich gelebt habe gebe ich an mein Kind weiter, zählt meiner Meinung nach nicht. Ich hatte weder Handy noch Spielekonsole. Die Zeit läuft zu schnell um meine alten Ideale an mein Kind weiterzugeben. Ich merke es, wenn ich mir Filme anschaue die mir als Kind gefallen haben. Man kann sie nicht in der heutigen Zeit noch als "Renner" bezeichnen. ( Ich meine zum Beispiel Pan Tau oder sowas )


    Andrew1991: Die Wende war "ein Deutschland"! Ich konnte frisches Obst jederzeit kaufen. Wer etwas Geld hatte konnte Urlaub machen wo er wollte. Ich glaube der Kater kam mit dem wegfall der Arbeitsplätze.Industrie und Wirtschaft war plötzlich nichts mehr wert. Im Frühjahr 1990 bekam ich Telefon - das war toll, nicht deutsch.
    Ich glaub du hast Recht: Jammern gehört zum Deutschen.


    Generaloberst: Ich bin auch lieber Berliner als Deutscher :-)


    Gibt es schlechte Erfahrungen im Ost / West zusammenleben?


    Drücken wir uns heute Abend die Daumen und feiern gemeinsam den EuropaMeister-Sieg!

    Pommes Frites enthalten bis zu 23% weniger Schadstoffe, wenn man vor dem Frittieren die Verpackung entfernt.


    Alice - kleine Maus folgte ihrem Schatz Pfingsten 2017
    Nicklas - friedlich im Schlaf über die Regenbogenbrücke geflogen (12.03.2017)
    Viktor - knall gelb, nur ganz kurz bei mir gewesen (15.09.16)
    Finn - hat mich am 25.07.2016 schon wieder verlassen
    Jack - ein Jahr hat mein kleiner Süßer gekämpft: 24. oder 25.02.2016
    liebste Pauline: 13.03.2013
    Emil - am 29.11.2011 verstorben

  • Insgesamt sehe ich das so, dass Deutschland eine Ansammlung von deutschen Stämmen ist und selbst innerhalb der einzelnen Bundesländer gibt selbstgewählte Differenzierungen also z.B. in Bayern - die Bayern und die Franken oder Niedersachsen (wobei ich Niedersachsen sowieso als künstliches Objekt sehe) was haben Ostfriesen mit Hannoveranerin zu tun ? Allein schon die Rivalität zwischen Ostfriesen und Friesen oder von wegen "Ostdeutschland"! (der Osten Deutschlands liegt für mich woanders...) was haben Sachsen mit Vorpommern zu tun.
    Von wegen Teilung es gab ja schon in der Antike eine Teilung dessen was man später Deutschland nannte nämlich am Rhein einmal das römische Germanien und dann das frei Germanien.
    Und auch heute ist das Siedlungsgebiet der Deutschen grösser als die BR Deutschland, so sind die Stämme die heute Österreich bilden ja auch deutsche Stämme, oder siehe Südtirol...
    Grundsätzlich sind alles dt. Stämme die dann doch eine gemeinsame Kultur verbindet.

  • Zu deiner Frage wie deutsch sind wir, müssten wir eigentlich erst mal klären was ist Deutsch.



    Ich bin eigentlich stolz Deutscher zu sein, denn wir haben in der Geschichte viel hervorgebracht. (Ja ich weiß, jetzt meckern sicher gleich viele wieder aber die Nazis - ich sag na und? Ich lebe jetzt und nicht damals, es ist schrecklich was damals geschehen ist, aber es ist Geschichte, und das sollte man auch manchen mal stecken, die immernoch das uns anhängen was unser Urgoßeltern getan haben.)
    Nur kann man zur Zeit nicht Stolz sein auf das Land, denn die Regierung ist sich nicht einig, es wird geschimpft auf Ost und West.


    Warum eigentlich?


    Ich dachte wir sind ein Land, eine Nation?


    Und zu dem Thema, mit den Fahnen am Auto, ich find das Mist, zur EM und WM haben alle Fahnen drann, und rufen Hurra Deutschland, und nach dem Fussball, werden sie abgebaut und jammern wieder Scheiß - Land.
    Super Nationalstolz, muss ich sagen, diese Scheinheiligkeit!!!

  • Also hat jetzt nicht so direkt was mit dem Thema zu tun, möchte bloß auf den Beitrag von Oberst Wilhelm Klink etwas antworten.


    Mit den Flaggen gebe ich dir recht, zur WM war es noch OK, aber dieses Jahr hat es nur genervt. Ich gebe zu ich hatte auch ein große Deutschlandflagge über meiner Balkonbrüstung, aber ich habe sie immer nur am Spieltag der Deutschen hinaus gehangen.


    Und was das geschichtliche angeht, das ist nun mal so, das man nur die Kriege erwähnt.


    Bsp.:
    1.Frage: Deutsche Geschichte? Antwort: 2.Weltkrieg (Nazis).
    2.Frage: Geschichte des Iraks? Antwort: Irak-Krieg (Saddam)
    3.Frage: Geschichte Frankreichs? Antwort: Napoleon (Waterloo).


    Ich könnte ihr jetzt noch viel viel mehr aufzählen, aber das sprengt den Rahmen.
    Warum kann man auf Frage 1 nicht erwähnen, das ein Deutscher den Otto-Motor erfunden hat oder das ein Deuscher die Relativitätstheorie erfunden hat?
    Warum kann man auf Frage 2 nicht erwähnen, das im heutigen Irak eines der 7 Weltwunder stand (Turm von Babel)?
    Warum kann man nicht sagen das in Frankreich das Radium endeckt wurde?

  • Grundsätzlich finde ich es zum Kot**n, wenn irgendwelche "Experten" die 2000 jährige dt/germ. Geschichte auf 12 Jahre reduzieren. Natürlich was da passierte ist natürlich eine Schande gib´s nichts dran zu rütteln und wer das leugnet oder gar für gut heisst - vielleicht sollte man für solche Leute die Duschen und die Öfen noch mal anschmeissen.
    Aber das kalte Kot**n kriege ich ja bei Leuten die sofort auf Ablehnung schalten sobald das Wort "Deutschland" fällt.
    So letztens auf einem Geburtstagsumtrunk, so´n Möchtegernautonomer (natürlich mit FC St. Pauli Kappe auf dem Kopf, aber vom Fussball nicht den Hauch einer Ahnung - Hauptsache das Klischee stimmt) ich meinte nur, dass ich die Deutschlandflagge ins Fenster gehängt habe (war der Tag des Kroatienspiels...). Na ja, ich meinte dann ich könne ja auch mein Schwarz-Weiss-Rote Flagge ins Fenster hängen, mein Gott, der Kerl dann... und das Dollste ist der studiert Geschichtewas hat das kaiserliche S-W-R mit dem Dritten Reich zu tun ? Ausser das diese Farben von diesen Flachwi*ern missbraucht wurde ! Preussen und das mehr oder minder entstandene erste Kaiserreich war viel es war aber zu grossen Teilen ein Rechtsstaat.
    Aber für solche Argumente war diese Flachpfeife nicht zugänglich, er sah auch nicht ein warum ich meinte, dass er nur ein Linksfaschist sei mit seinem Schwarz-und-Weiss-Denken.
    Na ja, später verriet er ja noch dem Gastgeber- als ich weit entfernt war - das er mir ja nur nicht auf´s Maul gehauen hätte weil er ihm die Fete nicht verderben wollte... :D :D :D


    Von wegen Meckern über Deutschland, irgendwo habe ich das mal gelesen (ich glaube im "Stern" (?) ) ein ausländischer Journalist schrieb´über Deutschland/die Deutschen. Er im Ausland wird das nicht verstanden warum die Deutschen so rumjammern über ihr Land.
    Na ja, wenigstens jammern wir auf hohem Niveau.
    Aber vielleicht liegt es auch daran, dass der Einwohner dieses Landes sich noch nciht richtig damit identifizieren kann, ich mein´Deutschland an sich als homogener Staat besteht ja erst seit 1871 und seitdem ? 4 verschiedene "Reiche".
    Áber ich denke die Haltung ändert sich oder hätte sich jemand vor, sagen wir mal, 20 Jahren jemand vorstellen können das bei grossen Sportveranstaltungen überall S-R-G zu sehen ist, wobei naja etwas kitschig wurde es dann schon und ich denke so manche machten das auch nur, weil der Nachbar das auch hat...

  • Generaloberst du bist 1990 geboren und hast die Wiedervereinigung miterlebt? Bist du wiedergeboren worden und warst vorher schon mal auf der Welt?


    Ich kann mit das mit dem Ost-West-Unterscheid vielleicht so herleiten:


    Nach dem 2 WK gabs es ja bekanntlich die Sowjetischebesatzungszone, woraus später die DDR wurde. Festgebrannt in den Kopf, Handeln und Denken war Russe = Böse. Ich erinner mal an Ostpreussen. Dieses denken wurde dann von der Generation die es miterlebt hat an die Nachkommen weitergegeben. Zu dem kommt noch die Eigenheit der in der DDr großgewordenen Menschen. Dieses abgeschlossensein durch den Eisernenvorhang hat eben zu Eigenbrödelei geführt. Nuja was soll man dazu sagen, ich denke das wird sich wandeln. Nach einiger Zeit wird man damit offener Umgehen.


    Gruß


    Warbird